Winter und Schokolade

Winter und Schokolade

Autor: Kate Defrise
Verlag: Heyne
Seiten: 448
Erscheinungsdatum: 12. Oktober 2015
Preis: 9,99€ als Taschenbuch und 8,99€ als Kindle eBook

Inhalt

Die Schwestern Magali, Jacqueline und Colette haben schon lange nichts mehr von ihrem Vater gehört. Seit dem Tod ihrer geliebten Mutter vor vielen Jahren herrscht Eiszeit in der Familie. Als er ihr Vater sie einlädt, Weihnachten mit ihm zu feiern, sind sie alles andere als begeistert. Dennoch fahren die Schwestern nach Hause, im Gepäck nichts als ihren Groll und das alte Familienrezept für Mousse au Chocolat. Sie ahnen nicht, dass ein lang gehütetes Geheimnis darauf wartet, gelüftet zu werden …

(Klappentext)

Meine Meinung

Der Klappentext spiegelt leider nicht den wirklichen Inhalt des Buches wieder. Am Ende des Romans kommt es zwar zu der genannten Weihnachtssituation, aber diese wird auf wenigen Seiten abgehandelt und ist leider nicht besonders „heftig“ wie es der Klappentext unterschwellig andeutet. Ich war sehr enttäuscht vom Ende.
Im den ersten 2/3n des Buches geht es um die Zeit vor Weihnachten, gestartet wird ein paar Wochen vor Thanksgiving.
Jedes Kapitel wird von einer anderen Schwester erzählt, der Bruder Al kommt nicht zu Wort. Man erhält einen guten Einblick in das jeweilige Leben der einzelnen Frauen – sie haben ein gutes Verhältnis und hören regelmäßig voneinander, obwohl sie auf zwei Kontinente verstreut leben. Magali und Colette in den Staaten und Jacqueline in Belgien.
Der Grund dieser besonderen Verbundenheit ist mit Sicherheit der frühe Verlust der Mutter. Jede hat ein ganz bestimmtes Utensil, das sie an sie erinnert. Außerdem verehren sie sie wie eine Göttin, was nicht besonders gesund zu sein scheint. Zum Vater haben sie ein schlechtes Verhältnis, der Grund wird am Ende des Buches erläutert.

Magali „Gali“ war für mich das Highlight es Buches, ich habe sie sofort ins Herz geschlossen und konnte mich gut in sie hineinversetzen. Sie liebt ihren Mann und ihre Kinder. Nebenbei schreibt sie Kochbücher, ihr großer Traum ist ein eigener Roman. Als ihre Agentin / Verlegerin die Zusammenarbeit beendet, muss sie sich jemanden neuen suchen, was sie auf eine interessante Reise nach New York bringt. Sie macht eine entscheidende Begegnung, die vielleicht ihr Leben ändern wird.
Stets an ihrer Seite ist ihre beste Freundin Syd, die mir auch sehr gut gefallen hat.

Colette ist eine Hilfslehrerin und mit einem Mann zusammen, der sie schon mehrfach belogen, verlassen und hintergangen hat. Er kommt immer wieder angekrochen und sie vergibt ihm – bis er eines Tages mit dem gesamten Mobiliar verschwindet und sie dem Einbrecher Dante auf frischer Tat in ihrer Wohnung begegnet. Sie freunden sich an und unternehmen einiges zusammen…bis der Ex wieder auftaucht und um ihre Hand anhält.
Jacqueline ist Schauspielerin und an einem Theater angestellt. Sie hat einen Freund und die besten Freunde des Paares wohnen nur ein paar Meter neben ihnen. Sie verbringen viel Zeit miteinander. Eines Tages wird sie schwanger und wenig später stellt sich heraus SPOILER!!! das sie es gar nicht ist, danach kann sie nur noch daran denken nochmal schwanger zu werden. Darüber vergisst sie ihren Freund und sie entfremden sich.
Mit Colette und Jacqueline wurde ich nicht sonderlich warm. Colette war mir zu unselbständig und schwach und Jacqueline zu perfekt und arrogant.

Über Al erfahren wir nicht viel in der Geschichte, nur das er viel mit seiner Kamera unterwegs ist und niemanden erzählt wo er sich gerade aufhält. Nur bei Gali taucht er ab und zu überraschend auf und bleibt ein paar Tage.

Insgesamt ein schöner Winterroman (gespickt mit ein paar Rezepten) mit einem leider sehr schwachen Ende und zwei unsympathischen Hauptprotagonistinnen…wirklich schade, da mir der Roman ansonsten sehr gut gefallen hat. Allein die Story um Gali hätte fünf Sterne verdient…leider reicht es trotzdem nicht für eine bessere Sterneanzahl 😦

Leseempfehlung ja, Kaufempfehlung leider nicht – außer man kann über die beiden genannten Kritikpunkte hinwegsehen 😉

Schönstes Zitat

Das „Mousse au chocolat belge“ – Rezept auf Seite 41.

🌟🌟🌟 Sterne

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