Der Sommer der Blaubeeren

Der sommer der blaubeeren.jpg

Autor: Mary Simses
Verlag: Blanvalet
Seiten: 416
Erscheinungsdatum: 21. April 2014
Preis: 9,99€ als Taschenbuch und 8,99€ als Kindle eBook

Inhalt

Kurz vor ihrer Hochzeit fährt die New Yorker Anwältin Ellen Branford in den abgelegenen Küstenort Beacon, um den letzten Wunsch ihrer Großmutter zu erfüllen. Sie soll einen Brief überbringen und hofft, die Angelegenheit schnell erledigen zu können. Doch schon bald ahnt sie, dass sich dahinter viel mehr verbirgt. Denn inmitten von Blaubeerfeldern wartet eine alte Geschichte von Liebe und verlorenen Träumen auf Ellen – die ihr zeigen wird, dass man manchmal all seine Pläne über den Haufen werfen muss, um das wahre Glück zu finden …
(Quelle: Klappentext)

Meine Meinung

Ellen begleitet ihre Großmutter bei den überraschend stattfinden letzten Minuten ihres Lebens und erhält eine große Bitte von ihr: sie wünscht sich, das ihre Enkelin ihrer großen Liebe Chet einen Brief bringt. Ella bejaht und macht sich auf die Reise nach Beacon. Es ist nicht nur eine einfache Reise, sondern ein Ausflug in die Vergangenheit der Oma und die junge Frau bekommt einen neuen Blick auf die Verstorbene, die ein großes Geheimnis hatte.
Durch einen selbstverschuldeten Unfall begegnet sie Roy und wird ein VIP im Dorf – lest selbst, dann wisst ihr, was ich damit meine. Die beiden treffen immer wieder auf einander und Roy entwickelt Gefühle für sie. Ellen spürt zwar auch eine kleine Verknalltheit, doch sie liebt Hayden, den sie bald heiraten wird. Als sich Roy als Chets Nachfahre entpuppt und sie auf die ehemalige gemeinsame Blaubeerfarm entführt, ist es um sie geschehen. Doch sie bleibt bei Hayden, aber wirklich für immer?

Ellen fand ich von Beginn an sehr nett und auf den Boden geblieben, im wahren Leben wäre sie bestimmt eine klasse gute Freundin, der man alles erzählen kann.
Sie arbeitet als Anwältin, doch ihr großes Hobby ist die Fotografie, zu der sie mit Hilfe der Großmutter gefunden hat. Als sie Roy begegnet beginnt sie sich zu verändern. Sie wird lockerer im Bezug auf ihr Aussehen, man muss nicht immer geschminkt und mit perfekt gesylten Haaren auf die Straße treten. Ellen gefällt sich so natürlich immer besser, auch beim Thema Essen wird sie offener. Es gibt nicht immer nur gesunde Nahrung, sondern es sind auf einmal auch ein paar Sünden in Form von Muffins, Dounats oder ähnlichem erlaubt.
Roy rettet Ellen das Leben, auch wenn sie es nicht so sieht. Er ist sofort hin und weg von ihr, und sieht es als Wink des Schicksals als er sie im Pub wiedertrifft. Auch ihn habe ich sofort ins Herz geschlossen – ein so lieber Kerl.
Beide Hauptcharaktere haben eine gute Tiefe und einen interessanten Hintergrund, auch die Nebencharaktere werden alles andere als oberflächlich behandelt. Sehr schön.

Der Schreibstil ist locker, flockig leicht und die Geschichte lässt sich zügig lesen – perfekte, leichte Lektüre für einen Sommerabend.
Spannung und unerwartete Wendungen sucht man in diesem Buch vergebens, leider. Wieder mal einer meiner Lieblingskritikpunkte, die gleich einen Sternabzug bedeuten.
Ansonsten ist es eine schöne Liebesgeschichte, die auch gut in Schweden hätte spielen können. Zumindest von der Landschaftsdarstellung, die mir das Dorf bildlich vor die Augen zaubern konnte. Und die Blaubeeren – eigentlich mag ich überhaupt keine Blaubeeren, aber die Autorin hat es wirklich schafft mir diese schmackhaft zu machen – das Rezept im Klappentext wird bestimmt nachgebacken 😉

Von mir gibt´s eine Lese- und Kaufempfehlung 🙂

Schönstes Zitat

„Blaubeeren können ganz schön zäh sein. Wenn die Bedingungen stimmen, können sie lange überleben. (…) Hübscher Gedanke, oder? Manche Dinge bestehen weiter, ganz egal, was um sie Herum passiert.“
(Roy,  S. 278)

🌟🌟🌟🌟 Sterne

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