Unser Licht gegen die Dunkelheit

Unser Licht gegen die Dunkelheit (Narbensohn 1) von [D. Mon, Mika]

Autor: Mika D. Mon
Verlag: Independently published
Seiten: 492
Erscheinungsdatum: 12. Dezember 2018
Preis: 14,99€ als Taschenbuch und 5,99€ als eBook
(Kindle Unlimited kostenlos)

Inhalt

Helena ist jung, liebt Bücher und Schokolade über alles und glaubt trotz ihrer schweren Vergangenheit fest an das Gute im Menschen. So auch an das von Schwerverbrecher Liam Winterfeld, den sie durch Recherchen zu ihrem ersten eigenen Buch im Gefängnis kennenlernt. Seine blauen Augen und seine frechen Antworten faszinieren sie trotz seiner kalten und abweisenden Art sofort. Es muss einen Grund geben, warum er so ist und Helena ist fest entschlossen, ihn herauszufinden. 

Liam ist seit sieben Jahren in Haft und seine Freilassung steht endlich kurz bevor. Er weiß ganz genau, was er will: Rache. Darauf hat er jahrelang gewartet. Alles ist geplant. Doch dann tritt sie in sein Leben und bringt ungefragt ein Licht in seine Dunkelheit, das er gar nicht sehen will. Plötzlich steht alles auf dem Spiel. Seine Rache. Sein Leben. Ihr Leben. 
(Quelle: Amazon )

Meine Meinung

Band 1 der „Narbensohn“ – Reihe.

Helena will während des Studiums eine Buch über junge Straftäter schreiben und den Leuten zeigen, das diese überhaupt nicht so böse sind, wie man glaubt. Ihr Vater und ihr kleiner Bruder unterstützen sie nicht wirklich bei ihrem Vorhaben, bringen sie aber auch nicht davon ab. Bis zum letzen Insassen, den sie interviewen will, läuft alles ohne Probleme. Aber Liam ist anders und Helena verguckt sich Widerwillen in den jungen Mann. Nach seiner Entlassung hört sie nichts von ihm, bis sie ihm vor die Füße läuft und Zeugin einer Straftat wird. Liam entführt sie, schließt sie im Keller ein und schnell wird Helena klar, das sie überhaupt nicht vor Liam fliehen will, sondern lieber bei ihm bleiben will und ihm von seinem Plan abbringen möchte…
Helena ist eine naive und gutgläubige junge Frau, die zwar von der Mutter geschlagen wurde, aber danach nie wieder mit Gewalt in Berührung gekommen ist. Obwohl sie genau sieht, wie Liam in Aktion ist, bringt sie ihm so viel Vertrauen entgegen, das es schon unglaubwürdig ist.

Liam hat es fast geschafft – seine Strafe ist zu Ende und er darf wieder in die Freiheit. Hat auch schon einen genauen Plan, wie alles ablaufen soll, denn er will immer noch seine Rache, die er nicht bekommen hat. Nur darf davon niemand wissen, bis ihm die Neuautorin Helena wieder vor die Füße läuft und er sie kurzer Hand entführt. Lange lässt er sie im Keller leben, bis sie ihn schließlich überzeugt in „Freiheit“ zu leben. Liam hatte bisher kein schönes Leben und als Kind musste er unter den Neigungen seines Vaters leiden und eine Freundin seelisch verletzen. Lange beugt er sich seinem Erzeuger bis es ihm reicht und er selbst austeilt…und im Knast landet.
Liam ist ein vollkommen widersprüchlicher Mensch, mal lieb und nett und dann wieder voller Gewalt und Hass. Nur Helena kann ihn dann von diesem Trip wieder runterbringen, was es für sie nicht immer ungefährlich macht. Schon im Gefängnis verguckt er sich in die Jungautorin, will aber nicht von seinem Plan abweichen. Ich kann mich bis jetzt immer noch nicht entscheiden, ob ich ihn nicht ein wenig mag oder doch überhaupt nicht. Das was Helena in ihm sieht, kann ich nicht sehen und das ist wohl der ausschlaggebende Punkt, warum ich nicht mit ihm warm wurde.

Daniel ist einer der Justizvollzugsbeamten, die in dem Gefängnis arbeiten, in dem Liam einsitzt. Liam und Daniel kennen sich schon seit der Zeit vor dem Knast und auch innerhalb verlieren sie nicht den Kontakt zueinander, weil Daniel für Liam zuständig ist. Er würde alles für seinen Freund machen und erkennt auch, das Liam was an Helena liegt – so wie auch ihm selbst. Daniel macht einen sympathischen Eindruck, aber ich habe mir immer die Frage gestellt, ob diese Konstellation in der realen Welt überhaupt erlaubt ist. Natürlich ist ein Roman Fiktion, aber trotzdem.
Anna ist eine Kindheitsfreundin von Liam, die beiden Vater waren befreundet, und sie mussten gemeinsam vor der Kamera stehen. Liam musste sie berühren, über viele Jahre. Als Liam in den Knast wandert, verliert Anna den Kontakt, bis sie ihn nach seiner Entlassung wieder um Hilfe bittet. Anna macht einen netten Eindruck und es ist bewundernswert, wie sie mit allem umgegangen und nicht verrückt geworden ist.

Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann. Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht von Helena und Liam, was einen Einblick in die jeweilige Gefühls- und Gedankenwelt gibt.

Die Geschichte war für mich ein Auf und Ab – mal gefiel sie mir und dann gab es wieder Abschnitte, die mir nicht so zugesagt haben. Ich war mir von Anfang an bewusst, das es vielleicht nicht mein Buch werden würde, denn die Beziehung um Liam und Helena ist alles andere als normal und alltäglich. Während ich nur ungläubig dem naiven Mädchen zuschauen konnte, wurde mir dann immer mehr klar, das mir die Grundhandlung einfach nicht gefällt. Aber das ist Geschmackssache. Das Helena Liam „umdreht“ war zu erwarten und die „Auflösung“ war gelungen und das Ende authentisch.

🌟🌟🌟 Sterne

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