Licht in tiefer Nacht

Autor: Nora Roberts
Verlag: Diana
Seiten: 544
Erscheinungsdatum: 25. September 2017
Preis: 19,99€ als Hardcover und 15,99€ als eBook

 

Inhalt

Sein Lächeln war freundlich, seine Augen dunkel. Ihr größter Fehler war, ihm zu vertrauen.

Die prächtige Bodine Ranch in Montana ist seit Generationen ein familiengeführtes Gestüt. Unter der erfolgreichen Leitung der jungen Bodine Longbow wurde das Anwesen zu einem beliebten Feriendomizil ausgebaut. Doch so lange Bodine denken kann, liegt ein dunkler Schatten über diesem idyllischen Ort. Ihre Tante Alice lief mit achtzehn fort und wurde nie wieder gesehen. Was niemand von den Longbows ahnt: Alice lebt. Nicht weit von ihrer Heimat entfernt, ist sie Teil einer Familie, die sie nicht selbst gewählt
hat …
(Quelle: Klappentext)

 

Meine Meinung

Zuerst möchte ich mich beim Bloggerportal und dem Diana Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

Bodine leitet das Resort der Familie, während die Brüder das Gestüt / die Ranch unter sich haben. Jeder ist Experte auf seinem Gebiet und arbeitet hart für den Erfolg. Bei Bodine geht es auf Kosten ihres Privatlebens – sie ist Vollzeit-Chefin und hat immer ein offenes Ohr für die Mitarbeiter oder die Kunden / Besucher. Die junge Frau würde sich am liebsten um jedes kleines Detail kümmern, doch zum Glück lässt sie sich ab und zu bremsen. Als Callen wieder da ist, merkt sie, wie sehr ihr der Kontakt zu einem Mann gefehlt haben, doch bevor sie sich genügend Zeit widmen können, stolpern sie über eine Leiche und heißen ein Familienmitglied willkommen…
Bodine ist ein Arbeitstier, stark und zäh. Was aber auch kein Wunder ist, denn sie wurde in ein Familienunternehmen rein geboren und weiß, wie der Hase laufen muss, damit alles reibungslos abläuft. Sie ist ihren Mitarbeitern eine aufmerksame Chefin, aber zeitgleich auch eine Freundin, die immer ein offenes Ohr hat und für Anregungen oder Verbesserungen immer ein Lob hat. auch für ihre Brüder. Man muss sie einfach mögen.

Callen Skinner kennt die Familie Longbow seit seiner Kindheit und gehört fast schon zu den Kindern / Enkeln. Sie wachsen gemeinsam auf und kaum volljährig ruft Callen die weite Welt. Er lebt ein gutes Leben und landet schließlich als Pferde-Trainer in Hollywood. Nun kehrt er zurück und gleich fangen wieder die Funken an zu sprühen – schließlich hatte er schon immer Gefühle für Bodine. Doch es kommt alles anders, durch Umstände wird sie seine Chefin und die beiden geben sich ein halbes Jahr Zeit, bevor sie sich treffen und möglicherweise zusammen kommen. Doch dann gerät er in den Mittelpunkt von Polizeiermittlungen…
Callen schließt man schnell in Herz – so wie auch sein Pferd, welches mein größter Liebling in diesem Buch war. Er liebt Tiere und die Familie Longbow – die Söhne sind seine besten Freunde. Also kein Wunder, das er den Weg zurückgefunden hat.

Alice hatte als Kind und Jugendliche das Gefühl, nicht wirklich auf die Ranch zu passen. Das wäre das Leben der Schwester, aber nicht das eigene – sie rebelliert und geht schließlich weg. Von der Heimat und der Familie, bis das Geld knapp wird und sie reumütig zurückkehren möchte und dabei entführt wird. Jahrelang lebt sie bei einem gewalttätigen Mann und beginnt sich irgendwann als seine Frau zu führen. Sie macht den Haushalt und kommt nicht damit klar, als sie die Möglichkeit hat zu fliehen…
Ich habe lange gebraucht, über die Jahre bin ich mit Alice warm geworden bin, aber richtig sympathisch wurde sie mir erst mit ihrer Rückkehr auf die Familienranch.
Sie ist eine starke Frau, die alle für sich einnimmt – es ist so schön zu lesen und erleben, wie sie sich wandelt. Wirklich sehr authentisch dargestellt.

Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann.
Erzählt wird aus der Sicht von Bodine, Callen, Alice und weiteren Charakteren, was einen guten Einblick in die jeweilige Gefühls- und Gedankenwelt gibt.
Man erlebt unterschiedliche Blickwinkel und das hat mir gut gefallen.

Mir hat „Licht in tiefer Nacht“ wirklich gut gefallen, auch wenn es mich sehr stark an meinen Lieblingsroman („Der weite Himmel“) der Autorin erinnert. Beide spielen in Montana und haben eine sehr detailreiche Darstellung der Natur und der Nebenpersonen. Auch die Hauptfiguren ähneln sich in manchen Punkten ein wenig.
Was mich aber sehr enttäuscht hat, was der oberflächliche Thrillerhauch, der durch die Geschichte weht. Die Zusammenfassung macht den Eindruck, das hier mit viel Spannung zu rechnen ist. Nora Roberts kann überragende Liebesgeschichten mit Thillerelementen schreiben, aber hier hat sie für mich auf ganzer Linie versagt. Ich hatte schnell eine Vermutung, die sich auch bestätigt hat.
Was mir auch negativ aufgefallen ist, das  die innenseitige Zusammenfassung in einem Punkt nicht zum Inhalt passt – „…steht plötzlich eine verstörte Frau vor der Tür…“. So kommt Alice nicht zur Familie zurück. Aber dafür kann die Geschichte an sich ja nichts. Insgesamt ist es ein schöner Familienroman, in dem Liebe, Vertrauen und Hoffnung eine große Rolle spielen.

Von mir gibt´s eine Lese- und Kaufempfehlung.

🌟🌟🌟🌟 Sterne

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