Rosenzauber

Autor: Nora Roberts
Verlag: Blanvalet
Seiten: 448
Erscheinungsdatum: 29. Oktober 2012
Preis: 9,99€ als Taschenbuch und 8,99€ als eBook

Inhalt

Beckett Montgomery liebt seine Heimatstadt Boonsboro, wo er zusammen mit seinen beiden Brüdern begonnen hat, ein altes Hotel in ein modernes Bed & Breakfast umzubauen. Vor allem aber liebt er Clare Brewster, die nach dem Tod ihres Mannes nach Boonsboro zurückgekehrt ist und dort die Buchhandlung führt. Beckett hat es nie gewagt, Clare seine Gefühle zu offenbaren. Doch als die Eröffnung des „BoonsBoro Inn” näher rückt, fasst er schließlich Mut und bietet Clare eine private Führung an – denn jedes Zimmer ist nach einem großen Liebespaar benannt. Und tatsächlich scheint seine Idee die Bücherliebhaberin zu verzaubern. Aber Beckett ist nicht der Einzige, der Clares Herz gewinnen möchte …
(Quelle: Klappentext)

Meine Meinung

Clares Geschichte ist aufregend und traurig zugleich. In jungen Jahren die Liebe des Lebens getroffen, ihn geheiratet und eine Familie gegründet. Das gemeinsame Leben organisiert, wenn der Mann im Einsatz war. Und plötzlich passiert es: sie steht alleine da, der Mann im Einsatz gestorben und sie schwanger mit dem dritten Kind. Clare kehrt zurück in die Heimat und zieht ihre Kinder in der Nähe der Großeltern auf. Die Stadt freut sich über die Rückkehr und steht hinter ihr, als sie die örtliche Buchhandlung kauft und es in einen wichtigen Treffpunkt des Städtchens verwandelt.
In jeden ihrer Handlungen merkt man, wie sehr sie ihre Kinder liebt und man kann nur erahnen, wie schwer es mit drei Jungs ist. Ich mochte sie vom ersten Moment an, weil sie eben so normal und auf dem Boden geblieben ist. Sie ist sich der Verantwortung gegenüber ihren Kindern und ihrem Laden bewusst und versucht das Beste aus einer oftmals schwierigen Situation zu machen. Wirklich bewundernswert wird es, als sie plötzlich acht Beine mehr in der Familie hat…und einen Stalker und natürlich Beckett, der sie seit seiner Jungend liebt.

Beckett ist Architekt des „Familienunternehmens Montgomery“, das sich einem alten Haus angenommen hat und daraus ein Hotel eröffnen möchte. Das BoonsBoro Inn mit verschiedenen Themenzimmern und einem ungewöhnlichen Konzept. Und einem weiblichen Hausgeist, die anscheinend einen Narren an Beckett gefressen hat. Warum auch immer – eine Auflösung gibt es nicht, aber ich bin gespannt, was dahinter steckt.
Beckett hat seit seiner Jugend Gefühle für Clare, hat es aber nie übers Herz gebracht ihr sie zu gestehen. Schließlich war sie zu der Zeit schon glücklich verliebt und er schmachtete sie lieber aus der Ferne an, als sie zu verlieren oder eine Beziehung zu zerstören.
Man muss Beckett einfach ins Herz schließen, spätestens als er die Jungs von Clare an einem Abend von sich überzeugt, weiß man, was für ein klasse Kerl er ist.

Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man keine Verständnisprobleme während des Lesens hat. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Beckett und Clare, was einen guten Einblick in die jeweilige Gefühls- und Gedankenwelt gibt.
Außerdem kommen noch ein paar Kapitel aus der Sicht von Avery und Owen dazu.

Ich habe vorm Lesen dieses Buches viel Positives gehört und wurde beim Lesen auch nicht enttäuscht. Bis jetzt schaut es nach einer guten Buchreihe von Nora Roberts aus, aber da ich noch „Lilienträume“ und „Fliedernächte“ vor mir habe, lehne ich mich mal nicht zu sehr aus dem Fenster. Man weiß ja nicht, was noch passiert.
Ich bin wirklich gespannt, wie es mit Owen / Avery und Ryder / Hope in den nächsten zwei Bänden weitergeht. Die vier habe ich schon jetzt ins Herz geschlossen, auch wenn sie nicht immer die nettesten Zeitgenossen sind. Sie lieben ihre Familie, ihre Freunde und stehen füreinander ein.
Mein ganz persönliches Highlight waren die Beschreibungen der Arbeiten am Hotel oder in der Werkstatt der Brüder. Was vermutlich aber auch nur daran liegt, das ich selbst mal als Handwerkerin gearbeitet habe. Man konnte sich durch diese bildhaften Beschreibungen genau vorstellen, wie die einzelnen Räume aussehen werden / könnten und dank der Mutter, die für die Einrichtung zuständig ist, kann man auch erahnen, wie die einzelnen Farben zusammenspielen. Hat mir gut gefallen. Es muss nicht immer die Liebesgeschichte im Mittelpunkt stehen.
Leider habe ich einen großen Kritikpunkt: der weibliche Geist. Ich  bin sowieso kein Fan Geiser- oder Spukgeschichten, weil sie einfach viel zu weit hergeholt klingen. In meinen Augen einfach nicht nachvollziehbar. Aber da die Autorin schon viel über Hexen, Zaubern und anderen Personen mit besonderen Fähigkeiten geschrieben hat, war hier wohl der Geist dran. Für meinen Geschmack hätte man es weglassen können oder durch etwas anderes ersetzen können.

Von mir gibt´s eine Lese- und Kaufempfehlung.

🌟🌟🌟🌟 Sterne

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