Für immer im Dezember

Autor: Emily Stone
Verlag: Penguin
Seiten: 464
Erscheinungsdatum: 28. September 2022
Preis: 9,99€ als eBook und 11,00€ als Taschenbuch

Inhalt

Jedes Jahr im Dezember sendet Josie einen Brief an ihre geliebten Eltern, die sie vor vielen Jahren in einer Weihnachtsnacht auf tragische Weise verloren hat. Jedes Jahr erinnert sie das Fest der Liebe an ihren Verlust – und die Menschen, die sie so schmerzlich vermisst. Nur dieses Jahr soll alles anders werden. Denn kurz vor Weihnachten begegnet Josie einem Mann. Einem Mann, mit dem sie fünf wunderschöne Tage in London verbringt: In der Stadt, die im Dezember schöner strahlt als alle anderen. Und es scheint fast unmöglich, sich nicht zu verlieben. Doch gerade als Josie glaubt, dass es das beste Weihnachtsfest aller Zeiten werden könnte, verlässt Max sie, ohne sich von ihr zu verabschieden …
(Quelle: Penguin )

Meine Meinung

Zuerst möchte ich mich beim Bloggerportal und dem Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

Josie hat an der Trennung von ihrem Freund Oliver zu knabbern und steht kurz davor die Weihnachtstage alleine zu verbringen, da ihre beste Freundin ihre Reise nach Argentinien überraschenderweise nicht abgesagt hat. Sie will nur kurz etwas mit dem Rad besorgen und fährt dabei einen Mann über den Haufen, welcher alles andere als begeistert ist wie sich Josie ihm aufdrängt. Doch am Ende landen die beiden gemeinsam in einer Bar und planen einen gemeinsamen Ausflug, der Max von seinem unfreiwilligen Aufenthalt in London ablenken soll. Josie ist begeistert und die beiden verbringen noch mehr Zeit zusammen. Er darf sogar mit zu ihrer Firmenweihnachtsfeier und schließlich kommen sich die beiden näher. Haben eine schöne gemeinsame Zeit und plötzlich ist Max verschwunden. In den Flieger gesetzt und ab in die Staaten zu seinen Eltern, ohne Josie eine Kontaktmöglichkeit zu geben…
Josie fällt aus allen Wolken und muss sich schließlich fragen, was sie nun mit ihrem Leben anfangen soll und ob sie sich ein Leben ohne Max wirklich vorstellen kann.
Josie machte einen sympathischen Eindruck, aber das sie sich lange nie wirklich von Oliver gelöst hat, hat mich etwas stutzig gemacht. Der Kerl hat sie – fast – vor ihren Augen betrogen und erzählt ihr am nächsten Morgen im Bett von seinem Seitensprung.
Was mir an ihr gefallen hat, war ihre berufliche Entwicklung – sie startet als unglückliche Angestellte und gerät über ihr Hobby schließlich an ihre neue Berufung: das Fotografieren.
Ansonsten kämpft Josie auch nach vielen Jahren noch mit dem Verlust ihrer Eltern. Sie kann an Weihnachten keinen Fuß in ihre Heimat setzten, da sich ihre Großeltern und deren Haus nach zu vielen Erinnerungen anfühlen.
Insgesamt fand ich Josie als Charakter aber eher farblos, langweilig und zu austauschbar. Sie ist niemand, an den ich mich lange erinnern werde.

Max strandet aufgrund eines Unwetters in London und muss ausharren bis man ihm einen neuen Flug nach Amerika organisiert hat. Als ihn eine junge Frau über den Haufen fährt, ahnt er nicht, das sie seine Gefühlswelt auf den Kopf stellen wird. Widerwillig geht er mit ihr in eine Bar und merkt, das Josie etwas an sich hat, was er ungemein anziehend findet. In den nächsten Tagen verbringen sie fast jede Minute zusammen und schließlich nimmt er sogar an einem Essen mit ihrer Tante teil, die allerdings nicht sonderlich viel von dem neuen Mann im Leben ihrer Nichte hält. Als er seine neuen Flugdaten erhält, entscheidet er sich mit einem Brief aus dem Leben von Josie zu treten. Monate später treffen sich die beiden in New York und die Fronten sind verhärtet…aber Max konnte Josie nie vergessen. Bekommt er eine zweite Chance?
Das Max etwas vor Josie verschweigt, ist schnell klar – ich hatte erst in Richtung Fremdgehen gedacht, aber als was sich sein Geheimnis am Ende herausgestellt hat, fand ich gelungen.
Ansonsten macht er wie Josie einen sympathischen Eindruck, aber er blieb mir als Charakter zu distanziert und farblos.

Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann. Erzählt wird abschnittsweise aus der Sicht von Max und Josie, was einen Einblick in die jeweilige Gefühls- und Gedankenwelt gibt.
Ich muss allerdings leider gestehen, das mir die Kapitel aus Sicht von Max überhaupt nicht gefallen haben. Zu sehen wie er in den Staaten arbeitet und seine Ex-Freundin zu Besuch hat, konnte mich nicht begeistern. Auch sein Wiedersehen mit Josie machte es nicht besser.
Ich hätte mir lieber kürzere Abschnitte der beiden Hauptcharaktere gewünscht, vielleicht auch immer abwechselnd ein Kapitel. Z. B. während ihrer gemeinsamen Tage in London oder als sie sich „getrennt“ haben – wie beide mit dem Verlust zu kämpfen hatten. Darauf geht die Autorin leider überhaupt nicht ein, was ich wirklich schade finde.

Ich hatte mir nach dem Lesen des Klappentextes irgendwie mehr von der Handlung erhofft.
Der Tod der Mutter der Autorin hat sie dazu inseriert diesen Roman zu schreiben, sodass ich mir bezüglich der Trauer von Josie und ihren Briefen mehr erhofft hatte. Jeder Mensch geht anders mit Trauer um, aber Josies Verhalten, wie z. B. die Verweigerung ihre Großeltern zu besuchen, weil es sie an zu viel erinnert, konnte ich nicht nachvollziehen. Sie ist über ihr halbes Leben ohne Eltern und hat immer noch mit dem Verlust zu kämpfen. Ich bin als Kleinkind Halbwaise und kurz nach der Volljährigkeit Vollwaise geworden und mir ist diese Art von Trauer vollkommen unbekannt. Das Leben geht auch ohne Eltern weiter und jeder wird irgendwann in seinem Leben die Eltern verlieren, das wird immer schmerzen. Egal wie jung oder alt das „Kind“ ist.
Die Liebesgeschichte rund um Max und Josie begann wirklich vielversprechend und ich hatte fast erwartet, dass das ein Buch sein wird, das eine hohe Sternebewertung bekommt.
Doch Pustekuchen, nachdem Max Josie in London zurückgelassen hat, ging es mit der Begeisterung für die beiden bergab. Jeder lebt sein Leben, sie treffen immer wieder aufeinander und schließlich ist Max in einer dunklen Stunde überraschend an ihrer Seite. Und dann kommt das Ende, was ich wirklich gelungen fand. Mehr verrate ich an dieser Stelle nicht.
Leider hat mich die Autorin mit der Geschichte eher gelangweilt. Ich habe nicht mit Max und Josie mit gefiebert, ob sie wieder einen Weg zueinander finden. Zu Beginn blitzte das gewisse Extra kurz auf, aber es verschwand ebenso schnell wieder und tauchte auch nie wieder auf.

2 Sterne

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