Heartware

Autor: Jenny-Mai Nuyen
Verlag: Rowohlt Polaris
Seiten: 416
Erscheinungsdatum: 21. Juli 2017
Preis: 14,99€ broschiert und 12,99€ als eBook

 

Inhalt

Adam Eli hat seine Chance genutzt: Er ist erfolgreicher Ghostwriter, tut alles, um seine kriminelle Jugend vergessen zu machen. Eines verbindet ihn noch mit seinem alten Leben: Seine große Liebe Willenja. Die letzte Begegnung liegt lange zurück, bis heute weiß er nicht, ob sie es war, die ihn damals verriet.
Antwort darauf verspricht der Internettycoon Balthus – wenn Adam sich an der Suche nach Willenja beteiligt. Denn die junge Frau hat den Prototyp einer künstlichen Intelligenz gestohlen. Um Geld zu erpressen? Oder vielleicht sogar einen Terroranschlag zu verüben?
Eine atemlose Jagd von den Urwäldern Boliviens über Dubai bis Tokio beginnt …
(Quelle: Klappentext)

 

Meine Meinung

Zuerst möchte ich mich beim Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

Adam Elis Vergangenheit besteht auf Vorstrafen und einen Aufenthalt in einem Jugenderziehungscamp in Boliven. Ein Gefängnisaufenthalt macht aus ihm einen Straftäter. Nach dem Abitur und vielen erfolglosen Studiengängen arbeitet er nun als Ghostwriter und schreibt für Studenten Ausarbeitungen. Er kann sich mit dem Geld gerade so über Wasser halten. Als er den Auftrag zur Suche von seiner Jugendliebe erhält, ist er verunsichert und weiß nicht, was er davon halten soll. Bis er schließlich Mariel und den Auftraggeber kennenlernt – den Ehemann der Gesuchten.
Ich bin nicht wirklich mit Adam warm geworden, weil ich einfach nicht schlau aus ihm geworden bin. Ich war mir nie sicher, ob er wirklich ein „Unschuldiger“ ist, oder ob er eine Teilschuld an den Problemen trägt. Er ist Willenja verfallen und würde alles für sie machen. Vertraut ihr blind. Und das störte mich – er nimmt am Ende einen wichtigen Part im Buch ein, was meine Frage beantwortet.

Mariel Marigny war mein Lieblingscharakter in diesem Buch, weil sie einige der wenigen Personen ist, die kein falsches Spiel treibt. Sie ist ehrlich und tut das, was man ihr sagt. Sie schützt Daten, Überbringer und ihre Auftraggeber. Zwangsweise muss sie mit Adam zusammenarbeiten, was beiden nicht unbedingt gefällt, aber eine gute Wahl ist. Zusammen finden sie die Wahrheit.

Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann.
Erzählt wird aus der Sicht von Adam, Mariel und Y, was einen Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt der einzelnen Personen gibt. Außerdem erzählen noch weitere Charaktere einige Passagen aus ihrer Sicht.

Ich habe mich sehr auf das Lesen von „Heartware“ gefreut, weil es vom Klappentext her nach einem rasanten Thriller klingt. Auch der Prolog beginnt recht vielversprechend, erweckt aber leider falsche Hoffnungen – so war es zumindest bei mir.
Die Geschichte ist in drei Abschnitte unterteilt, die jeweils eine bestimmte Tagesanzahl vor dem Blackout sind. Innerhalb der Abschnitte kommen unterschiedliche Charaktere zu Wort und erzählen die Geschichte rund um die Suche nach der künstlichen Intelligenz, die von einer jungen Frau gestohlen wurde.
An sich ist die Geschichte über Y interessant, wird aber durch die vielen beteiligten Charaktere verwässert und langweilig. Der Mittelteil zog sich in die Länge, weil es keine nennenswerten Ergebnisse gab. Gegen Ende bekam die Geschichte wieder etwas an Fahrt, sodass man das Buch nicht aus der Hand legen wollte.
Das Ende gefiel mir dann aber überhaupt nicht – für mich passt es nicht zur Gesamtstory und den beteiligten Charakteren, bei denen sich auf wenigen Seiten plötzlich eine Liebesgeschichte ergibt.
Die Betitelung als Thriller finde ich nicht passend, denn die Elemente, die für mich einen packenden und schockierenden Thriller ausmachen, habe ich vergebens gesucht.
Ich würde die Geschichte eher in Richtung Science Fiktion einordnen.

Von mir gibt´s nur eine bedingte Leseempfehlung – falls euch das Buch bei einem Büchereibesuch über den Weg läuft, solltest ihr es euch mal anschauen.
Kaufen würde ich es mir allerdings nicht.

🌟🌟🌟 Sterne

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