Du hast gesagt, es ist für immer

Autor: Trish Doller
Verlag: Blanvalet
Seiten: 352
Erscheinungsdatum: 27. Dezember 2021
Preis: 15,00€ als Paperback und 11,99€ als eBook

Inhalt

Fast ein Jahr ist es her, seit Anna ihre große Liebe verloren hat. Sie weiß, dass sie sich endlich einem Leben ohne Ben stellen muss. Spontan beschließt sie, die gemeinsam geplante Segelreise in die Karibik allein anzutreten. Doch sie merkt schnell, dass sie es als Anfängerin niemals schaffen wird, die ehrgeizige Route ohne Hilfe zu bewältigen. Um nicht aufgeben zu müssen, heuert sie Keane an, einen irischen professionellen Segler. Ähnlich wie Anna kämpft auch er mit einem großen Verlust. Können sie einander helfen, ihre Leben wieder auf einen neuen, hoffnungsvollen Kurs zu lenken?
(Quelle: Penguin Randomhouse )

Meine Meinung

Zuerst möchte ich mich beim Bloggerportal und dem Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

Anna hat unerwartet ihre große Liebe Ben verloren, nachdem dieser sich durch Selbstmord das Leben nahm. Seitdem macht sich Anna Vorwürfe, warum sie eine Qualen nicht wahrgenommen oder er sich ihr nicht offenbart hat. 10 Monate lang verkriecht sie sich vor dem Leben bis sie an Thanksgiving eine Entscheidung trifft, die ihr Leben auf den Kopf stellen wird. Sie wird die Reise mit dem eigenem Segelboot, die das Pärchen gemeinsam geplant hat, alleine antreten. Als sie ihre Liebsten in den Plan einweiht, sind diese fassungslos und verärgert, doch Anna lässt sich nicht abbringen. Jedoch wird ihr schnell klar, das ihre Idee es alleine zu schaffen aussichtslos ist und die Unterstützung auf der Route benötigt. In einem Hafen trifft sie nach einer alkoholreichen Nacht morgens auf Keane, der sie zurück auf ihr Boot gebracht hat und der sich zufälligerweise auf ihre Annonce gemeldet hat. Die sind schnell auf einer Wellenlänge und schließlich brechen sie gemeinsam auf. Doch beiden ist klar, dass die gemeinsame Zeit vermutlich nicht ohne Folgen sein wird, da die Gefühle überhand nehmen…
Ich wusste nicht so recht, was ich von Anna halten soll – in Bezug auf ihre Gefühle für Ben und Keane ist sie recht unbeständig und mal will sie nur Keane. Bis ihr wieder Ben einfällt oder er ihren verstorbenen Freund erwähnt. Ja, leichte Gefühle sind zwischen Anna und Keane da gewesen, aber auf mich machte es den Eindruck, das es nur eine leichte Romanze war. Ansonsten machte Anna einen netten Eindruck und obwohl sie scheinbar nie gedacht hat, dass das Segelboot einmal wirklich ein Zuhause für sie werden wird, wurde aus ihr doch eine Seglerin, die mit allen Wassern gewaschen ist.

Keane ist ein ehemaliger Profisegler, der seine Karriere nach einem Unfall beenden musste. Aber seine Liebe zum Segeln nicht aufgeben möchte, nur bleiben die Jobangebote aus. Als er Annas Angebot annimmt, hätte er es nie für möglich gehalten, das es diesen großen Einfluss auf sein Leben haben wird…
Keane ist ein sympathischer Zeitgenosse, dem ich sein ständiges Erröten nur leider nicht abkaufen konnte. Bei Anna passiert ihm das ständig, aber wenn man ihm mit Sara beobachtet hat, wirkte er wie ein ausgewechselter Mensch in Liebesdingen.

Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann. Erzählt wird aus der Sicht von Anna, was einen Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt gibt.

Mein Highlight war die Segelreise durch die Karibik, die vielen interessanten Orte, die die beiden besucht haben, und die Probleme, die sich aufgetan haben. Ich hatte das Gefühl, das ich mit den beiden im Segelboot bin und z.B. Annas Wut über die Beschädigung am Boot, die sie verursacht hat, mitempfinden konnte. In diesem Punkt war das Buch für mich perfekt gestaltet.
Was mich enttäuscht hat war die Liebesgeschichte zwischen Anna und Keane, die nichts Halbes und nichts Ganzes für mich war. Das die beiden Gefühle füreinander haben, kann man nicht abstreiten, aber es blieb für meinen Geschmack zu oberflächlich. Ja, sie kommen sich auf der Reise näher, aber es fehlte das gewisse Extra. Eine gewisse Anziehung, die fliegenden Funken. Die Initiative geht fast nur von Anna aus, was aufgrund ihres Hintergrundes vielleicht auch Sinn macht, aber warum ist Keane so zurückhaltend gewesen? Ich hätte mir gewünscht, das auch er sie mal überrumpelt.
So wie sie hier in dem Buch dargestellt wurde, hätte ich lieber auf diesen Aspekt verzichtet und die beiden nur wirklich gute Freunde werden lassen. Das wäre für mich stimmiger gewesen.
Solange man als Leser nicht mit der Erwartung eines Liebesromans an das Buch rangeht und mehr Interesse an der Segeltour hat, könnte es ein interessantes Buch sein.
Für mich, die wusste in welche Kategorie (Liebesroman), das Buch fällt, war das Buch, trotz der tollen Darstellung der Zeit an Bord, eher eine Enttäuschung. Alles in allem aber ein nettes Buch für Zwischendurch.

3 Sterne

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