Wo die ungesagten Worte bleiben

Wo die ungesagten Worte bleiben: Roman von [Jansen, Marie]

Auor: Marie Jansen
Verlag: Blanvalet
Seiten: 416
Erscheinungsdatum: 16. Januar 2017
Preis: 9,99€ als Taschenbuch und 8,99€ als eBook

Inhalt

In finsteren Zeiten leuchtet die Liebe am hellsten.
Frankreich 1940. Als deutsche Soldaten das kleine Dorf Paimpont besetzen, verliebt sich die junge Französin Audrey ausgerechnet in den Sohn des Oberstleutnant, Rudolf. Ihre Liebe steht unter keinem guten Stern, denn Rudolf scheint in die dunklen Machenschaften seines Vaters verwickelt zu sein. Was verbirgt er vor ihr?
Viele Jahrzehnte später stößt die Architektin Sabine in einem sagenumwobenen Château in Frankreich auf einen Koffer mit einem blutgetränkten Brautkleid und einigen Filmrollen, auf denen eine junge Frau zu sehen ist. Sie beginnt zu recherchieren und stößt auf ein unglaubliches Geheimnis, das sie bald in Gefahr bringt …
(Quelle: Klappentext)

Meine Meinung

Zuerst möchte ich mich beim Bloggerportal und dem Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

Zum Inhalt möchte ich nichts verraten, weil der Klappentext in meinen Augen einen guten Einblick in die Gesamtstory gibt und es noch ein paar Geheimnisses geben muss, die man als Leser selbst entdecken muss.

Sabine habe ich als eine taffe Frau kennengelernt, die weiß was sie möchte und was nicht. Ihre Arbeit als Architektin soll keinen Lebensraum von Menschen nehmen, sondern nur „aufhübschen“ und dann wieder zurückgeben. Nicht nehmen und dann unbezahlbar zurückgeben, so wie es ihr Kollege gerne macht.
Sie liebt ihre Arbeit und ist stets mitten drin, auch als sie die Familiengeschichte des Schlosses entdeckt. Sie möchte erfahren, was früher hinter den Mauern passiert ist und diese Hintergründe vielleicht in irgendeiner Weise in die Renovierung einfließen lassen.
Ob es im diesem Fall möglich ist, lässt sich bezweifeln, aber an sich ist das eine lobenswerte Eigenschaft.

Audrey ist ein junges Mädchen, das nicht alles glaubt, was man ihr auftischt. Sie zweifelt bestimmte Informationen an und hebt auch ihr Wort, wenn ihr etwas nicht gefällt. Für die Zeit mit Sicherheit nicht immer einfach. Auch als die Deutschen einfallen, lässt sie sich nicht unterbuttern und lebt ihr Leben im Nachbarhaus weiter – auch wenn sie sich irgendwann etwas Neues einfallen lassen muss, um ihr Leben zu retten. Während ihrer Zeit im Nachbarhaus freundet sie sich mit dem Sohn des Lieutenants an.
Ich mochte Audrey und Sabine, weil sie beide ein Vorbild sind. Jede auf ihre ganz eigene Art und Weise.

Der Schreibstil ist schlicht, einfach und dabei unglaublich packend gehalten, sodass man die Geschichte einfach in einem Rutsch lesen muss. Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen, weil ich immer unbedingt wissen wollte, wie es mit dem jeweiligen Hauptcharakter weitergeht.
Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Sabine, die es 2016 für einen Auftrag nach Frankreich verschlägt, und aus der Sicht von Audrey, die in den 1940er Jahren in Frankreich lebt. Beide Sichtweisen sind interessant dargestellt und keine rückt in den Vordergrund. Es gibt ein gutes ausgewogenes Verhältnis zwischen Gegenwart und Vergangenheit.

Ich fand den Debütroman „Als wir Schwestern waren“ von Marie Jansen schon sehr gelungen und dementsprechend habe ich mich sehr auf „Wo die ungesagten Worte bleiben“ gefreut – und wurde nicht enttäuscht. Meine Erwartungen wurden sogar übertroffen, weil mich die Geschichte von Audrey und Sabine von der ersten bis zur letzten Seite überzeugen konnte. Ohne wenn und aber.
Die Geschichte, die in der Zeit des Nazi-Regimes spielt, fand ich sehr interessant und es ist grausam, was manchen Menschen an Leid zugefügt wurde. Einige Geschichten und Handlungen der Deutschen kannte ich noch aus dem Geschichtsunterricht.
Auch die Teile des Buches, die in der heutigen Zeit spielen, waren klasse – besonders der Weg, wie sie dem Familiengeheimnis auf die Spur kommen.
Ich lese ja sehr gerne Liebesgeschichten und ich war begeistert, das diese vollkommen ohne eine große Liebesgeschichte, die alles überstrahlt, auskommt. Es gab zwar große Andeutungen in den 1940er Jahren, aber es wurde nicht in den Fokus gestellt und das gefiel mir unglaublich gut.

Klare Lese- und Kaufempfehlung für diesen Pageturner.

🌟🌟🌟🌟🌟 Sterne

Advertisements

One Comment

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s