Der Preis deines Herzens

Der Preis deines Herzens: Roman von [Sheridan, Mia]

Autor: Mia Sheridan
Verlag: Piper
Seiten: 432
Erscheinungsdatum: 03. Juli 2018
Preis: 10,00€ als Taschenbuch und 9,99€ als eBook

 

Inhalt

Ein Deal, der perfekt sein könnte. wenn die Liebe nicht wäre …

Kira ist jung, hübsch – und obdachlos. Aufgewachsen als Tochter aus reichem Hause, steht sie nach einem Streit mit ihrer Familie nun mittellos auf der Straße. Ihre einzige Hoffnung ist das Erbe ihrer Großmutter. Doch das wird erst ausgezahlt, wenn Kira dreißig Jahre alt wird oder heiratet. Da geht sie mit ihrer flüchtigen Bekanntschaft Grayson einen wagemutigen Deal ein — sie heiraten und ziehen auf ein altes Weingut. Doch dort drohen nicht nur Kiras Dämonen ihrer Vergangenheit alles durcheinanderzubringen, sondern auch leidenschaftlich aufflammende Gefühle.
(Quelle: Piper )

 

 

Meine Meinung

Zuerst möchte ich mich bei NetGalley und dem Piper Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

Kira hat gerade ihre geliebte Großmutter verloren und muss dringend an das Geld kommen, damit eines ihrer wohltätigen Projekte nicht geschlossen wird. Als sie in der Bank durch Zufall ein Gespräch belauscht, kommt ihr die geniale Idee: sie heiratet einen Mann und überlässt ihn als Dank die Hälfte des Erbes, damit er auch wieder auf die Beine kommt. Sie möchte das wiedergutmachen, was der Vater dem Mann vor Jahren angetan hat. Also macht sie sich auf den Weg zum Weingut und versucht dem unbekannten Mann ihre Idee schmackhaft zu machen. Gray stimmt nach einiger Überlegung zu und die beiden heiraten. Die beste Freundin von Kira ist alles andere als begeistert und ahnt schlimmes: wenn sich Kira in den Mann verliebt, dann geht es für sie böse aus und sie endet wieder mit einem gebrochenen Herzen, so wie beim letzten Mal…
Kira ist vollkommen anders als sie von den Medien dargestellt wird und das merkt man auf den ersten Blick. Sie macht sich nichts aus Luxus und viel Geld, auch wenn sie natürlich weiß, das viel Geld eine Sicherheit ist und man damit leichter leben kann. Das es auch anders geht, sieht sie bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit. Sie kommt mit Menschen zusammen, die am Ende sind oder mit Kindern, die es nicht einfach haben. Kira gibt ihnen viel von ihrer Zeit und versucht so viel wie möglich für sie zu tun, auch wenn es nur ihre Hilfe und Geldspenden sind, die das Haus am Ende retten. Kira muss man einfach mögen, auch wenn sie es einem auch nicht immer einfach macht – sie benimmt sich oft sehr kindisch. So sind auch ihre Reaktionen auf das Verhalten von Gray, der sie gerne mit Worten verletzt. Trotzdem überschüttet sie ihn mit Liebe – auch wenn sie weiß, das ihr am Ende vielleicht weh getan wird.

Gray saß fünf Jahre im Gefängnis und seit dem mag ihn die Gemeinschaft nicht mehr sonderlich. Er bekommt keinen Kredit und die Einwohner versuchen ihn subtil rauszuekeln. Doch Gray hat ein hartes Fell – dank seinem Vater und seinen brutalen Aktionen – und lässt sich nicht unterkriegen. Er will das Weingut wieder den alten Glanz einhauchen, doch momentan scheitert es am nötigen Kleingeld. Seine Rettung scheint Kira zu sein, die ihm die Hälfte ihres Erbes anbietet. Er stimmt zu und ahnt schon, das es keine leichte Zeit sein wird. Seine Frau reizt ihn bis auf das Blut und es dauert einige Zeit, bis ihm bewusst wird, das er sich Hals über Kopf in sie verliebt hat. Er versucht seinen Charme einzusetzen, doch Kira scheint halbwegs immun zu sein – Gray kommt einen Schritt voran und muss dann wieder zwei zurückgehen…
Gray macht es einem nicht leicht ihn zu mögen – sein Verhalten ist verletzend und er zeigt seine Liebe nicht so offen, wie er es vielleicht tun sollte. Sein Verhalten kann man nicht immer nachvollziehen, weil es sehr impulsiv ist. Er kündigt mal eben Charlotte, die sich nicht beirren lässt oder lässt seine Wut an Kira aus, wenn etwas nicht so läuft, wie es sollte.

Walter und Charlotte waren für mich das Highlight in der Geschichte – die beiden sind die gute Seele des Hauses und waren Gray ein Elternersatz, auch wenn der es nie wirklich bemerkt hat. Sie stehen ihm zur Seite, waschen ihm aber auch den Kopf, wenn er etwas macht, das nicht richtig war. Ein tolles Team, ein tolle Paar!

Der Schreibstil ist schlich und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann. Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht von Kira und Gray, was einen Einblick in die jeweilige Gefühls- und Gedankenwelt gibt.

„Der Preis deines Herzens“ ist eine süße Liebesgeschichte, aber für mich gab es einige Punkte, die mir nicht unbedingt gefallen haben. Das Verhalten von Kiras Vater und Cooper war abzusehen, das Kira ja immer etwas in diese Richtung erwähnt hat, aber es dauert recht lange bis etwas passiert. Und dann wird es innerhalb von wenigen Seiten abgehandelt und aufgelöst. Die Aktion rund um die Auflösung fand ich ok, aber richtig nachvollziehen konnte ich es nicht – so wie übrigens auch die Story rund um die Stiefmutter. Da hätte ich mir mehr Spannung und Drama gewünscht, wenn es für Kira schon immer so wichtig und präsent war.

🌟🌟🌟 Sterne

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