The Wife Between Us: Wer ist sie wirklich?

Autor: Greer Hendricks & Sarah Pekkanen
Verlag: Rowohlt Polaris
Seiten: 448
Erscheinungsdatum: 15. Mai 2018
Preis: 12,99€ als broschierte Ausgabe und 9,99€ als eBook

 

Inhalt

Vanessa: Das perfekte Leben, das war einmal. Seit der Scheidung von Richard ist sie ein Wrack. Nur ein Gedanke hält sie aufrecht: seine Hochzeit mit der anderen zu verhindern.
Nellie schwebt im siebten Himmel: Ausgerechnet sie, die alles andere als ein aufregendes Leben führt, hat sich der attraktive, charismatische Richard ausgesucht. Alles wäre perfekt, gäbe es da nicht Dinge, die aus dem neuen Heim verschwinden. Und diese Frau, die sie beobachtet.
Emma: «Ich weiß, du wirst mir nicht glauben, aber du musst die Wahrheit über Richard erfahren.» So beginnt der Brief, den sie eines Tages erhält. Emma ist skeptisch, jeder weiß, dass Nellie von Richard besessen ist. Und wohin das führen könnte …
(Quelle: Klappentext)

 

Meine Meinung

Zuerst möchte ich mich beim Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

Vanessa wurde von Richard verlassen und seit dem ist ihre Welt aus dem Gleichgewicht geraten. Sie wohnt bei ihrer Tante und arbeitet als Verkäuferin, was alles andere als leicht ist. Vanessa hat ein Problem mit dem Alkohol und will ihre Nachfolgerin vor Richard warnen – was ihr mehr schlecht als recht gelingt. Wie weit wird Vanessa wohl gehen, um eine unschuldige Person zu retten?
Vanessa tat mir zu Beginn einfach nur leid – Richard hat dafür gesorgt, das sie psychisch labil wird und niemand ihr Gehör schenkt. Er lässt sie als Trinkern und Versagerin vor seinen Kollegen und Gästen stehen – ihn sieht man als Unschuldslamm, das sich mit Vanessa rumplagen muss. Sie war zu Beginn seine große Liebe, aber am Ende stellte sie sich als Enttäuschung heraus. Doch Vanessa hat eines in dieser Zeit gelernt und das setzt sie gekonnt ein – mein Highlight in ihrer Entwicklung.

Nellie lernt Richard auf einen Flug kennen und verliebt sich in den charmanten Mann. Ihre Mitbewohnerin und Freundin Sam ist alles andere als begeistert Nellies Wahl, aber diese ist unbeirrt. Obwohl sie an ihrem Job als Kindergärtnerin hängt, wird sie ihn in Zukunft nicht mehr ausüben können – so wie auch ihren Kellnerjob. Richard möchte es nicht, Nellie glaubt mit rosaroter Brille seinen guten Absichten und fügt sich ihrem Schicksal. Doch seit sie mit Robert liiert ist, hat sie das Gefühl beobachtet zu werden…die Angst wird immer größer. Bildet sie sich das alles nur ein?
Ich hielt Nellie von Beginn an für die Böse in der Geschichte und ihr „Geheimnis“ hat mich wirklich überrascht. Das hätte ich nicht erwartet.

Richard ist der Mann von Vanessa, der unter dem Verlust seiner Eltern leidet, und engen Kontakt zu seiner Schwester hat. Seine Frauen müssen nett mit ihr umgehen – Kritik nicht erwünscht. Von Berufswegen ist er viel unterwegs und lässt seine Frauen oft alleine, lässt sie aber immer wissen, wo er ist und fragt nach, was sie gerade tun. Auch wenn er nur ein paar Häuser entfernt ist – er will die Kontrolle über seine Frauen.
Wenn sie nicht das machen, was er will, dann lässt er es sie spüren und spielt anschließend wieder den armen Jungen, der keine Eltern mehr hat…
Richard ist mit Abstand der unsympathischste Charakter in diesem Buch – ein richtiger Arsch. Für mich stand außer Frage, das er der Verursacher aller Probleme ist und allen das Leben schwer macht.

Über Emma kann man nicht zu viel verraten, weil man unnötig spoilern würde. Kurz gesagt: sie ist Richards Sekretärin und immer mit dabei. Emma ist auch einer der Punkte, die mir nicht gefallen haben. Sie taucht erst recht spät in der Geschichte auf und ihr Part ist recht schnell erzählt. Für mich hätte es sie nicht wirklich geben müssen, auch wenn sie ein Resultat ist. Man hätte Emma mehr in den Mittelpunkt drängen sollen – vielleicht wäre dann etwas Spannung aufgekommen, die eindeutig gefehlt hat.

Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann. Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht von Vanessa, Nellie und Emma.

Ich habe mich mit der Geschichte unglaublich schwer getan, da es des öfteren als Thriller betitelt wurde, sodass ich mit einer gewissen Erwartungshaltung ran gegangen bin. Für mich war es am Ende nur ein Buch über ein Beziehungsdrama, das langatmig erzählt wurde. Mit den Charakteren, bis auf Vanessa, wurde ich einfach nicht warm und ich konnte ihre Gedankengänge und Handlungen nicht zwangsläufig so einfach nachvollziehen. Der Klappentext führt auch bewusst in die falsche Richtung, was der Spannung zu Beginn zuträglich war, aber auch schnell für Langeweile sorgte: „Wann taucht Emma endlich auf?“ – das war die Frage, die ich mir fast nach jedem Kapitel gestellt habe.
Ein weiterer Punkt, der mir nicht vollkommen zugesagt hat, waren sie Zeitsprünge zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart – irgendwann waren sie nur noch ermüdend und hielten einen auf. Das war mein Eindruck.
Alles in allem konnte mich „The Wife Between Us“ nur in Ansätzen überzeugen, was ich wirklich schade fand. Vanessa war einer der Gründe, warum ich das Buch nicht abgebrochen habe – ich wollte wissen, wer sie ist, warum es alles bergab lief und warum sie so einfach davongekommen ist.

🌟🌟🌟 Sterne

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