Im Sturm der Erinnerung

Autor: Nora Roberts
Verlag: Blanvalet
Seiten: 256
Erscheinungsdatum: 15. November 2011
Preis: 8,99€ als Taschenbuch und eBook

Inhalt

Ein Porzellanhund und eine mysteriöse Botschaft heben das ruhige Leben der jungen Antiquitätenhändlerin Laine Tavish völlig aus den Angeln. Ihr Vater, ein notorischer Dieb und Trickbetrüger, ist diesmal in einen spektakulären, millionenschweren Diamantenraub verwickelt, hat sich mit gefährlichen Ganoven eingelassen und sich dabei übernommen. Als schließlich Laine zur Zielscheibe wird, kommt ihr der hinreißende Detektiv Max Gannon zu Hilfe, und zwischen den beiden knistert es schnell ganz gewaltig …
(Quelle: Klappentext)

Meine Meinung

Laine hat sich vor Jahrem in dem beschaulichen Örtchen niedergelassen und ein Geschäft mit Antiquitätenverkauf selbstständig gemacht. Inzwischen läuft es gut und sie hat zwei Angestellte, mit denen sie auch befreundet ist. Ihr Vater ist ein bekannter Verbrecher und Dieb, von dem sich die Mutter getrennt hat. Jahre später hat sie neu geheiratet und Laine bekam einen neuen Stiefvater. Zu ihnen scheint sie zwar regelmäßig Kontakt zu haben, aber wirklich nahe stehen sie sich nicht.
Mit ihrem Hund wohnt sie etwas außerhalb der Stadt. Ich bin mit Laine nicht wirklich warm geworden und fand sie auch nicht sonderlich sympathisch. Im Umgang mit ihren Freunden, ihrem Hund und ihren Kunden ist sie zwar freundlich und aufgeschlossen, aber mich konnte sie damit nicht für sich einnehmen, was ich auch etwas schade fand.

Max kommt unter Vorspiegelung von falschen Tatsachen in die neue Heimatstadt von Laine – schnell wird klar, das er vor Ort ist, um etwas zu klären oder zu ermitteln. Wirklich unauffällig verhält er sich ja nicht 😉 Um an weitere Informationen über Laine und ihre Vergangenheit zu bekommen, bzw. um die vorhandenen zu festigen, wickelt er sie um den Finger und bekommt ein Date mit ihr. Er verliebt sich in sie und auch Laine entwickelt Gefühle für ihn – bis sein wahrer Beweggrund ans Tageslicht kommt.
Auch mit Max wurde ich nicht unbedingt warm, was aber hauptsächlich an seiner ganz eigenen Art lag. Er was mir einfach nicht sympathisch.

Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann.
Erzählt wird aus der Sicht von Laine und Max, was allerdings nur einen bedingten Einblick in die jeweilige Gefühls- und Gedankenwelt gab. Ich hätte mir dort deutlich mehr Tiefe gewünscht, weil die Charaktere einfach oberflächlich und farblos geblieben sind.

An sich ist „Im Sturm der Erinnerung“ eine interessante Kurzgeschichte, an der aber leider an den Charakteren gespart wurde. Leider steht und fällt für mich nun mal eine Geschichte mit den beteiligten Charakteren – wenn diese nur oberflächlich sind, kann ich keine Beziehung zu ihnen aufbauen und mir gefällt sie dann auch nicht. Vollkommen egal, ob es ein überragend guter Inhalt ist. Und das ist hier leider der Fall.
Die Liebesgeschichte mit den Krimielementen und besuchen aus der Vergangenheit ist nicht schlecht, aber Nora Roberts hat auch schon bessere Bücher mit diesem Inhalt geschrieben. Hier gab es mir an einigen Stellen etwas zu viel Kitsch und insgesamt war es einfach zu vorhersehbar, leider.
100 Seiten mehr, bessere Charaktere und eine spannendere Geschichte und das Buch wäre klasse geworden.

Von mir gibt´s keine Lese- oder Kaufempfehlung, weil es deutlich bessere Bücher mit Krimi- und Liebeselementen gibt, die man lieber lesen sollte.

🌟🌟🌟 Sterne

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