Entführt – Zwischen Himmel und Wind

Entführt - Zwischen Himmel und Wind (Louisa & Brendan 3) von [Olsen, Mila]

Autor: Mila Olsen
Verlag: Independently published
Seiten: 303
Erscheinungsdatum: 11. März 2018
Preis: 10,90€ als Taschenbuch und 2,99€ als eBook
(Kindle Unlimited kostenlos)

Inhalt

Genau ein Jahr, nachdem Bren Lou in den Yukon entführt hat, treffen sie sich auf dem Campingplatz des Nationalparks wieder. Ein Sommer voller Sonne und Freiheit liegt vor ihnen, doch nichts ist so leicht, wie Lou es sich vorgestellt hat. Die Schatten der Vergangenheit sind allgegenwärtig, denn Bren ist immer noch nicht gesund, und auch Lous Brüder stellen sich ihnen mit aller Macht in den Weg. Ethan ist fest entschlossen, die beiden zu trennen.
Als Lou bedingungslos zu Bren hält, beschwört sie eine Katastrophe herauf. Schon bald wird aus dem Sommer voller Träume eine wilde Hetzjagd und ein Kampf auf Leben und Tod …
(Quelle: Amazon )

Meine Meinung

Band 3 der „Louisa und Brendan“ – Reihe.

Louisa freut sich auf die Zeit mit Brendan und hat in Briefen ihren Brüdern die Wahrheit erzählt. Nur einer wusste bisher davon und dieser hilft ihr bei dem Vorhaben. Obwohl er alles über die Sache weiß, geht er Brendan nicht allzu wütend entgegen. Was mich gewundert hat – ich hätte Brendan an seiner Stelle eine verpasst. Lange machte sich Louisa keine Sorgen über den Sommer, aber je näher sie dem Camper kommt, umso deutlicher werden die schlechten Erinnerungen, die sie mit allem verbindet. Die Aufschrift am Wagen, ihre alten Klamotten oder die Halterungen für die Ketten – es lässt sie nie in Ruhe. Obwohl sich Brendan scheinbar verändert hat, hat sie nach seinem Verhalten gegenüber anderen Männern wieder etwas Angst, die sie ihm aber nicht zeigt. Und irgendwann können sie die gemeinsame Zeit genießen…bis ihre Brüder auftauchen und sie „entführen“.
Louisa würde für Brendan bis ans Ende der Welt gehen, immer auf der Flucht sein. Auch wenn sie manchmal vor ihm Angst hat – ohne ihn hätte sie keinen Sinn zum Leben mehr. Selbst ihre Brüder verlässt sie ohne mit der Wimper zu zucken, um wieder bei ihm zu sein. Ich kann es nicht wirklich nachvollziehen, da ich zwar die Leidenschaft sehen, es mir zwischen ihnen irgendwie an Liebe mangelt.

Brendan war / ist in Therapie und versucht sein Leben wieder vollkommen in den Griff zu bekommen, aber manchmal sind die Triggerpunkte einfach zu stark und es bricht aus ihm heraus. Besonders häufig, wenn sich ein Mann seinem Mädchen nähert, da sieht er sofort rot und rastet aus. Zum Leidwesen von Louisa, die dieser Zug immer aufregt. Das es für alles andere als einfach ist wieder zurück im Wohnwagen zu sein, bedenkt er nicht. Ihn freut es nur, das sie endlich wieder vereint sind und viel gemeinsame Zeit haben. Für die Sorgen der Brüder hat er Verständnis, aber er würde niemals sein Mädchen freiwillig rausrücken…doch dann greifen sie zum Äußersten und es bleibt nur eine Chance: Flucht.
Brendan war mir hier schon deutlich sympathischer als im ersten Band, aber seine Ausraster und Aussagen brachten selbst mich auf die Palme. Louisa verzeiht ihm immer wieder, etwas das ich überhaupt nicht verstehen konnte. Aber sie sieht scheinbar in ihm etwas, das mir verborgen blieb.

Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann. Erzählt wird aus der Sicht von Louisa, was einen Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt gibt.

Mich konnte der erste Band auch schon nicht vollkommen überzeugen und dieser kann es ebenfalls nicht. Leider. Die Idee, das Louisa und Brendan einen Sommer gemeinsam verbringen und dabei einige Probleme zu bewältigen haben, ist nicht schlecht. Das sich endlich mal die Brüder einmischen, fand ich sehr gut – denn das machen nun mal große Brüder. Das Louisa und Brendan am Ende auf der Flucht sind, fand ich nicht so gelungen – auch wenn es sich nach einer abenteuerlichen Tour anhört. Das man am Ende dann noch die Ureinwohner mit ins Boot holt, fand ich dann doch zu „klischeehaft“. Diese Passage hätte es für mich nicht gebraucht – man hätte die beiden Flüchtigen auch einfach durch Zufall finden können.
Alles in allem eine nette Fortsetzung, die mich aber (vorerst) eher nicht zum Weiterlesen animiert.

🌟🌟🌟 Sterne

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