Ein Märchen im Winter

Ein Märchen im Winter: Roman von [Brown, Kate Lord]

Autor: Kate Lord Brown
Verlag:  Piper
Seiten: 496
Erscheinungsdatum: 02. November 2016
Preis: 9,99€ als Taschenbuch und 8,99€ als eBook

Inhalt

Seit dem Tod ihres Mannes und der Pfändung ihres Hauses steht Grace vor einem Scherbenhaufen. Bis ihr eines Tages der exzentrische ältere Schriftsteller Fraser Stratton einen Job als Assistentin anbietet. Die junge Frau bezieht für den Winter ein Cottage auf Frasers Anwesen, das von seinem sympathischen Patensohn Jack verwaltet wird. Als ihr eine antike Brosche in die Hände fällt, ahnt Grace noch nicht, dass sie auf ein lang gehütetes Geheimnis gestoßen ist, das die Strattons mit ihrer eigenen Familie verbindet und ihr Leben völlig verändern wird …
(Quelle: Klappentext)

Meine Meinung

Zuerst möchte ich mich beim Piper Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

Grace muss sich einen neuen Job suchen und landet mit Absicht auf dem Anwesen von Fraser, der sie sofort einstellet. Mit ihrer Tochter (Harry) zusammen zieht sie zu ihm und wohnt in einem Nebenhaus – beide sind glücklich mit ihrem neuen Leben. Harry blüht auf dem Land auf und Grace versucht dem Geheimnis der Brosche auf die Spur zu kommen. Der „Neffe“ von Fraser findet Gefallen an der jungen Frau und macht ihr den Hof, doch plötzlich tauchen Briefe mit Edelsteinen auf, die ohne Absender bei Grace auftauchen…bis plötzlich ein alter Bekannter vor ihr steht.

Ich wurde leider mit keinem der Charaktere wirklich warm, weil sie mir zu schlicht und langweilig gehalten wurden. Diese Art von Charakter erwarte ich in Groschenromanen, aber nicht in einem Roman von dieser Seitenanzahl und von einer Autorin, die schon zwei weitere Werke auf den Markt gebracht hat. Da habe ich höhere Erwartungen an die Qualität der Figuren – Grace tat mir schon leid, aber wirklich mitfühlen konnte ich nicht. Sie handelte wie man es von ihr erwartet, mehr aber auch nicht.
Jack ist der gute Mann, der keine schöne Jugend hatte und Zuflucht bei einem ältern Mann gefundejn hat, der ihn unter die Fittische genommen hat und ihn als Nachfolger einsetzten möchte. Ein Stereotyp.
Fraser fand ich von allen beteiligen Charakteren noch am Besten, auch wenn seine Handlungen ebenfalls sehr stereotypisch waren. Seine Geschichte habe ich gerne gelesen und mitverfolgt.

Der Schreib- und Erzählstil waren leider überhaupt nicht meins – in meinen Augen war das Lesen eine Qual. Die Geschichte beinhaltet viele Zeitsprünge der einzelnen Charaktere, was mich bisher bei Büchern eigentlich nicht sonderlich störten, hier hatte ich aber das Gefühl, das es völlig ohne Zusammenhang und stellenweise unvollständig niedergeschrieben wurde. Manche Ausflüchte in die Vergangenheit machten für mich auch keinen Sinn, da es für die Gesamtstory unnötig war.
Die Geschichte ist in mehrere Abschnitte unterteilt, die jeweils mit einem Monat und einem Edelstein betitelt sind. Innerhalb eines Abschnittes gibt es mehrere Kapitel.

Insgesamt hat mir „Ein Märchen im Winter“ leider nicht so gut gefallen, auch wenn die Grundstory nicht zwangsläufig schlecht ist – ich mochte die Umsetzung einfach nicht. Ich habe bisher noch nie in einer Rezension geschrieben, das es mir zu viele Hauptcharaktere gab. Hier ist dies aber leider der Fall, es gibt viel zu viele Nebengeschichten, die sich immer wieder mit der Haupstory verbinden. Viel zu viele Charaktere haben ihren Anteil am Geheimnis – stellenweise mochte ich überhaupt nicht weiterlesen, weil es mir zu viel wurde. Jede einzelne Baustelle wird erwähnt und lang und breit genau erläutert – Grace Geschichte ging mir, zum Beispiel, sehr auf die Nerven. Der Mann ist verschwunden, das gemeinsame Geschäft ist pleite und Grace nun eine alleinstehende Mutter, die sich einen neuen Job suchen muss. Schließlich verliebt sie sich in Jack und der verschwundene Ehemann taucht wieder auf – nebenbei bekommt sie immer monatlich Edelsteine zugeschickt. Den Sinn dieser Aktion sehe ich immer noch nicht. Ein unbedeutendes Detail innerhalb der Geschichte, wovon es leider mehr als genug gibt.
Ich hätte mir eine weniger umfangreiche Familiengeschichte mit nur einem Handlungsstrang (Fraser) gewünscht – Grace Geschichte ist in meinen Augen zu viel für das Buch.

Leider keine Lese- oder Kaufempfehlung.

🌟🌟🌟 Sterne

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