Wildblumensommer

Wildblumensommer

Autor: Kathryn Taylor
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 400
Erscheinungsdatum: 28. Juni 2017
Preis: 9,90€ als Taschenbuch und 8,90€ als eBook

 

Inhalt

Zoe steht vor einer schweren Entscheidung: Eine hochriskante OP soll ihr Leben retten. Spontan beschließt sie noch einmal nach Cornwall zurückzukehren, denn dort erlebte sie vor vierzehn Jahren ihr größtes Glück – und ihren schlimmsten Albtraum. Nun endlich will sie die Geheimnisse jenes Sommers klären. Erneut trifft sie auf ihre große Liebe Jack, erneut schöpft sie Hoffnung auf ein Leben an seiner Seite. Aber die Schatten der Vergangenheit drohen auch ihre Zukunft zu zerstören …
(Quelle: Klappentext)

 

Meine Meinung

Zoe ist mit Phillip verlobt und arbeitet als Geschäftsführerin im Unternehmen des Vaters. Nach einem Sturz, bei dem sie sich eine Gehirnerschütterung zuzieht, kommen Ungereimtheiten auf, die bei weiteren Untersuchungen geklärt werden sollen. Es stellt sich heraus, das sie ein Aneurysma in ihrem Kopf hat, das eine tickende Zeitbombe ist. Da Zoe in letzter Zeit viel an Jack und ihren verstorbenen Bruder Chris denken muss, macht sie kurzfristig Urlaub bis zu OP. Von der keiner aus ihrer Familie weiß.
Zoe nimmt Kontakt zu Rose, der Schwester von Jack auf und bittet sie um eine Unterkunft. Dort angekommen recherchiert Zoe um die Rätsel um Chris Tod zu ergründen und trifft nach vielen Jahren wieder auf Jack…
Ich bin mit Zoe nicht warm geworden, was an ihrer kühlen und reservierten Art lag. Sie wurde mir während der gesamten Zeit nicht sympathisch und ihre Trauer um den Tod des Bruders konnte ich ihr nicht vollkommen abnehmen. Ihr Ende habe ich mir vollkommen anders vorgestellt, denn ihre Vorsicht gegenüber der Gefahr ist nicht vorhanden. Ein endgültiges Ende hätte für mich besser gepasst, aber das ist Geschmackssache.

Jack ist nach dem Tod von Chris nach Kanada gezogen und ist seit seinem letzten Brief an Zoe, der unbeantwortet geblieben ist, sauer auf sie und möchte ihr nie wieder begegnen. Als seine Frau bei einem Autounfall verstorben ist und er mit seinem Sohn William alleine ist, kehrt er zurück nach Cornwall. Während er sich gut wieder einlebt, kommt William nicht in seinem neuen Leben an und trifft auf einen seiner Spaziergänge auf Zoe, mit der er sich gut versteht. Durch Zufall bemerkt Jack diese Begegnung und die Enttäuschungen und die Wut kommen ans Tageslicht.
Mit Jack wurde ich relativ schnell warm, auch wenn mich seine Verschwiegenheit bezüglich der Mutter seines Sohnes und die Umstände ihrer Trennung gestört hat. Er nimmt sie in Schutz, obwohl sie die Böse war.

Rose kann Zoe keine Hütte anbieten, schlägt ihr aber einen Tausch vor. Zoe zieht in ihr Haus und Rose in die Villa von Zoes Familie in London. Die Mutter von drei Kindern möchte gerne abschalten und vielleicht einen Mann kennen lernen, der ihr ein paar schöne Stunden schenkt…
Mir gefiel Rose unglaublich gut und sie war mir von der ersten Seite an sympathisch. Sie ist ihren Kindern eine gute Mutter, stellt nur leider ihre Bedürfnisse hinten an. Nebenbei arbeitet sie in der Pension der Mutter und entwirft Mode, die im Ort bei ihrer kleinen Schwester im Laden verkauft wird.

Simon braucht dringend eine Zusage von Zoe, damit die Familienvilla von einem möglichen Kaufinteressenten besichtigt werden kann. Aus ihm unbekannten Gründen kann er die junge Frau nicht erreichen und macht sich auf den Weg zu Villa – und trifft dort auf Rose, die zur selben Zeit eintrifft. Sie wimmelt ihn ab und meldet sich bei Zoe. Abends kommt er mit Take Away – Essen bei Rose an und möchte sie näher kennenlernen…
Zu Beginn wurde ich nicht schlau aus Simon und ich habe die ganze Zeit gedacht, das er ein falsches Spiel mit Rose spielt und sie nur dazu benutzt, um an Zoe ranzukommen und die Villa zu verkaufen. Erst gegen Ende ihrer gemeinsamen Zeit in London wusste ich dann, was er wirklich empfindet.

Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann.
Erzählt wird aus der Sicht von Zoe, Jack und Rose, was einen guten Einblick in die jeweilige Gefühls- und Gedankenwelt gibt.

Als Jugendliche habe ich die Colors of Love – Bücher geliebt und als vor einiger Zeit die Daringham Hall-Reihe erschienen ist, war ich ebenfalls begeistert. Umso größer war die Vorfreude auf „Wildblumensommer“, welche mir beim Lesen aber schnell vergangen ist. Die Geschichte um Zoe und Jack  konnte mich nicht wirklich packen und die Emotionen der Charaktere gingen vollkommen an mir vorbei.
Zoe handelt rücksichtslos – die Gefühle anderer sind ihr egal und ich hätte ihr ein endgültiges Ende gewünscht. Was wirklich selten bei mir vorkommt.
Die Geschichte plätschert dahin und es passieren kaum Überraschungen. Nur eine größere Wendung gibt es, im Bezug auf Chris und die Umstände seines Todes. Aber diese wirkte für mich zu konstruiert und gestellt.
Die Liebesgeschichte von Simon und Rose konnte das Buch auf drei Sterne retten, weil diese für mich am natürlichsten und realistischen wirkte.

Von mir gibt´s nur eine Leseempfehlung, falls euch das Buch bei einem Büchereibesuch über den Weg läuft. Selbst oder für Freunde würde ich es nicht kaufen.

🌟🌟🌟 Sterne

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