Alles in Buddha

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Autor: Victoria Seifried
Verlag: Heyne
Seiten: 480
Erscheinungsdatum: 08. August 2016
Preis: 9,99€ als Taschenbuch und 8,99€ als Kindle eBook

Inhalt

Voll erleuchtet? Das ist Mia Meinecke bestimmt nicht, doch alles läuft bei ihr perfekt – bis sich ihr Leben dazu entschließt, den Bach runterzugehen. Ihr Freund Mark trennt sich plötzlich von ihr, vor lauter Kummer blamiert sie sich vor ihrem Freundeskreis, und dann wird sie auch noch wegen eines dummen Missverständnisses fristlos gekündigt! Mia muss dem Chaos entfliehen und beschließt, mit ihrem besten Freund Hugo für drei Wochen um die Welt zu reisen. Damit nach ihrem großen Trip wieder alles besser läuft als vorher, schließen die beiden eine Wette ab: Mia muss ihren Herzschmerz besiegen, und Hugo soll mit knapp dreißig endlich entjungfert werden. Doch die beiden haben die Rechnung ohne das Leben gemacht.
(Quelle: Klappentext)

Meine Meinung

Zuerst möchte ich mich beim Bloggerportal und dem Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken!

Die Reise von Mia und Hugo führt von Paris über Las Vegas nach Seoul in einem Tempel, in dem beide ihre Wette vielleicht gewinnen könnten.
In Paris fühlen die beiden sich sichtlich wohl, auch wenn Mia ihre heißgeliebte Kette verliert und Marie ein Date von Hugo beendet. Die arme Frau. Außerdem trifft Hugo seine Jugendliebe wieder und fällt aus allen Wolken, als er merkt, wie sie sich verändert hat.
In Las Vegas gewinnt Mia überraschent im Poker und Hugo kommt in seiner Entjungferungssache nicht wirklich weiter.
Mit Seoul werden sie zu Beginn nicht unbedingt warm – hier sorgt sich Hugo zum allerersten Mal wirklich um seinen Kater. Sie kommen mit den Vorschriften bei den Mönchen nicht klar und brauchen lange bis sie angekommen sind.
Auf dem Weg nach Hause machen sie in einem Wellnesshotel halt, den Aufenthalt haben sie gewonnen. Dort trifft Mia auf Mark…

Für mich ist es kein Wunder, das Mark sich von Mia getrennt hat. Wer möchte schon eine perfekte Frau an seiner Seite, die nie „Ich liebe dich“ über die Lippen bringt.
Mia versucht von vorne bis hinten perfekt zu sein. Verändert sogar ihre Augenfarbe, trägt nur Make up und macht sogar den Wasserhahn an, wenn sie auf Klo geht. Ihre schlechten Seiten – wie ihre Sereinsucht – verheimlicht sie ihm. Die Staffeln liegen im Wäschekorb…mit Schmutzwäsche oben drauf. Nach der Trennung fällt sie aus allen Wolken und kurz darauf verliert sie wegen einer unbedachten Dummheit den Job. Emma, das kleines Mädchen ihrer Tante, bringt sie schließlich auf die Idee einer Weltreise. Mia ist begeistert und weit Hugo in den Plan ein. Sie beschließen drei Wochen zu reisen – die Familie von Mia ist entsetzt und kann ihre unüberlegte Handlung nicht verstehen. Was mich wirklich wundert. Wenn nicht jetzt, wann dann?
Auf der Reise versucht sie von Mark loszukommen, doch der tägliche Facebookbesuch darf nicht wegfallen. Es ist doch ihr einziger Lichtblick. Weswegen sie noch ein Fake-Facebookprofil anlegt, mit dem sie Verbindung zu Mark sucht und ihn damit vergessen möchte. Funktioniert nicht, wie soll es dann nur mit dem Wegwerfen der Kette klappen?!
Doch in Seoul findet sie die Kraft…und die Kette wieder ihren Weg zurück zu ihr.

Hugo ist eine Jungfrau, der sich nicht traut sein Staatsexamen zu machen. Mit Frauen schafft er keinen vernünftigen Smalltalk. Und falls soch, dann wird ihm unterstellt Hungekot unter seinen Schuhen zu haben. Worauf er natürlich über die Lederqualität kommentiert…ein hoffnungsloser Fall. Das sieht auch Mia so, die ihn zwar immer wieder ermuntert, aber nun doch schon am Ende ihrer Kräfte und Ideen ist.
Das Verhältnis zu seiner Familie ist gut, sie geben ihm sogar Geld für die Reise. Seinen Kater Marie würde er nie zurücklassen, weswegen er mit auf Reise kommt. Was ich nicht gut finde, dazu später mehr. Im Tempel in Seoul findet er sein Mädchen, was ich sehr süß beschrieben fand.

Der Schreibtsil ist schlicht und einfach geschrieben, sodass sich die Geschichte um Mia und Hugo flüssig lesen lässt. Spannung sucht man hier leider vergeblich, die Charaktere bleiben oft farblos und oberflächlich und von Beginn an sehr vorhersehbar. Ich hatte mir von Beginn an gedacht, das Mia wieder mit Mark zusammenkommt. Die Gefühle der beiden sind einfach zu stark, das merkt man schnell.
„Alles in Buddha“ ist eine klischeehafte und an einigen Stellen auch oberflächliche Story über zwei Freunde, die eine dreiwöchige Reise unternehmen.
Mit dabei ist der Kater von Hugo – Marie. Ich war entsetzt als klar wurde, dass das Tier mit soll…der arme Kater. Der Flug nach Paris war noch recht kurz, doch danach ging es mit einem Zwischenstopp nach Las Vegas und anschließend nach Seoul. Die Katze musste Stunden, eingesperrt in einen Katzenkorb unter dem Sitz des Herrchens ausharren. Ebenso unterverantwortlich fand ich die Idee von Hugo: auf dem Flug nach Paris nimmt er Marie aus dem Gefänginis, sie haut ab und bringt Unruhe in den Flug. Ich bin entsetzt über so viel Dummheit. Auch die Lösung mit den vielen verschiedenen Hotelzimmern / dem Tempel finde ich unverantwortlich. Der Kater muss vollkommen verwirrt sein, auch wenn er angeblich immer „lieb und ausgeglichen“ ist. Keine Katze gewöhnt sich so schnell an die neue Umgebung und die unterschiedlichen Klimazonen. Für mich ist es Tierquälerei.
Die Ausrede, das das Tier mehr leiden würde wenn es Zuhause geblieben wäre, ist für mich mehr als billig. Jeder Mensch, der sein Haustier liebt, würde dem Tier nie diesen Horrortrip zumuten. Hugo hat nicht das Wohl des Tieres im Sinn.

Leider keine Lese- und Kaufempfehlung.

Schönstes Zitat

gab leider keins.

🌟🌟🌟 Sterne

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