Atem auf deiner Haut

atem auf deiner haut.png

Autor: Ewa Aukett
Verlag: BookRix GmbH. & Co. KG
Seiten: 522
Erscheinungsdatum: 20. Dezember 2014
Preis: 11,91€ als Taschenbuch und 2,99€ als Kindle eBook

Inhalt

Kirsten und Jeff MacAllister führen die scheinbar perfekte Ehe. Seit fünf Jahren sind sie „Freunde mit gewissen Extras“. Freunde, bei denen von Liebe nie die Rede war. Doch dann reißt das Schicksal unerwartet ein Loch in ihre heile Welt und all die Dinge, die zuvor wichtig schienen, sind plötzlich belanglos und nebensächlich. Für Kirsten wird es ein Wettlauf gegen die Zeit und sie weiß, nun zählen nicht nur ihr Mut und ihre Kraft – nun zählt vor allem, wie stark ihre Hoffnung ist … und ihr Glaube an die Liebe!
(Quelle: Amazon )

Meine Meinung

Jeff MacAllister verlor bei einem Autounfall seine Frau – die gemeinsame Tochter, damals nur ein paar Monate alt, überlebte den Unfall unversehrt. Vor fünf Jahren lernt er die Studentin Kirstin kennen und machte ihr zügig einen Heiratsantrag. Kirstin, jung und verliebt, nimmt ihn an und ist glücklich. Doch Jeffs wahre Absichten mit der Heirat sind andere: er möchte nur eine neue Mutter für Grace, seine Tochter.  Die Kirstin das gemeinsame Leben schwer macht – sie haben sich in den letzten Jahren immer mehr voneinander distanziert. Aber auch Jeff und Kirstin sind nicht mehr das, was sie mal waren. Kirstin ist endlich aufgewacht und blickt hinter Jeffs Plan. Trotzdem möchte sie ein Kind mit ihm adoptieren…bis ein Schicksalsschlag alles verändert.

Kirstin war mir anfangs viel zu naiv, sie glaubt an die große Liebe – bis zu Beginn der Schwierigkeiten. Sie ist gelangweilt von sich, dem Leben und Jeff. Mit Grace gibt es nur Probleme und zusätzlich muss sie noch die Feierlichkeiten für den fünften Hochzeitstag organisieren. Sie fühlt sich leer – und auch ihre Bilder verändern sich. Sie werden düsterer – auch gesundheitlich geht es ihr schlechter, aber das ignoriert sie gekonnt, bis sie zusammenbricht und ins Krankenhaus muss. Eigentlich hätte sie aufgrund ihrer Vorerkrankung bei den ersten Anzeichen schon alarmiert sein müssen. Aber nein, sie ignoriert alles.  Kirstin kann nicht auf sich Acht geben, und das macht sie so kindlich, fahrlässig und in gewisser weise auch dumm. Auch in Bezug auf ihre Beziehung zu Jeff, reagiert sie falsch. Sie frisst alles in sich hinein und  sucht leider nicht das Gespräch. Außerdem verändert sie sich nicht im Laufe der Geschichte, sie bleibt auf ihrem Punkt stehen.
Jeff war nie wirklich in Kirstin verliebt, es war eine Vernunftehe – mit gewissen Vorzügen, die ihm sehr gut gefallen. Trotzdem hängt er noch an seiner ersten Frau, auch wenn er dies vehement abstreitet. Das Portrait und den Heiligenschein, den er ihr vor Grace verpasst, sprechen eine andere Sprache. Auch das er wichtige Informationen über seine verstorbene Frau der kompletten Familie vorenthält,  spricht nicht für ihn. Er kann sich nicht gegen seine ignorante Großmutter durchsetzen, zieht immer den kürzeren.
Die Beziehung der beiden ist von Geheimnissen, fehlenden Gefühlen und Vertrauen gespickt – keine gute Grundlage für eine funktionierende Beziehung. Er geht fast fremd und unterstellt seiner Ehefrau die schlimmsten Dinge – für ihn ist sie oft einfach nur eine Lügnerin oder sucht nach Aufmerksamkeit. Für Kirsten ist Jeff einfach nur ein Mann, mit dem sie schläft, aber anscheinend vergessen hat, mit ihr an einem Strang zu ziehen. Mich hat es wirklich gewundert, da sie zusammengeblieben sind.

Die Erkrankung, die Kirstin hier erleidet wird gefühlsvoll und sehr intensiv dargestellt. Jedes einzelne Familienmitglied geht damit anders um und es schön mitzuerleben, wie sie lernen damit umzugehen. Die Wahl des Spenders ist für mich zwar vollkommen falsch und unrealistisch, aber letztendlich passend zu den vielen Klischees in dieser Geschichte.
Der Schreibstil ist flüssig und auch bewegend – besonders das Nachwort hat mir gut gefallen. Die Geschichte liest sich wirklich schnell und man möchte es, trotz vieler Klischees, nicht weglegen.

Insgesamt hat mir das Buch zwar gut gefallen, aber ein paar Tage nach dem Lesen wurde mir etwas klar: die Story ist gespickt mit so vielen Klischees, das sie mir jetzt, nach ein paar Stunden nachdenken, nicht mehr gefällt. Alle möglichen Klassiker, wie die böse Schwiegermutter oder die Stieftochter, die die neue Frau an der Seite des Mannes nicht akzeptieren kann. Das habe ich schon in vielen anderen Büchern besser gelesen. Auch die Adoption des traumatisierten Jungen, trotz einer Erkrankung, die möglicherweise tödlich enden könnte, wirkt in meinen Augen nicht  sonderlich realitätsnah. Welche staatliche Macht, würde das im wahren Leben machen? Natürlich würde der Erhalt des Jungen die Überlebungschancen erhöhen, aber ist es das wert? Man spielt mit den Gefühlen des Kindes, das gefällt mir nicht.
Außerdem wirkt es ein einigen Stellen auch zu sehr und unnötig in die Länge gezogen – vielleicht wäre hier ein Zweiteiler angebracht gewesen.

Leider nur eine bedingte Lese- und Kaufempfehlung :/

Schönstes Zitat

Gab leider keins 😦

🌟🌟🌟 Sterne

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s