Die Wellington-Saga – Versuchung

Autor: Nacho Figueras mit Jessica Whitman
Verlag: Blanvalet
Seiten: 416
Erscheinungsdatum: 15. Mai 2017
Preis: 12,99€ broschiert und 9,99€ als eBook

Inhalt

Champagner und Jetset interessieren die junge und kluge Tierärztin Georgia nicht. Daher stimmt sie wenig begeistert zu, ihren besten Freund zu einem der glamourösen Reitturniere in Wellington, Florida, zu begleiten. Ausgerechnet Alejandro, der unglaublich attraktive älteste Sohn des mächtigen Del Campo Clans, wirft dort ein Auge auf sie und zieht sie wie ein Sturm in eine Welt, in die Georgia so gar nicht zu passen scheint. Doch er ist kein Mann, der ein Nein akzeptiert …
(Quelle: Klappentext)

Meine Meinung

Zuerst möchte ich mich beim Bloggerportal und dem Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

Georgia lebt mit ihrem Vater auf einem heruntergekommenen Hof, den sie dank ihrem Job als Tierärztin mit am Leben erhält. Als ihr bester Freund sie fragt, ob sie nach Wellington kommen kann, um den neuen Partner in Augenschein zu nehmen, ist sie anfangs nicht begeistert, lässt sich aber überreden. Dort angekommen rettet sie gleich ein Pferd und bekommt eine Anstellung als Tierärztin – bei einem bekannten Polo-Team. Während dieser Zeit entwickelt sie Gefühle für Alejandro, dem Chef des Teams. Es beginnt ein Versteckspiel – währenddessen muss sie mit den Anfeindungen des ersten Tierarztes und den Zickereien von einer anderen Frau klar kommen…
Georgia habe ich vom ersten Moment an ins Herz geschlossen – sie ist ein unglaublich lieber und netter Charakter, der immer nur das Beste für alle Beteiligten möchte.

Alejandro hat den Verlust der Ehefrau noch nicht vollkommen überwunden und überträgt seine Angst auf die gemeinsame Tochter, zu der er kein gutes Verhältnis mehr hat. Sie macht ihr Ding, weil er ihr alles verbietet – auch ihre große Leidenschaft: das Reiten. Alejandros Leidenschaft ist das eigene Polo-Team, in dem er mit seinen Brüdern und anderen Bekannten spielt. Sein Vater war sein Vorbild und nun versucht der Mann in die großen Fußstapfen zu treten. Seine Familie möchte ihn mit der bekannten Reiterin Cricket verheiraten und ist zu Beginn nicht begeistert, als die Tierärztin sein Herz erobert…
Ich habe einige Zeit gebraucht, bis ich mit Alejandro warm geworden bin – sein Charakter ist nicht wirklich anziehend. Bis auf seine Leidenschaft: die Pferde, die haben ihn mir auch sympathisch werden lassen.

Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann.
Erzählt wird aus der Sicht von Alejandro und Georgia, was einen guten Einblick in die jeweilige Gefühls- und Gedankenwelt gibt. Das hat mir wirklich gut gefallen, weil man die beiden Hauptcharaktere so kennenlernen konnte.
Das Cover gefällt mir übrigens sehr gut, auch wenn die Farben nicht so mein Stil sind. Die Pferde, die Verschnörkelungen und das Anwesen spiegeln gut wieder, worum es in dem Buch geht.

Ich habe mich, seit dem ersten Auftauchen dieses Buches in einer Verlagsvorschau, sehr auf dieses Buch gefreut. Eine Liebesgeschichte zusammen mit einer Geschichte über Pferde – genau nach meinem Geschmack. Als ich das Buch vom Verlag zur Verfügung gestellt bekommen habe, habe ich es am gleichen Abend begonnen und mir wurde leider schnell klar, das meine Erwartungen an die Geschichte zu hoch waren.
Die Liebesgeschichte liest sich wie ein Groschenroman und bei mir sind die Gefühle von Georgia und Alejandro nicht angekommen.  An den Charakteren lag es nicht, weil diese eigentlich gut ausgearbeitet wurden, aber der Funke dieser Liebesgeschichte sprang einfach nicht auf mich über. Leider.
Auch die Darstellung des Polo-Pferde-Thema, das in vielen anderen Rezensionen so gelobt wurde, kam bei mir überhaupt nicht an. Ich lese seit meiner Jugend sehr gerne Pferdebücher und jedes Jugendbuch bringt die Atmosphäre besser rüber als dieses Buch.
Man merkt zwar die Pferdeliebe von Alejandro, aber das reicht einfach nicht.
Die Geschichte um seine Tochter, der er das Reiten verboten hat, weil die Mutter / Ehefrau durch diesen Sport verstorben ist, fand ich interessant. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass dieser Teil mehr im Mittelpunkt der Geschichte gestanden hätte. So wie z.B. die Geschichte um Cricket, die für mich aber im Gegensatz dazu zu viel Platz in der Gesamtstory bekommen hat.
An sich ist Band 1 der Wellington-Saga für Wenigleser und Leser, die mit dem Pferdesport nichts am Hut haben, möglicherweise interessant, aber für mich war es leider eine Enttäuschung. Ich denke nicht, das ich die Folgebände lesen werde.

Von mir gibt´s eine Leseempfehlung, wenn euch das Buch in der Bücherei über den Weg läuft. Selbst kaufen würde ich es mir allerdings nicht.

🌟🌟🌟 Sterne

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