Little Dog und ich

little dog

Autor: Ann Garvin
Verlag: Diana
Seiten: 347
Erscheinungsdatum: 14. Dezember 2015
Preis: 9,99€ broschiert und 8,99€ als Kindle eBook

Inhalt

Dr. Lucy Peterman ist eine geachtete Chirurgin, die ihre Patienten mit Mitgefühl und Leidenschaft durch schwerste Krankheiten begleitet. Doch das war vor dem Unfall. Bevor ihr Ehemann und ihr ungeborenes Kind von ihr gerissen wurden. In einem Teufelskreis aus Trauer und Wut gefangen, zieht Lucy sich immer weiter zurück. Bis ihr eine fremde Hündin im Park zuläuft. An Little Dogs Seite beginnt Lucy, sich ihren Ängsten zu stellen, öffnet zaghaft ihr Herz für neue Beziehungen – und vielleicht sogar für die Liebe …

(Quelle: Bloggerportal )

Meine Meinung

Zuerst möchte ich mich bei dem Bloggerportal und dem Diana – Verlag (insbesondere Julia Jerosch) für das Rezensionsexemplar bedanken 🙂

Lucy hat durch einen Autounfall alles verloren, was ihr wichtig war. Der geliebte Mann und das ungeborene Kind. Doch sie kommt wieder auf die Beine und arbeitet wieder im Krankenhaus – äußerlich wirkt sie wieder vollkommen in Ordnung. Sie macht ihren Job gut – nur hält sie zu den Kollegen Abstand. Innerlich ist sie vollkommen zerstört, seit dem Unfall kann sie nicht mehr im gemeinsamen Schlafzimmer schlafen und nutzt das Kinderzimmer für den notwendigen Schlaf. Zusätzlich klaut sie Verbandsmaterial und ähnliches im Krankenhaus – auf einer Party fliegt sie auf. Lucy wird beurlaubt und soll zur Therapeutin – wenn sie es schafft ihre Krankheit erfolgreich zu besiegen, dann kann sie wieder zurück an ihren alten Arbeitsplatz.

Lucy hat mir anfangs wirklich leid, aber im Laufe der Geschichte wurde sie mir immer unsympathischer – sie denkt nur an sich, alle anderen sind ihr egal. Hauptsache sie kann den größten Profit abgreifen.
Die Beziehung zum Bruder Charles ist laut Lucy sehr gut – hat sie ein Problem kommt er mit sein Partner Phong sofort angelaufen und kümmert sich um sie. Bei genauerer Betrachtung läuft die Beziehung nur für Lucy positiv – die beiden Männer können nie bei Lucy ihr Leid und ihre Probleme erzählen. Sie müssen alles alleine austragen und mit den Folgen und Problemen klar kommen.
Auch bei den Therapiesitzungen wird schnell deutlich, das Lucy sich ihrem Problem nicht bewusst ist – sie hat natürlich wieder keine Schuld und alle anderen machen ihr Leben so schwer. Deswegen hat es mich auch gewundert, das sie im Wartezimmer sofort Freundschaft mit der magersüchtigen Sidney geschlossen hat.
Nebenbei trifft sie einen alten Schulkameraden wieder – Mark, den sie später auch bei den AA wieder trifft. Ständig schneiden sich ihre Wege und die beiden entwickeln eine Freundschaft.
Die Therapeutin schickt sie zu den AA (anonymen Alkoholikern) und auch dort bleibt sie eher für sich und lauscht den Problemen der anderen. Sie hat ja keins. Doch bei einem gemeinsamen Einkauf mit Sidney landet ein kleines Diebesgut in der Tasche und sie wird von der Polizei mitgenommen – natürlich ist es Mark – durch die erkennungsdienstliche Behandlung wird Lucy zum ersten Mal bewusst, das sie wirklich ein Problem hat. Nebenbei rettet sie auch noch eine Hündin, der sie ein Zuhause gibt –  durch Little Dog kommt sie auch an einen ehrenamtlichen Job in der Hunderettungsstation und kommt auch Mark immer näher.

Insgesamt hat mir das Buch nicht so gut gefallen, zu Beginn war es mir zu langweilig und zum Ende des Buches haben sich die Ereignisse überschlagen, sodass es in manchen Punkten einfach nicht realistisch gewirkt hat. Leider hatte ich mir mehr vom Titel erhofft, besonders im Bezug auf „Little Dog“. Auch in der Beschreibung wurde dem Hund eine größere Rolle / Wichtigkeit zugeteilt, die aber nicht in der Geschichte deutlich wurde – da war der Hund eher eine Nebenrolle.
Die Charaktere haben durchweg konstant mit ihrem Problemen zu kämpfen und manche verändern sich auch um 180 Grad (z.B. Sara) – das fand ich schön mitzuerleben. Leider wurde ich mit Lucy nicht warm – für mich eine durchweg egoistische Frau (z.B. Beziehung zum Bruder, Verhältnis zu Mark, Schwangerschaft, Hunderettungsstation). Schade, das es bei ihr keine größere Veränderung gab.
Die Autorin behandelt viele schwierige Themen, an die sich nicht unbedingt jeder Autor ranwagt. Jeder einzelne Fall bekommt seine Geschichte und es ist sehr interessant mitzuerleben, wer welches Problem hat und wie er damit umgeht.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und lässt sich sehr flüssig lesen.

Ein etwas anderes Buch, das schwierige Themen (Tod, Trauer und Neubeginn) behandelt – wer sich für diese Themen interessiert bekommt eine klare Leseempfehlung.

 

Schönstes Zitat

„Es wird besser werden, Lucy, aber du weißt ja, wie es heißt: Manchmal muss es schlimmer werden, bevor es besser wird.“
(Phong, S. 69 )

🌟🌟🌟 Sterne

Advertisements

2 Comments

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s