Nur einen Traum entfernt

Nur einen Traum entfernt: Roman (feelings emotional eBooks) von [Ernst, Susanna]

Autor: Susanna Ernst
Verlag: feelings
Seiten: 454
Erscheinungsdatum: 07. September 2016
Preis: 12,99€ als Taschenbuch und 9,99€ als eBook

Inhalt

Was, wenn ein Geheimnis dein ganzes Leben verändert? Wenn Liebe und Schmerz nur einen Traum entfernt liegen, ist es der neue gefühlvolle Roman der Bestsellerautorin Susanna Ernst!
Lorena und Lennard lieben es, auf der Bühne zu stehen, dabei verschiedene Rollen zu verkörpern und Geschichten zu erzählen. Sie sind noch Teenager, als sie zum ersten Mal ein Liebespaar mimen, und es auch hinter der Bühne zu knistern beginnt. Aber Lorena wird schnell bewusst, dass Lennard etwas verbirgt und Teile seiner Vergangenheit unterdrückt. Und dann wird eines Morgens ihr schlimmster Alptraum wahr: Lennard verlässt sie ohne ein Wort der Erklärung und verschwindet ins Ausland. Doch sechs Jahre später steht er auf einmal völlig unverhofft vor ihr …
(Quelle: Amazon )

Meine Meinung

Zuerst möchte ich mich beim feelings Verlag für das RezensionseBook bedanken.

Zum Inhalt möchte ich dem Klappentext nichts hinzufügen, weil dieser einen guten Einblick in die Story gibt und ich nicht unnötig spoilern möchte.

Lorena fand ich zum Start der Geschichte unglaublich nett und ihre besten Freunde, die Zwillinge Dean und Quentin, ebenfalls. Die zwei waren übrigends mein Highlight bei den verschiedenen Charakteren. Als sie ihre Liebe zum Musical entdeckt, gefiel sie mir immer noch sehr gut – bis plötzlich die Gefühle zu Lenn übernehmen und sie nur noch an ihn denken kann. Jahre lang. Ohne Unterbrechung, obwohl er sie sehr verletzt hat. Sie versucht nicht wirklich weiterzuleben und das störte mich sehr.

Schon von Beginn an, fand ich Lenn geheimnisvoll und undurchsichtig. Man kann seine wahren Gefühle nicht erkennen – was man sieht ist nur eine „Lust“ auf Lorena und seine Wut auf den Vater. Mehr nicht. Ach ja, seine Angst fehlte da. Irgendwas störte mich an an ihm, aber ich kann nicht benennen was.
Seine Gefühle gegenüber dem Vater fand ich unglaublich frech und anmaßend von ihm. Lenn schiebt dem Vater die Schuld für die Entwicklung des Geheimnisses in die Schuhe – und das nur, weil er nie den Mund aufbekommen hat. Angeblich soll er ein gutes Verhältnis zur Mutter gehabt haben, warum hat er damals nie das Gespräch mit ihr gesucht? Natürlich gab es Drohungen, aber man hätte seine Qual mit Sicherheit verbessern können, wenn man gleich nach beenden der Erlebnisse die Wahrheit gesagt hätte. Dem Täter wäre eine gerechte Strafe zugekommen und Lenn hätte nie so ein gefühlkaltes Spiel mit Lorena treiben müssen.
Lenns Tagebucheinträge, die nach seinem ersten Weggang begonnen, fand ich unpassend zu seinem Charakter und dem Bild, das ich mir über ihn gebildet hatte. Er hat stärkere Gefühle und drückt diese auch anders aus, als gleichaltrige Männer, aber ein Tagebuch passt nicht zu ihm. Außerdem fand ich, dass die Einträge zu einem Jugendlichen passen, aber nicht zu einem Zwanzigjährigen, der lange auf Reisen war.

Der Schreibstil ist leicht verständlich und flüssig geschrieben, sodass man es entspannt lesen kann. Der Erzählstil war leider überhaupt nicht nach meinen Geschmack, einige Passagen wurden unnötig in die Länge gezogen und andere wichtige Punkte wurden in einem Nebensatz abgearbeitet. Stellenweise habe ich mich wirklich gelangweilt und überlegt, ob ich das eBook abbreche, weil ich das Gefühl hatte, das sich die Geschichte und die Hauptcharaktere nicht von der Stelle bewegen. Normalerweise gefällt es mir, wenn es zwei Erzählperspektiven gibt, aber hier war es anders, was vielleicht auch daran lag, das mich die beiden Hauptcharakteren nicht von sich überzeugen konnten.

Ich habe mich nach dem Lesen des Klappentextes und der hohen Sternebewertung auf den verschiedenen Portalen sehr auf das eBook befreut.
Doch leider konnte mich die Geschichte nicht vollkommen überzeugen, was hauptsächlich an der Liebesgeschichte zwischen Lorena und Lenn lag. Die Musicalgeschichte mit dem das Buch startet, fand ich klasse und habe die Kapitel verschlungen. Als es zu Ende ging und der finale Auftritt vor der Tür stand, habe ich mit allen Akteuren mitgefiebert und gefreut, als sie alle umgehauen haben. Kurze Zeit später machte sich Lenn zum ersten Mal aus dem Staub und da ging es bergab mit der Story. Dort begann auch meine Unlust, dieses Buch beenden zu wollen. Letzendendes habe ich es zwar geschafft, würde es aber nie wieder lesen wollen. Ich bin mit der weinerlichen und immer-in-Lenn-verliebten Lorena nicht klargekommen, sie versucht überhaupt nicht gefühlstechnisch weiterzuleben, sondern klammert sich an ihre Gefühle für Lenn. Niemand anderes hat eine Chance, und das, obwohl ihre Jugendliebe sie so starkt verletzt hat. Das merkt man auch beim ersten Wiedersehen in der „Schauspielausbildung“ – Lenn ist gefasst und Lorena verliert die Nerven. Lenn läuft ihr wie ein kleiner Welpe, der Aufmerksamkeit will, hinterher – alle sagen, das er sich in der Abwesenheit verändert hat. Ich sehe das nicht, denn sonst hätte er ihr alles sofort erzählt und nicht versucht sein Geheimnis weiter zu bewahren. Hätte er nicht den Transvestiten als Aufgabe bekommen, würde das Geheimnis immer noch zwischen den beiden stehen. Von selbst hätte Lenn nie den ersten Schritt gewagt.

Insgesamt fand ich die Geschichte nur durchschnittlich und stellenweise unglaublich anstrengend zu lesen. Die Handlungen der Charaktere wirken an einigen Punkten übereilt und nicht nachvollziehbar. Auch die Gefühle fand ich ab und zu überladen, sodass es sehr kitschig und rosarot wurde. Das Geheimnis konnte man schon erahnen, bzw. in welche Richtung es geht, und es war leider keine allzugroße Überraschung.
Leider nur eine Leseempfehlung.
Kaufen würde ich mir das Buch leider nicht.

🌟🌟🌟 Sterne

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