Schwedischer Todesfrost

Autor: Christoffer Holst
Verlag: Heyne
Seiten: 320
Erscheinungsdatum: 09. November 2021
Preis: 10,99€ als Taschenbuch und 9,99€ als eBook

Inhalt

Der Winter hat Stockholm fest im Griff, und Cilla Storm vermisst ihr Häuschen in den Schären. Da kommt ihr die Einladung von ihrem besten Freund Zacke gerade recht. Zusammen mit Zackes Freund Jonathan und Cillas Nachbarin Rosie geht es über die Feiertage in eine gemütliche Hütte im Skigebiet Idre Fjäll. Die Winterromantik findet allerdings ein jähes Ende, als Rosie auf der Piste einen Toten entdeckt. Bevor die Weihnachtsglocken läuten und der Schnee sich über das Verbrechen legt, müssen Cilla und Rosie herausfinden, warum der junge Mann in dieser eisigen Nacht sterben musste.
(Quelle: Penguinrandomhouse )

Meine Meinung

Zuerst möchte ich mich beim Bloggerportal und dem Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

Band 3 der „Cilla Storm“-Reihe.
(Kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden.)

Cilla würde Weihnachten gerne mit ihrem Freund Adam verbringen, aber der gute Mann verbringt die Festtage lieber auf Arbeit. Als ihre gute Freunde Zack und Jonathan spontan eine Skihütte kaufen, laden die beiden sie ein und Cilla ist vor Freude ganz aus dem Häuschen. Wenn Rosie noch mitkommt, ist Spaß garantiert, und so zieht das Quartett mit Hund los und ahnt nicht, was sie in dem kleinen Örtchen alles erwartet…
Cilla arbeitet immer noch für den Podcast und ist ständig auf der Suche nach neuen Kriminalgeschichte, die nicht schon mehrere Male durch den Kakao gezogen wurden. Das stellt sich als immer schwieriger heraus, da auch die Konkurrenz nicht schläft und scheinbar täglich Zuwachs hat. Ansonsten zieht sie Kriminalverbrechen immer noch an und die Beziehung zu Adam hat sich nicht weiterentwickelt.
Leider muss ich auch sagen, das ich sie mit jedem Band unsympathischer finde. Sie als weiblicher Hauptcharakter der Reihe rückt immer mehr in den Hintergrund – bestes Beispiel ist der zweite Handlungsstrang in diesem Buch. Für mich war Cilla hier nur die kleine Nebenstory, die für etwas Abwechslung sorgt.

Rosie hat in Cilla eine sehr gute Freundin gefunden, aber sie ist es gewöhnt Weihnachten alleine zu sein und sich niemanden aufzudrängen…aber das Angebot von Cilla die Festtage gemeinsam mit zwei weiteren Freunden in deren neuerworbenen Skihütte zu verbringen, klingt doch verlockend. Sie ist hin und her gerissen, springt aber am Ende über ihren Schatten und begleitet die Gruppe. Dass die ältere Dame dort jemanden über den Weg läuft, der Interesse an ihr bekundet und das sie selbstverständlich wieder ein Verbrechen in der Nähe erlebt haben, hätte Rosie allerdings nicht gedacht.
Rosis ist zum Glück nicht mehr so aufdringlich wie im ersten Band, aber dafür recht oberflächlich geworden. Sie ist kein Charakter mehr, der aus der Masse raussticht.

Zack und Jonathan stehen im dritten Band etwas mehr im Fokus als z.B. Cilla Freund Adam, der nur eine Randfigur ist – was ich schade fand. Aber zurück zu den anderen Liebespaar, meinem Highlight in dem Buch – Zack und Jonathan sind zwei herzensgute Menschen, die einen immer wieder zum Schmunzeln bringen.

Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann. Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht von Cilla, Rosie und weiteren Hauptcharakteren, was einen Einblick in die jeweilige Gefühls- und Gedankenwelt gibt.

Neben dem Ausflug von Cilla und ihren Freunden, gibt es einen zweiten Handlungsstrang, der knapp die Hälfte des Buches einnimmt. Hauptsächlich geht es hier um den 21-jährigen Sebbe, der dringend Geld braucht und für einen Monat persönlicher Assistent für den 17-jährigen Sohn einer wohlhabenden Familie spielen muss. Die Mutter Irene ist Krankenschwester und hat sich bisher um ihn gekümmert, aber für die nächsten Wochen mangelt es ihr an Zeit. Als Sebbe erkennt, wer der Sohn ist, fällt er aus allen Wolken und mit jedem Tag wird ihm klarer, das dort irgendwas nicht stimmt und würde am liebsten sofort wieder abreisen.

Nach einem enttäuschenden zweiten Band wollte ich der Reihe mit „Schwedischer Todesfrost“ eine zweite Chance geben, aber auch diese Geschichte konnte mich nicht für sich begeistern. Wieder kein Pageturner und für mich ist es jetzt glasklar: ich werde die Reihe nicht weiterverfolgen.
Die Handlung rund um Sebbe und seinen Job fand ich relativ langweilig und war am Ende froh als es endlich zu Ende war. Das Konstrukt rund um die Krankheit war zwar mal was anderes, was ich in dieser Art bisher kaum gelesen habe, aber leider vollkommen spannungslos geschrieben.
Es war zwar nett, dass die Geschichte rund um die Weihnachtszeit spielt und zu erfahren, was Cilla, Rosie, Zack und Jonathan während ihrer Zeit in der Skihütte anstellen…aber nach den beiden ersten Bänden der Reihe ist es doch eher enttäuschend, dass die beiden Frauen nur am Rande „ihren Ermittlungen nachgehen“ und das auch nur halbherzig wie ich fand.
Alles in allem der bisher schwächste Band, der sich nur wegen dem Setting in dem kleine Örtchen auf den zweiten Stern retten kann.

2 Sterne

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