Apfelkuchen am Meer

Autor: Anne Barns
Verlag: Mira Taschenbuch
Seiten: 352
Erscheinungsdatum: 08. Mai 2017
Preis: 9,99€ als Taschenbuch und eBook

Inhalt

Der süße Duft des warmen Kuchens, der sich mit dem salzigen des Meeres vermischt, das ist für Merle das Aroma der Ferien ihrer Kindheit – das Aroma der Apfelrosentorte. Seit Generationen wird das geheime Rezept in Merles Familie weitergereicht. Als eine Freundin ihr erzählt, dass sie genau diese Torte in einem Café auf Juist gegessen hat, macht Merle sich spontan auf die Suche nach der Bäckerin. Unweigerlich führt ihr Weg sie zurück auf die Insel, wo noch mehr Geheimnisse verborgen liegen als nur ein Familienrezept.
(Quelle: Amazon )

Meine Meinung

Zuerst möchte ich mich bei NetGalley und dem Mira Taschenbuch Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

Merle steht gerade vor einer wichtigen Entscheidung: die Bäckereien des Vaters sind pleite, der Freund ist grundlos eifersüchtig und dann steht sie kurz vorm Beenden ihres Studiums. Als eine Freundin ihr von einer Torte erzählt, die sie im Urlaub auf Juist gegessen hat, wundert sich Merle, warum es ein Familienrezept nach außen geschafft hat. Ihre Familie kommt zwar ursprünglich von der Insel, aber bis vor kurzem hat dort keiner mehr gewohnt. Nun kehrte zwar die Großmutter zurück, aber erst nachdem die Freundin dort war. Merle recherchiert und entdeckt eine Stellenanzeige in genau dem Café und bekommt den Job. Schließlich macht sie sich für sechs Wochen auf die kleine Insel und findet dort einiges über sich selbst und ihre Familie raus.

Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann.
Erzählt wird aus der Sicht von Merle, was einen guten Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt gibt. Am Beginn und am Ende des Buches gibt es einen Brief, der von einem anderen Charakter geschrieben wird, was für meinen Geschmack etwas zu wenig war. Ich hätte mir eine zweite Sichtweise oder ein paar Rückblicke in die Vergangenheit gewünscht. Es gab viele Charaktere in der Gegenwart, die in der Vergangenheit eine wichtige Rolle in Verbindung mit dem Unfall der Tante von Merle und dem damaligen Drumherum gespielt haben – da einige Rückblicke einzubauen wäre ein gerade zu einfach und hätte dem Buch und der Geschichte gut getan.

Beim Lesen bekommt man automatisch Lust auf Kuchen und leckeren Süßkram, weil Merle wirklich interessant berichtet, was es so gibt. Dazu kommt noch die wunderschöne Natur- und Kulissenbeschreibung der Autorin, welche das Fernweh und die Reiselust weckt. Ich selbst war noch nie auf Juist, aber ich kann mir gut vorstellen, dort mal einen Wochenendtrip hinzu machen. Natur pur, ohne Autos. Nur leider machen diese zwei Punkte keine ganze Geschichte aus.
Insgesamt konnte mich „Apfelkuchen am Meer“ nicht vollkommen überzeugen, was mich wirklich bewundert hat. Ich habe „Die Inselfrauen“ von Sylvia Lott (welche ein ähnliches Thema behandelt) verschlungen und freute mich sehr auf dieses Buch. Nur leider bliebt die Geschichte um Merle und ihre Tante hinter meinen Erwartungen zurück. Sie konnte mich nicht packen und wenn es Überraschungen gab, wie zum Beispiel im Gezug auf den Stromausfall, waren sie nicht unbedingt glaubwürdig, als herauskam, wo die Sicherungen versteckt waren. Oder die Geschichte um den Apfelkuchen, von dem nur Merles Familie das Rezept kennt. Ihre Tante hat es an eine Freundin weitergegeben, die es dann vor kurzem gebacken hat, als die Chefin der Pension aus Amerika zu Besuch gekommen ist. Da war mir klar, was Sache ist und diese Vermutung hat sich am Ende auch bestätigt. Leider. Mir fehlte da noch ein Überraschungseffekt.
Die Liebesgeschichte von Merle und die Passagen mit der Oma auf Juist und ihrer Familie Zuhause in Bayern haben mir gut gefallen. Aber die vielen Charaktere auf Juist, welche sie mit ihrer Tante vergleichen oder sich an ihre Mutter erinnern oder Bente, die sich mit Merle anfreundet und dann hinter dem Flirtpartner von ihr her ist, waren einfach zu viel und auf Dauer auch langweilig. Es passierte einfach nicht viel neues und das machten auch die beiden Damen aus der Pension bzw. dem Café nicht besser.
Wirklich schade, das es nicht mein Fall war.

Von mir gibt´s nur eine Leseempfehlung, falls es euch in der Bücherei über den Weg läuft. Kaufen würde ich es mir nicht,

🌟🌟🌟 Sterne

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