Edgewater House

Autor: Courtney Sheinmel
Verlag: dtv
Seiten: 368
Erscheinungsdatum: 13. Januar 2017
Preis: 9,95€ als Taschenbuch und 7,99€ als eBook

Inhalt

Von außen betrachtet führt Lorrie, 17, ein privilegiertes Leben: Sie hat ihr geliebtes Reitpferd Orion, besucht ein exklusives Internat und bewegt sich dort unter lauter reichen Mädchen. Doch hinter dieser Fassade sieht alles ganz anders aus: Ihr Zuhause, Edgewater House, ein ehemals herrschaftliches Anwesen, ist völlig heruntergekommen, ihre Familie lebt in einer Traumwelt und Lorrie versucht als Einzige verzweifelt, den Anschein von Normalität aufrechtzuerhalten. Doch dann bleiben eines Tages die monatlichen Zahlungen aus und Lorrie muss als Erstes ihr Pferd verkaufen. Bei ihren verzweifelten Nachforschungen kommt sie einem Familiengeheimnis auf die Spur, in dem ausgerechnet Charlie Copeland, der Junge, in den sie sich gerade verliebt hat, eine bedeutsame Rolle spielt.
(Quelle: dtv )

Meine Meinung

Zuerst möchte ich mich beim dtv Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

Vorerst möchte ich erwähnen, dass dieses Buch ein Jugendbuch (12 – 14 Jahre) ist und es um die erste Liebe, die Freundschaft und natürlich Pferde geht.
Somit vermutlich nicht für jeden von euch etwas…außer ihr seit Pferde-Fans wie ich.

Lorrie und ihre jüngere Schwester Susannah wurden erst von ihrem alkoholsüchtigen Vater und ein paar Jahre später von ihrer Mutter verlassen. Die Vormundschaft ging an die Schwester der Mutter, Gigi, die ihre Sache anfangs noch recht gut machte, in den letzten Jahren allerdings in ihrer Fürsorglichkeit abbaute. Das Herrenhaus verkommt und nur Lorrie scheint ein Interesse an einem sauberen und intakten Leben zu haben. Gigi kämpft mit Depressionen und Susannah steckt ihre Energie in Tiere, die sie im Haus sammelt.
Während Lorrie mit ihrem Pferd Orion in einem Reitercamp ist, fällt zum ersten Mal auf, das Zahlungen nicht eingegangen sind und Lorrie zurück nach Hause muss.
Nach und nach kratzt sie an der Oberfläche und merkt, das alles anders als gedacht ist und man sie jahrelang belogen hat…

Lorrie schafft das Unmögliche in ihrem Alter: sie baut sich eine Fassade rund um ihr Leben auf und lässt niemanden allzu nah an sich heran. Ihre beste Freundin war noch nie bei ihr Zuhause, obwohl die zwei sich im Internat ein Zimmer teilen und viel Zeit zusammen bei ihren Pferden verbringen. Erst als Charlie sich für das junge Mädchen interessiert, wird es für sie immer schwieriger nichts über sich zu sagen. Sie lügt sogar bei ihrem Nachnamen, weil dieser im Dorf mit Negativem belegt ist. Eine Familie, die ihr Haus verkommen lässt und wenig am Gesellschaftsleben teilnimmt.
Lorrie hat mir so leid, weil nur sie die Welt so wahrnimmt, wie sie ist. Sie möchte ihr Leben und das von Susannah retten und schöner gestalten und bekommt immer wieder Stolpersteine in den Weg gelegt. Immer wieder, bis sich sogar ein alter Bekannter der Mutter outet und ihnen eine unschöne Geschichte erzählt.
Sie verkauft ihr Pferd, arbeitet im Stall und versucht Rechnungen zu bezahlen und wird deswegen von Gigi und Susannah indirekt beleidigt. Eine Frechheit…

Mit Gigi und Susannah bin ich leider nicht warm geworden. Ihr Verhalten gegenüber Lorrie ist falsch, weil sie einfach nicht sehen, das Lorrie ihnen nur helfen möchte. Aber die beiden sind zu tief in ihrer Traumwelt um überhaupt was zu bemerken. Zum Glück erwacht Susannah nach und nach wieder, aber bei Gigi scheint jede Hilfe zu spät.
Mit Charlie und Lennox (und ihren Müttern) wurde ich schnell warm und fand sie sehr sympathisch, auch wenn sie auch ihre unschönen Seiten haben. Sie stehen Lorrie immer zur Seite und kümmern sich um sie, auch wenn Lorrie ab und zu ein schwieriger Mensch ist.

Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann. Ich möchte den Schreibstil nicht unbedingt als „typisch“ für diese Altersstufe deklarieren, da viele Erwachsenenromane ebenfalls so gehalten sind. Wenn meine Nichte in ein paar Jahren (um genau zu sein 9 Jahren) werde ich es ihr mit Sicherheit in die Hand drücken – oder ihr in ein paar Jahren daraus vorlesen.
Erzählt wird aus der Sicht von Lorrie, was einen guten Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt gibt. Allerdings hätte ich mir ab und zu eine zweite Sicht gewünscht, auch wenn das nicht typisch für Lektüre in dieser Altersklasse ist.

Insgesamt hat mir „Edgewater House“ gut gefallen und ich wurde von der Geschichte nicht enttäuscht. Sie reißt einen mit und man erlebt ab und zu eine kleine Überraschung und gegen Ende sogar eine große Wendung innerhalb der Geschichte.
Eine schöne Geschichte über ein Familiengeheimnis.

Von mir gibt´s eine Lese- und Kaufempfehlung für Pferde-Fans.

🌟🌟🌟🌟 Sterne

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