Das Pfirsichhaus

Pfirsichhaus

Autor: Courtney Miller Santo
Verlag: Heyne
Seiten: 465
Erscheinungsdatum: 14. Dezember 2015
Preis: 9,99€ als Taschenbuch und 8,99€ als Kindle eBook

Inhalt

Die 30-jährige Lizzie steckt in einer handfesten Lebenskrise. Als sie erfährt, dass das Haus ihrer verstorbenen Grandma Mellie abgerissen werden soll, will sie das nicht einfach hinnehmen. Gemeinsam mit ihren gleichaltrigen Cousinen Elyse und Isobel beschließt sie, ein paar Monate am Mississippi zu verbringen und das verwinkelte Haus zu renovieren. Dabei findet sie nicht nur zu sich selbst sondern entdeckt auch ein paar Dinge, die sie auf die Spur eines gut gehüteten Familiengeheimnisses bringen …
(Quelle: Bloggerportal )

Meine Meinung

Zuerst möchte ich mich beim Bloggerportal und dem Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken! 🙂

Das Buch besteht aus drei Abschnitten – jedes handelt von einer anderen Cousine (Lizzie, Elyse & Isobel). Die Story innerhalb der Abschnitte stammt aus verschiedenen Monaten und Jahren.

Im ersten Teil des Buches kommt Lizzie zu Wort. Sie erzählt von ihrer Kindheit, die sie lange Zeit nur mit ihrer Mutter verbracht hat. Bis ein neuer Mann in das Leben der Mutter trat – danach wurde aus dem Zweiergespann eine Familie mit ganz viel Anhang.
Auch die erste Begegnung mit der Großfamilie, insbesondere mit den Cousinen Elyse und Isobel, wird beschrieben. Die Mädchen freunden sich an und halten über Jahre den Kontakt zueinander.
Lizzie ist mit den Jahren eine begnadete Profifußballerin geworden, die mit einer zweiten schweren Knieverletzung zu kämpfen hat. Während ihrer Reha, bei der sie bei Isobel untergekommen ist, wird sie von den Eltern zum Haus ihrer Großmutter zitiert.
Mit Isobel mit Schlepptau reist sie zum besagten Haus und trifft dort auf Elyse. Zusammen renovieren sie das Haus.

Im zweiten Abschnitt kommt die Schauspielerin Isobel ihre Geschichte. Früher war sie bekannter, in der Zwischenzeit bleiben die Rollen aus und sie beginnt billige Häuser zu kaufen und zu renovieren. Nebenbei pflegt sie ihre Cousine Lizzie.
Nachdem sie zum Haus der Großmutter zitiert wurden, wird aus Isobel wieder eine Geschäftsfrau, die einen kleinen Auftrag an Land zieht.

Im letzten Teil kommt Elyse zu Wort – viel hat sie in ihren jungen Jahren nicht geschafft. Viele Geschäftsideen gingen pleite und nun ist sie auf der „Flucht“ vor ihrer Familie – die kleine Schwester heiratet Elyses besten Freund und Jugendliebe.

Ich wurde leider nur mit Lizzie warm, da sie auf mich den vernünftigsten und bodenständigsten Eindruck gemacht hat. Besonders gut fand ich die Idee als Trainerin angeheuert zu werden. Die Liebesgeschichte mit T.J. war sehr fad und in meinen Augen oft nur so nebenbei erwähnt. Erst wollte Lizzie nichts mit ihm anfangen und plötzlich verbringen sie oft die Nächte zusammen. Da fehlte mir leider ein bisschen Story.
Isobel wirkte anfangs noch recht normal, doch im Laufe der Geschichte wurde deutlich, das sie einfach nur im Rampenlicht stehen möchte und ihr Gesicht wieder im Fernsehen sehen. Die Beziehung mit Marc fand ich eine gute Idee, nur leider etwas unglücklich beschrieben.
Elyse fand ich von Anfang an sehr nervtötend und kindlich. Auch die Idee mit der Sabotage der Hochzeit macht einen unreifen Eindruck auf mich. Alles in allem war ihre Geschichte die schlechteste im ganzen Buch.

Die Charaktere blieben leider relativ farblos und unscheinbar, auch wenn reichlich Rückblicke in die Vergangenheit vorhanden waren. Ich konnte mich kaum in sie hineinversetzen, was wirklich schade war.
Die Geschichte wirkte stellenweise auch einfach zu langatmig und ich musste ab und zu wirklich mit mir kämpfen.
Auch der Titel „Das Pfirsichhaus“ passt für mich nicht zur Story, da die Pfirsiche eine zu kleine Rolle im Gesamtbild einnehmen. „The Spine House“ wäre die bessere Wahl gewesen.
Insgesamt eine schöne (oberflächliche) Familiengeschichte, die mit Sicherheit einige Anhänger finden wird.

Leider kann ich hier nur eine Leseempfehlung geben, da mir für einen Kauf einfach zu viel gefehlt hat.

Schönstes Zitat

„Du weißt schon, diesen Scheiß, dass Du aus Fehlern und dem Scheitern lernst, und vor allem aus dem, was Du am meisten bereust. Blablabla. Alles Quatsch. Manchmal triffst Du eben die falsche Entscheidung, und es wirft Dich um Jahre zurück oder hinterlässt Schäden, die Du nicht voraussehen konntest. Das muss man einfach wissen.“
(Lizzie, S. 383)

🌟🌟🌟 Sterne

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