Und damit fing es an

Autor: Rose Tremain
Verlag: Insel Verlag
Seiten: 333
Erscheinungsdatum: 08. August 2016
Preis: 22,00€ als Hardcover, 11,99€ als Taschenbuch
und 18,99€ als eBook

 

Inhalt

Gustav Perle ist ein zurückhaltender Mann. Er wuchs in den 1940er-Jahren allein bei seiner Mutter Emilie in ärmlichen Verhältnissen im schweizerischen Matzlingen auf – und schon damals hat er gelernt, nicht zu viel vom Leben zu wollen. Als Anton in seine Klasse kommt, ein Junge aus einer kultivierten jüdischen Familie, hält mit ihm auch das Schöne in Gustavs Leben Einzug. Anton spielt Klavier, und seine Familie nimmt Gustav sonntags mit zum Eislaufen. Emilie sieht das nicht gerne, lebt sie doch in der Überzeugung, dass die Bereitschaft ihres verstorbenen Mannes, jüdischen Flüchtlingen zu helfen, letztlich ihr gemeinsames Leben ruiniert hat. Doch Anton ist alles, was Gustav braucht, um glücklich zu sein. Umso härter trifft es ihn, als Anton – beide sind längst erwachsen – Matzlingen verlässt, weil er seine große Chance als Pianist wittert. Gustav widmet sich seinem Hotel Perle, das er inzwischen mit Erfolg führt – doch er ist einsam und verspürt eine große Leere in seinem Leben. Bis Anton, gescheitert, zurückkehrt – und beide erkennen, dass das Glück vielleicht schon immer direkt vor ihnen lag.
(Quelle: Amazon )

 

Meine Meinung

Gustav wohnt zusammen mit seiner Mutter in einer kleinen Wohnung und wird von ihr auf gutes Benehmen und Stärke gedrillt. In der Schule hat er Schwierigkeiten und es fällt ihm nicht immer leicht. Im Laufe der Zeit werden er und Anton beste Freunde und verlieren sich nie wirklich aus den Augen. Gustav eröffnet gegen den Willen seiner Mutter ein Hotel und seine hohen Ansprüche zahlen sich aus.
Zu Gustav konnte ich keine Verbindung aufbauen, weil er mich einfach nicht sympathisch wurde. Zusätzlich konnte mich seine Lebensgeschichte auch nicht fesseln.

Anton kommt mit seiner Familie neu in die Stadt und verweint gleich am ersten Tag in der Schule. Die Lehrerin stellt ihm Gustav an die Seite und dieser weist ihn gleich zurecht: Schwäche zeigt man nicht. Die beiden freunden sich an und die Familie findet Gefallen an Gustav, welcher für Anton eine wichtige Bezugsperson ist, mit der er über alles reden kann. Über die Jahre bleiben die beiden in Kontakt.
Mit Anton wurde ich überhaupt nicht warm, was mit Sicherheit daran lag, das man keinen Einblick in seine Gefühls- oder Gedankenwelt bekommen hat.

Emilie ist die Mutter von Gustav, die wir zu Beginn nur als Mutterfigur kennenlernen. Sie hat den Tod des Mannes nicht wirklich verkraftet und lehrt dem Kind immer tapfer zu sein – nie zu weinen oder Schwäche zu zeigen. Sie scheint Juden gegenüber negativ gestimmt zu sein, da diese für den Tod des Mannes verantwortlich. Erst im Laufe der Geschichte erfährt man die wahren Gründe dafür. Im mittleren Bereich erzählt sie die Liebesgeschichte von sich und Erich. Wie sie zusammen gekommen sind und welche Schwierigkeiten sie zu meistern hatten.
Emilie ist kein einfacher Charakter und ich war mir auch nie sicher, ob ich sie nett oder sonderlich finden soll. Erst als ich ihre Geschichte gelesen habe, konnte ich mir eine Meinung bilden.

Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte zügig und ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann. Erzählt wird aus der Sicht von Gustav, seiner Mutter Emilie und seinem Vater.

Ich hatte das Buch im letzten Jahr in einer Lovelybox und ich wusste lange nicht, was ich von dem Buch und dem Inhalt halten soll. Weder das Cover, noch der Titel oder der Klappentext konnten mich überzeugen und es landete auf meinem SuB.
Jetzt wollte ich dem Buch im Rahmen der Mottochallenge eine Chance geben und ich bin vollkommen ohne Erwartungen und Vorwissen an die Geschichte gegangen, aber mir wurde leider schnell klar, das es nicht mein Buch werden wird.
Die Lebensgeschichte von Gustav und Anton liest sich unglaublich zäh und durch die distanzierte Erzählweise konnte ich auch keine Verbindung zu beiden aufbauen. Für mich war auch leider innerhalb von ein paar Kapiteln klar, wie die Geschichte bezüglich der „Freundschaft“ enden wird. Irgendwann habe ich die Seiten nur noch quergelesen, weil es jede Kleinigkeit aus dem Leben von Gustav beschrieben wurde und es unglaublich langweilig wurde.
Mein Highlight des Buches war der Abschnitt aus Emilies und Erichs Sicht. Einzig auf den Seiten konnte ich mich in die Charaktere und ihre Geschichte hineinversetzen. Man spürte die Verzweiflung und den Verrat und hatte das Gefühl direkt daneben zu stehen.

Von mir gibt´s keine Lese- oder Kaufempfehlung.

🌟🌟 Sterne

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