Nur einen Sommer lang

Nur einen Sommer lang: Roman von [Rößner, Susanne]

Autor: Susanne Rößner
Verlag: Piper
Seiten: 300
Erscheinungsdatum: 02. Mai 2016
Preis: 8,99€ als Taschenbuch und Kindle eBook

Inhalt

Gerade als Laura ihre Freunde zu einem gemeinsamen Abendessen in ihrer Berliner Wohnung erwartet, flattert ihr der Brief eines Anwalts auf den Küchentisch: Völlig überraschend wurde sie mit einem Nachlass bedacht, der sie für mindestens ein halbes Jahr in die oberbayerische Gemeinde Schliersee entführen soll. Noch sieht sie sich allerdings nicht jodelnd und im Dirndl über die Kuhweiden laufen. Doch als ihre Freunde sie überreden, das Abenteuer zu wagen, lernt sie nicht nur die Eigenheiten des malerischen Voralpenortes kennen, sondern auch das Geheimnis des abweisenden, aber äußerst gut aussehenden Tierarztes Anton …
(Quelle: Klappentext)

Meine Meinung

Zuerst möchte ich mich beim Piper Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

Laura ist Single, lebt in Berlin und unzufrieden mit ihrem Job. Sie träumt davon irgendwann mal ein Buch zu schreiben. Einen schönen Krimi. Doch die Realität sieht anders aus. Sie ist unglücklich mit ihrer Situation, auch wenn sie viel mit ihren Freunden zusammen macht. Vor Jahren ist ihre geliebte Oma gestorben, mit der sie viel Zeit verbracht hat. Als sie schließlich ein Brief von einem Anwalt erhält und nach Bayern reist um mehr über den mysteriösen Nachlass erfahren, verändert sich ihr komplettes Leben.
Eine alte Freundin der Großmutter hat ihr eine Alm vermacht, in der sie sechs Monate verbringen muss, damit sie ihr rechtmäßig gehört. Nach langen Überleben willigt Laura ein, macht sich auf den Weg und wird mit offener Feindschaft im Ort empfangen. Sie ist verwirrt, bringt aber nach und nach ein wenig Licht ins Dunkle. Der Grund ist ein alter Streit mit dem Nachbarn, der auch das Freundschaftsaus mit der besten Freundin (Lauras Oma) verschuldet hat und der Sohn scheint das Verhältnis weiterhin so unterkühlt lassen zu wollen. Durch Zufall lernt Laura Franzi kennen, die beiden freunden sich an und sie wird eine der wichtigsten Personen in Lauras neuen Leben.
Als Anton eines Abends während eines Sturm nach Hause fahren möchte, entdecket der Laura halbtot am Straßenrand. Ohne zu zögern sammelt er sie auf und pflegt sie gesund. Beide sind nicht glücklich über diesen Umstand, doch nach und nach gewöhnen sich die beiden aneinander. Bis schließlich Liebe daraus wird.

Laura war für meinen Geschmack etwas zu naiv und unbedacht in vielen Situationen. Ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, das sie Ü30 ist – sie wirkte eher wie Anfang 20. Vollkommen unbedacht. Erst als sie mit dem Roman beginnt, verändert sie sich ein wenig. Aber trotzdem nicht genug, auch als sie mit Anton zusammen kommt, bleibt sie so trotzig und aggressiv wie vorher.
Anton wurde in frühen Jahren vom Adoptivvater mit Hass für die Nachbarin genährt. Er kann es nicht lassen und versucht die Neue mit seinen Freunden aus dem Dorf zu entfernen. Nur geht das schief, er entwickelt Gefühle und möchte mit ihr zusammenkommen.
Beide sind zwar ein niedliches Paar, doch leider war die komplette Situation um ihre Liebe für meinen Geschmack etwas zu kitschig. Zu sehr Rosamunde Pilcher. Zu rosarot. Und das Ende zu dramatisch, viel zu übertrieben. Da wäre etwas „einfacheres“ angemessen gewesen.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig lesbar und das Buch muss leider komplett ohne Spannung auskommen. Ich habe mich leider mehrere Kapitel gelangweilt und wollte das Buch schon abbrechen, habe es aber nicht getan – sonst hätte ich auch dieses sehr komische und für mich unfassbar schlecht gewählte Ende verpasst. Leider konte ich da nur ungläubig den Kopf schütteln. Es passt überhaupt nicht zum Rest der Geschichte. Vollkommen aus der Luft gegriffen. Und dann sie Schwangerschaft, was man ja schon am Beginn vermutet hat. Kein Wunder wenn man Antibiotikum nimmt und die Pille damit wirkungslos ist 😉 keine Überraschung.

Nur für wirkliche Fans von Rosamunde Pilcher lesbar, der Rest sollte lieber einen Umweg um dieses Buch nehmen.

Schönstes Zitat

„Ich kann mir schon vorstellen, was in Dir vorgeht. Du vermisst all das Schöne in den Bergen, die saubere Luft, das klare Wasser und die Ruhe dort. Und wenn Du dort bist, dann vermisst Du die Stadt, uns, das Laute und Hektische. Aber Du gehörst nirgendwo mehr hin, richtig? Als hätte man Dir deine Wurzeln ausgerissen?“
(Gabi, S. 201)

🌟🌟🌟 Sterne

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