Etwas von der Größe des Universums

Autor: Jón Kalman Stefánsson
Verlag: Piper
Seiten: 400
Erscheinungsdatum: 01. Februar 2017
Preis: 24,00€ als Hardcover und 19,99€ als eBook

Inhalt

Am Beginn der Geschichte steht der Tod, doch in Wahrheit zelebriert dieser Roman das Leben: über mehrere Generationen hinweg wird von Ari und seiner Familie erzählt; von der Leidenschaft zwischen Mann und Frau, von verbotener Liebe, Gewalt, Kummer, Betrug und Bedrückung. In Aris Familie werden Glück und Unglück eben gleichermaßen von einer Generation in die nächste gereicht. Am vorläufigen Ende dieser Reihe steht Ari selbst, auf dem Weg zu seinem Vater, mit dem er noch eine Rechnung offen hat, bevor dieser stirbt.

Jon Kalman Stefánsson vermag diese raue Schönheit des Lebens, die auch der isländischen Landschaft eingeschrieben ist, in seiner archaischen und ergreifenden und dann doch wieder vollkommen heutigen und humorvollen Prosa einzufangen wie kaum eine anderer Autor seiner Generation.
(Quelle: Piper )

Meine Meinung

Zuerst möchte ich mich beim Piper Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

Ich war mir zu Beginn der Lektüre nicht bewusst, dass dieses Buch einen Vorgänger hat – im Buch oder auf dem Klappentext ist davon nichts vermerkt, was ich sehr schade fand.
In „Fische haben keine Beine“ behandelt der Autor auch Aris Geschichte und hätte man Kenntnisse durch besagte Lektüre gehabt, dann hätte man diesen Roman auch besser verstanden.

Ich hatte so meine Schwierigkeiten mit dem Lesen der Geschichte von Ari und seiner Familie – gut einen Monat (den gesamten Februar) habe ich zum Lesen gebraucht. Es ist kein Buch, das man so nebenbei lesen kann. Man muss sich in Ruhe hinsetzen und mit  voller Konzentration eintauchen.
Der Schreibstil ist nicht einfach, sondern anspruchsvoll und schwierig zu lesen. Unachtsamkeit rächt sich sofort. Wenn zwischen den einzelnen Lesestunden ein paar Tage vergangen sind, musste ich immer die letzten ein bis zwei Kapitel lesen, damit ich überhaupt wieder reingekommen bin. Leider muss ich sagen, das mir das nicht besonders gut gefallen hat und auch dazu geführt hat, das ich immer seltener Leselust auf die Geschichte hatte.
Die Erzählperspektive ist gewöhnungsbedürftig und wirkt, als würde ein Außenstehender alles erzählen und kommentieren, was dazu führte, das ich mit den Charakteren (Ari, seine Freunde und seine Familie) nicht wirklich warm wurde. Sie blieben mir zu farblos. Ihre Handlungen waren für mich nicht immer nachvollziehbar und es wirkte, als würde ich die Geschichte in einen Stummfilm in Schwarz-Weiß sehen. Manchmal habe ich sie einfach nicht vestanden.

An sich ist die Grundgeschichte, die hinter „Etwas von der Größe des Universums“ wirklich interessant. Der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit, gepaart mit der Familiengeschichte, ist interessant gestaltet. Man erfährt viel über Aris Kindheit, seine Jugend und auch seine Beziehung zu den Eltern wird geschildert. Einige Kapitel handeln von seiner Großmutter, die in einem ganz anderen Island als jetzt gelebt hat.
Die Darstellung der Insel und der Natur ist ein Traum – ich bin schon lange ein Island-Fan und habe mich wieder in dieses schöne Land verliebt.
Allerdings hatte ich, wie schon oben beschrieben, so meine Schwierigkeiten beim Lesen und Vestehen der Geschichte. Für meinen Geschmack war die Geschichte zu anspruchsvoll – was aber vielleicht auch nur an meinem Alter liegt. Bisher habe ich wenige Bücher gelesen, die diese Art von Anspruch an den Leser stellen. In ein paar Jahren möchte ich die Geschichte noch einmal lesen und schauen, ob ich sie dann besser verstehe.

Von mir gibt´s nur eine bedingte Lese- und Kaufempfehlung.
Nicht für jeden was.

🌟🌟🌟 Sterne

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