101 Top Dogs: Von verkannten Hunden bekannter Menschen und umgekehrt

Autor: Dana Horáková
Verlag: Kynos
Seiten: 344
Erscheinungsdatum: 01. September 2015
Preis: 19,95€ als Hardcover und 16,99€ als eBook

Inhalt

Wussten Sie, dass Charles Schulz’ weltberühmter Peanuts-Hund Snoopy ein ganz reales Vorbild hatte? Dass Mozart, wenn er auf Konzertreisen weilte, seinem daheimgebliebenen Foxterrier „Bimberl“ schriftlich Grüße ausrichten ließ? Dass ein kleiner Hund fast Isaac Newtons Karriere ruiniert hätte und Pablo Picasso seinen Dackel Lump geradezu vergötterte?
Dieses unterhaltsame Buch stellt – augenzwinkernd! – 101 Hunde vor, die zwar nicht die Welt, aber ganz sicher ihre Menschen veränderten und deren Verdienste um die Entstehung der Erfindungen, Heldentaten, Kunstwerke ihrer „Halter“ immer noch verkannt werden. Einige dieser genügsamen Bodyguards unserer Seelen kennt man bereits, die meisten jedoch sind bislang anonym geblieben. „Ach, das wusste ich auch noch nicht!“-Effekt garantiert!
(Quelle: Klappentext)

Meine Meinung

Zuerst möchte ich mich bei BloggDeinBuch und dem Kynos Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

Das Buch beginnt mit der Geschichte „Am Anfang war das zarte Herz einer Frau“ und handelt von einer Grabentdeckung im Jahre 1954. Dort hat eine Frau gefunden, die zusammengerollt wie ein schlummernder Hund mit ihrer linken Hand einen etwa fünf Monate alten Welpen „gestreichelt“ / „beschützt“ hat. Der erste Hinweis auf die Hund-Mensch-Beziehung, die vor etwa 12.000 Jahren begonnen hat.
Danach folgen „Pharaos persönlicher Begleiter ins Jenseits“ oder „Der Schutzpatron aller treuen Hunde“, die zeigen, wie wichtig den bekannten Persönlichkeiten ihre Hunde waren.
Auch Schauspieler wie z.B. Reinz Rühmann mit seinem Dackel Lumpi, dem Drahthaarfoxterrier Herr Moser über den Pulirüden Arpad bis hin Dackel Anatol werden porträtiert. Sein Leben ist von Hunden geprägt, die er auch gerne in seine Filme einbaute. Oder Audrey Hepburn, die ihren Hund als Ersatzsohn ansah und sich mehr Sorgen um Famous als ihren Sohn machte.
Außerdem wird ein Mythos um die Bernhardiner geklärt: Mit Schnaps am Hals oder doch eher ohne? Und man erfährt, warum Jack London „Der Ruf der Wildnis“ geschrieben hat. Walt Disney, Karl May und auch Isaac Newton werden erwähnt und was es mit ihren Vierbeinern auf sich hat. Auch viele amerikanische Präsidenten werden mit ihrer „Hundeaffinität“ vorgestellt. Oder warum ein Hund wegen Charlie Chaplin stirbt oder welche Hündin das kleinste Braveheart der US-Army war.

Der Schreibstil war leider überhaupt nicht mein Fall, weil dieser unglaublich ermüdend war. Ich hatte das Gefühl ein Lexikon und keine kurzen Geschichten zu lesen, dazu kommt noch die kleine Schriftgröße, die auf Dauer mühsam zu lesen war.
Was mir gut gefallen hat, waren die Vorstellung des Hundes / der Hündin und des Herrchens / des Frauchens ganz zu Beginn der einzelnen Kapitel – in Verbindung mit den Kapitelüberschriften und der Bebilderung wirklich gut gelungen.

Insgesamt konnte mich „101 Top Dogs“ nicht wirklich überzeugen, weil ich mir eine andere Art der Lektüre erhofft hatte. Es las sich zu zähflüssig und viele Personen und Hunde waren für mich uninteressant, weil ich entweder noch nie etwas von der betreffenden Person gehört habe, oder die erzählte Geschichte einfach langweilig war, sodass ich einiges auch nur überflogen habe.
Was mich aber am meisten gestört hat, waren die durcheinander gewürfelten Jahreszeiten – zu Beginn der Lektüre ging es noch, aber gegen Mitte des Buches wird zwischen älterer Vergangenheit und jüngerer Vergangenheit wahllos hin und her gesprungen, was mir nicht gefallen hat. Wäre es nicht möglich gewesen es alles chronologisch zu ordnen – so hätte man es einfach einfacher lesen können.
Zumindest ich.

Von mir gibt´s keine Lese- oder Kaufempfehlung.

🌟🌟 Sterne



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