Ab Heute, für Immer

Ab Heute, Für Immer von [Stankewitz, Sarah]

Autor: Sarah Stankewitz
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Seiten: 310
Erscheinungsdatum: 22. Juli 2016
Preis: 9,99€ als Taschenbuch und 0,99€ als Kindle eBook
(Kindle Unlimited kostenlos)

Inhalt

Bad Boy meets Good Girl. Eine Liebe – gezeichnet vom Leben. Als die achtzehnjährige Kate mit ihrem Vater und ihrer kleinen Schwester nach Florida zieht, ahnt sie nicht, wie anders es dieses Mal sein würde. Umzugskartons, paranoide Ängste und Städtewechsel stehen bei der jungen Frau seit zwei Jahren auf der Tagesordnung. Ihr Mantra: Lass keinen Mann an dich heran, wenn du weißt, dass du ihn ohnehin bald wieder verlassen musst. Doch dann begegnet sie Jaxon. Einem jungen Mann, der vier Jahre älter als sie – viel zu gutaussehend – und voller Warnzeichen ist, die sie in ihrer Situation auf keinen Fall ignorieren dürfte … Der fünfte Umzug innerhalb von zwei Jahren. Der tausendste Junge, dem sie begegnet. Und doch geschieht das, was unter keinen Umständen passieren sollte: sie verliert ihr Herz an das gefährliche Phänomen Jaxon Davis … Jax feiert seinen zweiundzwanzigsten Geburtstag, doch anstatt seinen beruflichen Träumen hinterherzujagen, bleibt er stummer Beobachter aus der Ferne. In Fort Pierce ist er dafür bekannt, ein berauschendes Leben voller Frauen, Sex und Partys zu führen. Doch wie sieht es hinter seinen selbst erstellten Mauern aus? Als Kate mit ihrer Familie in seine Stadt zieht, stellt er sich selbst eine goldene Regel auf: Lass dich niemals auf das neue Mädchen ein! Wer hätte gedacht, dass es so schwer sein könnte, sich an diese simple Regel zu halten…
(Quelle: Amazon )

Meine Meinung

Zum Inhalt möchte ich nichts hinzufügen, da der Klappentext einen guten Einblick in die Geschichte gibt.

Kate ist eine junge Frau, die ihre Mutter nach einem Selbstmord auffindet und danach die Mutterrolle gegenüber der kleinen Schwester einnimmt. Ihre eigenen Gefühle lässt sie nicht ans Licht, da die Familie ständig gezwungen wird umzuziehen – am Ende kommt auch der Grund dafür heraus. Sie hat kein richtiges Zuhause, nirgendwo fühlt sie sich heimisch. Freunde hat sie keine – nur die beste Freundin aus Kindheitstagen, Syd. Mit der sie aber Kontakt hält, ihr aber nie verrät, wo sie sich gerade aufhält. Kate liebt die Malerei und ihre kleine Schwester, der sie alles durchgehen lässt. Um der Familie Geld zu beschaffen, fängt sie in einem Baumarkt an – zu dem gleichaltrigen Kollegen entwickelt sie eine lockere Freundschaft. Sie verstehen sich und er hilft ihr wo er kann. Als sie Jaxon begegnet, ist sie hin und weg – schnell wir klar, das sie Gefühle für ihn hat. Sie aber nicht ausleben möchte, es hängt mit dem Tod der Mutter zusammen. Außerdem schleppt er auch ein dunkles Geheimnis mit sich rum, als Kate es entlarvt, ist Unruhe vorprogrammiert. Doch sie gibt nicht auf.
Jaxon wirkt nicht nur im ersten Moment wie ein Bad- und Playboy. Er ist auch einer. Kaum eine Frau hat noch nicht mit ihm geschlafen – momentan hat er ein Mädchen, das für ihn aber nur zum Sex haben wichtig ist. An sich selbst lässt er keinen heran. Auch seinen besten Freund Zach nicht. Nach und nach erfährt man immer mehr über ihn und seine Vergangenheit – aber das rechtfertigt nicht sein Verhalten.  Er ist ei Mistkerl, der sich aber durch Kate verändert.
Ich wurde weder mit Kate, noch mit Jaxon warm. Beide konnten mich nicht erreichen und ich konnte auch wenig Mitleid für sie entwickeln. Am ehesten noch für Jaxons Geschichte – sie ist wirklich schrecklich, aber das rechtfertigt nicht seine Taten im Erwachsenenalter. Man versteht sie zwar mit der Hintergrundgeschichte, aber er hätte früher etwas verändern sollen, dann wäre es nicht so weit gekommen. Kates Probleme sind selbstverschuldet – vom Vater. Er hat der Familie die Umzüge zugemutet, weil er selbst zu feige war. Bei so einem Verhalten kann ich kein Mitleid entwickeln. Der Vater ist schuld an den Problemen der eigenen Tochter – hätte er Stärke bewiesen, wäre sie nicht so verkorkst.

Der Schreibstil ist ein zweigeteilt, an einigen Stellen wirkt er fröhlich und locker und an anderen Stellen düster und deprimierend. Man erlebt als Leser ein Wechselbad der Gefühle, wie auch die Charaktere selber – das hat mir wirklich gut gefallen, ebenso wie die wechselnden Erzählperspektiven. Beide Hauptcharaktere kommen zu Wort und lassen den Leser in die jeweilige Gefühls- und Gedankenwelt eintauchen.

Insgesamt konnte die Story mich aber nicht vollkommen überzeugen, da sie für mich oft nicht stimmig war und ich mich nicht in die jeweiligen Charaktere hineinversetzen konnte. Es ist zwar ganz nett zu lesen, wie sich zwei Problemkinder ineinander verlieben, sich streiten, aber immer wieder zueinander finden…aber mehr auch nicht. Auch mit den beiden Epilogen wurde ich nicht warm – mir fehlte einfach zu viel Zeit zwischen dem Ende der Hauptstory und den Epilogen. Die Charaktere haben sich zu stark weiterentwickelt, sodass ich das Gefühl hatte sie nicht zu kennen…

Leider nur eine bedingte Leseempfehlung aussprechen möchte – falls Kindle Unlimited vorhanden vielleicht eine Lesung wert.

Schönstes Zitat

„Wie viele Schmerzen kann ein Mensch ertragen, ohne zu ersticken? Wie viel muss ein Mensch verlieren, bis er sich selbst verliert?“
(Jaxon, S. 183)

🌟🌟🌟 Sterne

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