Until Friday Night – Maggie und West


(Bildquelle: Amazon )

Autor: Abby Glines
Verlag: Piper
Seiten: 295
Erscheinungsdatum: 01. Juni 2016
Preis: 8,99€ als Taschenbuch und 7,99€ als Kindle eBook

Inhalt

Nach außen hin ist West Ashby der gut aussehende Football-Held, der die Lawton Highschool zur Meisterschaft führen wird. Innerlich wird er jedoch von Ängsten um seinen krebskranken Dad zerfressen, und er kann mit niemandem darüber sprechen, da niemand davon erfahren soll. Als West eines Abends aber nicht mehr weiterweiß, vertraut er sich bei einer Party dem Mädchen an, das ihn bestimmt nicht verraten wird: Maggie, die seit einem schrecklichen Ereignis in ihrer Familie nicht mehr spricht. Umso mehr überrascht es West, als sie ihm plötzlich doch antwortet und dass er fortan an nichts anderes mehr denken kann, als an sie.
(Quelle: Klappentext)

Meine Meinung

Zuerst möchte ich mich beim Piper verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

West ist seit Jahren der Vorzeigejunge der Schule, der seine Eltern vergöttert. Besonders sein Vater hat früher nie ein Spiel von seinem Sohn verpasst, doch jetzt ist alles anders. Der Vater baut aufgrund der Erkrankung schwer und schnell ab, die Mutter leidet und niemand in der Straße und der Gemeinde ahnt etwas davon. Sie halten es geheim, der Vater ist zwar sehr beliebt, aber die Mutter wird nicht gemocht. Sie hat nur ihren Mann und muss sich jetzt schon auf ein mögliches Alleinsein einstellen. Der Sohn möchte kein Mitleid von seinen Schul- oder Teamkameraden haben, weswegen er schweigt. Auch seinem besten Freund Brady erzählt West nichts. Die Familien kennen sich zwar gut, aber trotzdem wird geschwiegen. West tut mir so leid, er vertraut keinem genug um sich zu öffnen. Er muss komplett alleine mit seinen Gefühlen klarkommen, bis er auf die schweigsame Maggie trifft. Sie fällt ihm sofort auf und ahnt schnell, das er Gefühle entwickeln könnte. Doch erstens würde Brady ihm die Hölle heiß machen und zweitens ist sie gar nicht ein eigentlcihes Beuteschema. Doch die Gefühle für sie kommen immer wieder, besonders nach dem ersten Kuss, der zwar mehr „erzwungen“ und weniger aktiv „gewollt“ war. West kann sich ihrer Anziehung nicht entziehen, als sie endlich mit ihm spricht – und auch nur mit ihm – ist es um ihn geschehen.
Ich habe mich wirklich gefreut als die beiden wirklich zusammengekommen sind. Sie haben so viel  zusammen erlebt und Maggie war ihm stets eine große Hilfe, auch beim Tod des Vaters, doch ich verstehe auch den Trennungsgrund. Maggie ist seine Stütze und immer für ihn da, doch sie hat selbst so schwere Probleme und braucht auch mal eine starke Schulter zum Anlehnen.

Maggie habe ich von Anfang an ins Herz geschlossen, sie hat einen schweren Verlust erlitten und eine Tat mitansehen müssen. So was wünscht man noch nicht einmal den schlimmsten Feind. Sie hat mit der Ermordung der Mutter nicht nur ein Elternteil verloren, der Mörder ist der Vater. Einen Vater, den Maggie als kleines Kind vergöttert hat – bis sie merkte, das er auch dunkle Seiten an sich hat. Sie entwickelte eine unterschwellige Angst und ahnte schon, das ein Streit zwischen den Eltern irgendwann nicht mehr friedlich enden würde. Besonders süß fand ich die gemeinsame Erinnerung von Maggie und West am Ende des Buches: die beiden haben sich in jungen Jahren schon getroffen und sie hat ihm von der Angst erzählt. Eine schöne Idee der Autorin.
Seit der Ermordung der Mutter spricht Maggie kein Wort mehr. Sie möchte sich nicht erinnern und darüber sprechen. Sie schweigt um mit dem Schmerz umgehen zu können, doch keiner versteht sie. Zuerst lebt die bei einer Tante und landet schließlich bei Brady und seinen Eltern. Der Vater ist der Bruder der Mutter – dort hat sie zum ersten Mal das Gefühl gewollt zu werden. Sie fühlt sich nicht als Last oder falsch am Platz. Die Familie gibt ihr den Freiraum, den sie benötigt. Zwar versuchen sie Maggie wieder mehr in wirkliche Leben zu integrieren, aber auf eine liebe und nette Art und Weise.
Doch schließlich schafft es West mit seinen traurigen Augen sie wieder zum Reden zu bringen. Beide spenden sich Trost, doch irgendwann hat Maggie das Bedürfnis mit der eigenen Familie zu sprechen, was West nicht gefällt. Er wird besitzergreifend und engt sie ein. Mehr und mehr schleicht sich bei ihr der Verdacht ein, das nur sie ihm helfen kann und er sie nicht wirklich untersützen kann. Ob sie wohl zusammenbleiben…lest selbst.
Mit Abstand eines meiner Lieblingspaare in der Bücherwelt 🙂

Ich finde dieses Buch deutlich besser als die gesamte Sea Breeze-Reihe, der Schreib- und Erzählstil von Abbi Glines hat sich weiterentwickelt. Für mich ist es ein Highlight, es gibt Spannung an den richtigen Stellen und herzerweichende Szenen an anderen. Ein perfektes New Adult-Buch 🙂

Klare Lese- und Kaufempfehlung!

Schönstes Zitat

„Für alles, was ich verloren habe. Für alles, was ich gefunden hatte. Für alles, was ich jetzt nicht verlieren durfte, doch zu verlieren befürchtete.“
(West, S. 206)

🌟🌟🌟🌟🌟 Sterne

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s