Schattendiebin: Die verborgene Gabe

Autor: Catherine Egan
Verlag: Ravensburger
Seiten: 416
Erscheinungsdatum: 29. Januar 2017
Preis: 17,00€ als Hardcover und 6,99€ als eBook

Inhalt

Seit sie denken kann, besitzt Julia die Gabe, sich vor den Blicken anderer zu verbergen. Für ihren Job als Diebin und Spionin ist diese Fähigkeit mehr als nützlich. Doch sie kann ihr auch gefährlich werden, denn der König hat Magie verbannt und lässt Hexen öffentlich hinrichten. Für ihren neuesten Job soll Julia sich als Dienstmädchen bei der reichen Frau Och einschleichen und die Bewohner des Hauses ausspionieren. Schnell erkennt Julia, dass Frau Och sich nicht um das Verbot des Königs schert. Zusammen mit einem zwielichtigen Professor und seinem jungen Assistenten Frederick versteckt sie gefährliche Kreaturen im Keller und hilft verfolgten Hexen. Als eine gehetzte junge Frau mit ihrem Baby bei Frau Och Zuflucht sucht, erfährt Julia, was ihr mysteriöser Auftraggeber wirklich von ihr erwartet. Und selbst eine unsichtbare Diebin kann sich nicht vor ihrem eigenen Gewissen verstecken …
(Quelle: ravensburger )

Meine Meinung

Ich habe bei einer Aktion von Lovelybooks eine Schattendiebin-Box gewonnen und habe das Buch als Hardcover-Leseexemplar zusammen mit ein paar kleinen Goodies bekommen. Vielen Dank dafür!

Ich wurde mit Julia / Ella nicht warm, obwohl sie ein interessanter Charakter zu sein scheint. Als nett möchte ich sie nicht unbedingt betiteln. Vielleicht hat sie nette Züge an sich, aber größtenteils würde ich sie der „Schurkenseite“ zuordnen, die ohne Rücksicht auf Verluste handelt. Sie ist bei einer Esme angestellt, die sie und ihren kleinen Bruder Dex von der Straße geholt hat, nachdem sie ihre Mutter – eine Hexe – verloren haben.
Aktuell ist sie in einen Wyn verliebt, der sie allerdings zu betrügen scheint – was ihr so gar nicht gefällt. Die Liebesgeschichte der beiden fand ich ein wenig unrund. Ich hatte nie das Gefühl, das ihm etwas an Julia liegt, während sie ihn vergöttert.
Auch mit den anderen Haupt- und Nebencharakteren hatte ich so meine Probleme, weil ich mich nicht in sie hineinversetzen konnte. Sie blieben mir zu farblos und oberflächlich, auch wenn es bei einigen Charakteren etwas tiefer ging. Pias komplette Geschichte hätte mich sehr interessiert und mit ein paar dahingeworfenen Häppchen bin ich nicht zufrieden zu stellen. Mal schauen, ob es im Band 2 mehr Informationen gibt.

Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne große Verständnisprobleme bezüglich der Wortwahl lesen kann.
Ich brauchte einige Zeit, bis ich mich mit dem Erzählstil anfreunden konnte – die ersten Seiten waren sehr verwirrend. Zum Glück kam man nach und nach in die Geschichte rein und verstand die Erzählung vom ersten Kapitel.

Eigentlich ist dieses Genre nicht meine bevorzugte Geschmacksrichtung, aber ich habe in diesem Jahr auch meine vergessene Liebe zu Krimis und Thrillern wiederentdeckt, weswegen ich einfach mal mein Glück versuchen wollte. Ich versuche jedem Buch und jedem Genre gegenüber offen zu sein und freute mich deswegen auch riesig, als ich die Box überraschend in den Händen hielt. Mit dem Lesen fing ich gleich am ersten Abend an und schaffte knapp 150 Seiten, auf denen mich das Buch nicht vollkommen überzeugen konnte. Auch bis zum Ende hat sich das leider nicht verändert. Gerade habe ich die letzte Seite gelesen und bin unschlüssig, was ich von dem Buch halten soll.
„Schattendiebin“ ist eine interessante Geschichte über ein junges Mädchen, das eine besondere Gabe hat, und versucht die ihr zugeteilten Aufräge zu erfüllen, damit sie und ihr Bruder Dex genug zu essen haben. Aber mir fehlte es an einem ganz entscheidenen Detail: Spannung, die habe ich auf den 416 Seiten vergeblich gesucht. Das Buch liest sich so weg und es passieren keine unerwarteten Wendungen oder Erlebnisse, weil man schon erahnen konnte, wie bestimmte Situationen (z.B. um Theo) ausgehen werden.

Ich möchte die Covergestaltung hier in einem Extraabsatz erwähnen, weil ich die Farb- und Coverwahl unglaublich schön fand. Mit der besonderen Schrift macht es sich zum Blickfang, der mit Sicherheit einen Ehrenplatz in meinem Regal erhält.
Auch wenn man den Buchmantel abnimmt, geht es mit der perfekten Gestaltung weiter. Mit Abstand eines der schönsten „nackten“ Bücher in meinem Regal 🙂

Mit einer Lese- oder Kaufempfehlung tue ich mich unglaublich schwer, weil ich momentan selbst noch nicht weiß, ob ich die Reihe weiterverfolgen werde oder nicht. Würde ich sie nicht weiterverfolgen würden, dann gäbe es keine Lese- oder Kaufempfehlung, aber falls ich den zweiten Band lesen würde, dann würde ich zumindest eine Leseempfehlung aussprechen, weil es an sich keine schlechte Geschichte ist.
Für 17,00€ würde ich es mir allerdings nicht kaufen.
Also mache ich es kurz und gebe dem Buch eine Leseempfehlung für Jugendliche oder junge Erwachsene, die dieses Genre mal ausprobieren möchten.
Älteren Lesern rate ich eher von der Lektüre ab, weil es mit Sicherheit bessere Bücher in diesem Genre gibt.

🌟🌟🌟 Sterne

Advertisements

One Comment

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s