Manchmal will man eben Meer

Autor: Sandra Girod
Verlag: Blanvalet
Seiten:  352
Erscheinungsdatum: 25. Juli 2016
Preis: 14,99€ broschiert und 11,99€ als Kindle eBook

Inhalt

Manchmal braucht man im Leben einfach ein bisschen frischen Wind!

Für ihre vierjährige Tochter würde die Journalistin Yola Wolkenstein alles tun – eine Mutter-Kind-Kur in Cuxhaven stand allerdings nie auf ihrer Liste von Dingen, die man im Leben unbedingt mal gemacht haben muss … In der Kurklinik an der Nordsee trifft Yola andere Mütter, bei denen auch nicht immer alles rosig läuft. Aber davon muss man sich ja nicht gleich unterkriegen lassen! Gemeinsam stellen sich die Frauen ihren Problemen und finden unkonventionelle Lösungen. Als sie beschließen, es auf einem Rockkonzert mal wieder richtig krachen zu lassen, nimmt der Abend jedoch einen ungeahnten Lauf …
(Quelle: Amazon )

Meine Meinung

Zuerst möchte ich mich beim Bloggerportal und dem Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

Zum Inhalt möchte ich gar nicht mehr sagen, da der Klappentext das Gesamtbild gut wiedergibt. Es sagt alles über die Story aus.

Yola ist eine wichtige Person bei einer Frauenzeitschrift, es ist überhaupt ein Wunder, das sie mit ihrer Tochter in die Kur gehen kann. Zu Beginn denkt Yola noch sehr stark an ihren Beruf und versucht stets für die Kollegen erreichbar zu sein, doch nach und nach nimmt es ab. Zum Ende hin hat sie den Job fast vergessen und überlegt etwas Neues zu wagen.
Die Beziehung zum Mann und Vater der Kleinen ist schwierig, da er sie betrogen hat und in letzter Zeit kaum Zeit für die Familie hat. Momentan  ist er in London und belügt seine Frau gerne mal über seinen Aufenthaltsort.
Leider wurde ich nur mit dem Auto von Yola warm – mit ihr allerdings überhaupt nicht.
Jede andere Mutter, sei es Viola, Eva oder Gülent, war mir symmpathischer – ihnen liegt etwas an ihrem Umfeld, was bei Yola nur bedingt vorkommt. Gegen Mitte des Buches plant sie zwar eine gute Idee und setzt diese auch mit den anderen Müttern perfekt um, aber insgesamt scheint sie nur an sich interessiert zu sein. Yola hört sich zwar höflich alle Geschichten an, wobei sie aber unterkühlt und gelangweilt wirkt.
Hauptsächlich dreht sich ihre Welt um ihre Tochter, den Job, den Mann und der möglichen Affäre Morton, die sich dann aber nur oberflächlich durchführt. Ich bin immer noch sehr enttäuscht, das sie sich nicht den Oberdoktor der Klinik geschnappt hat. Der steht von Beginn an auf Yola, was sie nur nicht wahrnimmt. Hach, ich hatte so darauf gehofft…

Der Schreibtsil ist einfach gehalten und das Buch lässt sich zügig lesen.
Erzählt wird die Geschichte von Yola, die von ihrem Kuralltag berichtet – leider hat mir komplett die Spannung gefehlt. Die Geschichte liest sich wie ein Tagebucheintrag, eine Wiedergabe von Fakten, ohne große Emotionen, weswegen ich die Stimmung auf einigen Seiten auch viel zu kühl geraten fand. Ebenso bei den Schicksalen, mit denen einige Frauen zu kämpfen hatten / kämpfen haben, gab es nur nüchtere Worte und nicht eine Spur von Mitleid oder aufmunterne Worte für die Betroffene. Yola blieb gefühlskalt.
Leider ließ mich auch das Ende unbefriedigt zurück…was soll so ein Ende? Das passt überhaupt nicht zur restlichen Geschichte und es bleiben so viele Fragen offen.
Hoffentlich kommt da kein Nachfolger…

Falls es einem von Euch in der Bücherei über den Weg läuft, dann könnte es vielleicht einen Lebensabend wert sein, aber vom Kauf wurde ich abraten.
Leider nur eine bedingte Lese- und Kaufempfehlung.

Schönstes Zitat

„Es heißt, die Zeit heilt alle Wunden. Aber das stimmt nicht. Wenn man mittendrin steckt, denkt die Zeit gar nicht daran, zu heilen. Die Uhr tickt. Die Momente vergehen. Der Tag, an dem wir heute leben, wird morgen Vergangenheit sein.“
(Viola, S. 140)

🌟🌟🌟 Sterne

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