Der Klang der Täuschung

Der Klang der Täuschung
 - Mary E. Pearson - Hardcover

Autor: Mary E. Pearson
Verlag: One
Seiten: 640
Erscheinungsdatum: 31. Januar 2019
Preis: 18,00€ als Hardcover und 9,99€ als eBook

Inhalt

Kazi ist auf den Straßen Vendas großgeworden und schlägt sich als Taschendiebin durch. Doch dann wird Königin Lia auf sie aufmerksam und betraut sie mit einer neuen Aufgabe: Als Mitglied der königlichen Leibgarde soll Kazi die Verräter ausfindig zu machen, die für den Großen Krieg verantwortlich sind. Es wird vermutet, dass sie bei einem feindlichen Rebellenvolk an der Landesgrenze Zuflucht gefunden haben. Doch als Kazi dort eintrifft und den jungen Anführer Jase kennenlernt, bringen Gefühle ihre Pläne durcheinander. Denn auch wenn ihr Kopf weiß, dass Jase ihr Feind ist, so kann sich ihr Herz nicht gegen ihn wehren …
(Quelle: Luebbe )

Meine Meinung

Band 1 der „Chroniken der Hoffnung“ – Reihe.

Kazi lebte mit ihrer Mutter in einem der schlimmsten Viertel von Venda und als ihre Mutter eines Nachts verschleppt wird, ist das kleine Mädchen auf sich selbst gestellt. Niemand hilft ihr und sie muss sich überlegen, wie sie an ihr Essen kommt – sie wird zu einer Diebin und mit den Jahren zu einer sehr raffinierten, die einen eigenen Spitznamen bekommt. Zehn, für zehn Finger – sie wurde noch nie beim Klauen erwischt. Eines Tages steht die Königin vor ihr und bietet ihr einen Job als Rahtan, als Leibgarde der Königin, an, den Kazi voller Herzblut ausübt. Zusammen mit Wren und Synové soll sie die Verräter finden, die den Großen Krieg ausgelöst haben…doch während ihrer Mission bekommt sie Gefühle für den Feind und muss sich entscheiden, welchen Weg sie gehen will.
Kazi kann ihre Vergangenheit nicht abschütteln und ist innerlich immer noch auf Rachefeldzug gegenüber dem Mann, der ihre Mutter verschleppt hat. Ihre Vergangenheit behält sie für sich und bindet sie niemanden auf die Nase, aber ihre Fähigkeiten fallen schneller auf als Gedacht und Sorgen für Misstrauen. Kazi war mir von Beginn an sympathisch – sie ist stark, schlagfertig und lässt sich einfach nicht den Mund verbieten. Sie macht was sie will und bringt sich auch mal in Teufelsküche.

Jase Ballenger, der neue Patrei, hat es nicht einfach – gerade ist sein Vater gestorben und nun ist er der Herrscher über sein Gebiet. Die Herausforderer kommen langsam aus ihren Verstecken gekrochen und Jase muss sich vorsehen. Als dann noch drei Frauen aus der Leibgarde der Königin auftauchen, und er mit einer von ihnen verschleppt wird, ist das Chaos perfekt. Doch wieder erwarten arbeiten die beiden Hand in Hand, gewöhnen sich aneinander und schließlich gibt Jase sie als seine neue Herzdame an…
Jase hat alle Hände voll zu tun mit seiner neuen Rolle, auf die er zwar vorbereitet wurde, aber die trotzdem alles von ihm abfordert. Kazi fällt ihm sofort auf, aber er ist sich auch sicher, das sie für Ärger sorgen wird, wenn sie den Raum dazu bekommt. Was mir an ihm gut gefallen hat, war seine Leidenschaft für seine Geschichte und Vergangenheit – dieses Volk ist stolz auf das, was sie erschaffen haben und würden es verteidigen bis sie sterben.

Auch die vielen Nebencharaktere konnten mich überzeugen und ich bin gespannt, welche im zweiten Teil wieder auftauchen und wie es mit ihnen weitergeht.

Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann. Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht von Kazi und Jase, was einen guten Einblick in die jeweilige Gefühls- und Gedankenwelt gibt.

Ich wusste im Vorfeld nicht, das dieses Buch ein Spin-Off zu „Die Chroniken der Verbliebenen“ ist, was man hätte vielleicht etwas deutlicher kennzeichnen können. Anfangs hatte ich ein paar kleine Schwierigkeiten in die Geschichte rein zukommen, aber das legt sich schnell wieder – man braucht nicht zwingend Vorkenntnisse der anderen Reihe um alles zu verstehen, das ist zumindest mein Eindruck.
Ich bin eigentlich kein großer Fan dieses Genres, aber trotzdem konnte mich die Handlung packen und ich habe das Buch an einem Abend durchgelesen. In Vordergrund steht hier nicht die Liebesgeschichte um Jase und Kazi, was ich gut fand, sondern eher das Leben in dieser – für mich – neuen Welt und den verbundenen Schwierigkeiten. Natürlich ist klar, das Jase und Kazi am Ende auf irgendeine Art und Weise zusammen kommen, aber der Weg dahin ist sehr amüsant und die Königin sorgt für ein gelungenes Ende.
Ich freue mich schon auf den nächsten Band, aber davor werde ich erst mal „Die Chroniken der Verbliebenen“ lesen.

🌟🌟🌟🌟🌟 Sterne

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