Das Schokoladenversprechen

Das Schokoladenversprechen: Roman von [Moon, Josephine]

Autor: Josephine Moon
Verlag: Goldmann
Seiten: 448
Erscheinungsdatum: 16. Januar 2017
Preis: 9,99€ als Taschenbuch und 8,99€ als eBook

Inhalt

Wenn einem das Leben Kakaobohnen gibt, sollte man Schokolade daraus machen …
Christmas Livingstone glaubt fest an zehn Regeln für ein glückliches Leben. Eine lautet: Mit etwas Schokolade kann eigentlich alles nur besser werden. Das beweist Christmas jeden Tag mit den Köstlichkeiten, die sie in ihrer „Schokoladenapotheke“ verkauft und denen viele sogar Heilkräfte zuschreiben. Regel Nr. 10 der jungen Frau – keine romantischen Beziehungen! – ist da schon schwerer umzusetzen. Christmas hat nämlich nicht mit Lincoln van Luc gerechnet, einem Botaniker und Weltenbummler mit strahlenden blauen Augen, einer bezaubernden Großmutter und einem treuen Findlings-Hund …
(Quelle: Klappentext)

Meine Meinung

Zuerst möchte ich mich beim Bloggerportal und dem Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

Christmas ist eine Frau, die sie nach einer Fehlgeburt und einer gescheiterten Beziehung, in einem kleinen beschaulichen Städtchen niedergelassen und dort einen Laden eröffnet hat. Mit ihrer Schokoladenapotheke hat sie sich einen Traum erfüllt – sie macht Menschen glücklich, ist ihr eigener Chef und kann lokalen Handwerkskünstlern Hilfestellung beim Verkaufen ihrer Werke geben. Bekannt wurde sie als Wunschfee, die Wünsche von Bewohnern erfüllt, und als „Heilerin“. Christmas glaubt fest daran, das Schokoladen in Verbindung mit bestimmten Aromen und Zusätzen Heilungskräfte hat. Die Idee fand ich wirklich interessant und kann mir gut vorstellen, das es wirklich so ist. Wenn die Mischung stimmt. Wenn uns Schokolade glücklich macht, dann „heilt“ sie ja unsere schlechte Laune 😉
Ich mochte Christmas, auch wenn sie mir ab und zu zu anstrengend war. Ihr Hin und Her bezüglich ihrer Gefühle zu Lincoln war nervtötend und mir hat der arme Mann so leid.

Lincoln und seine Familie sind ein bunter Haufen, der nicht sonderlich gut harmoniert. Vieles liegt im Dunkeln und wird nicht erwähnt, was ein gutes Miteinander unmöglich macht. Der Vater mag seine Mutter nicht mehr, die Mutter empfindet ihren Sohn als undankbar und verbringt lieber die Zeit mit ihrem Enkel, der als Botaniker die Welt bereist. Was mich stutzig gemacht hat, war der geringe bis garnicht vorhandene Kontakt zwischen Lincoln und seiner Mutter – sie scheint eine nette Frau zu sein, warum hören sie also nicht öfters was vom Leben des anderen?
Das er sich, nachdem ihn Christmas, abserviert hat, direkt mit Emily trifft, fand ich sehr verwunderlich. Lincoln sagt doch immer wieder, das er Gefühle für Christmas hat und gerne mit ihr zusammen sein möchte – zum Glück kommt er ja noch zu Sinnen und reist ihr hinterher.

Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte zügig lesen kann, auch wenn es an einigen Stellen an Tempo und Spannung fehlte.
Erzählt wird aus der sicht von Christmas, ihrer Freundin Emily, dem Botaniker Lincoln und seiner Großmutter, was ich übrigens sehr amüsant fand. Eine coole ältere Dame, die mir Richtung Ende aber etwas zu speziell und anstrengend wurde 😉

Ich mochte den Anfang und das Ende dieses Buches wirklich gerne, aber mit dem Mittelteil, der in Frankreich spielte, hatte ich so meine Probleme. Leider wirkten diese Kapitel zu gestellt und passten für mich nicht zum Rest der Geschichte. Aber das ist vermutlich auch nur Geschmackssache und für die anderen Leser könnte es das Highlight des Buches sein. Nur halt eben nicht für mich. Christmas und Frankreich wurden zu sehr ausgeschmückt und als dann die Vater-Sache hintenüber fiel, war ich noch ein wenig mehr enttäuscht. Natürlich war es schön zu lesen, als sie ihrem Stiefvater ihre Gefühle mitteilte, aber für mich fehlte da einfach was in ihrer Geschichte. Auch die plötzliche Zuneigung zur Mutter, die Christmas plötzlich überkam, passte nicht in das Gesamtbild.
Das „Das Schokoladenversprechen“ in Australien spielt, ist an sich schon ein Highlight, weil ich den Kontinent sehr interessant finde, aber die Geschichte hat auch schöne Stellen und Momente, nur leider ziehen sie sich nicht durch das gesamte Buch.

Von mir leider nur eine bedingte Lese- und Kaufempfehlung.

🌟🌟🌟,5  Sterne

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