Die Glücksammlerin

Glücksammlerin

Autor: Julie McGowan
Verlag: Blanvalet
Seiten: 381
Erscheinungsdatum: 16. November 2015
Preis: 9,99€ als Taschenbuch und 8,99€ als Kindle eBook

Inhalt

Cornwall, das ist der eine Ort, an dem sich Allie am geborgensten fühlt – hier hat sie die schönsten Momente ihrer Kindheit verbracht. Aus diesem Grund flüchtet sie nach ihrer gescheiterten Ehe in diese idyllische Abgeschiedenheit, um in Ruhe über ihr Leben nachzudenken. Doch das Schicksal verfolgt andere Pläne, denn kurz nach ihrer Ankunft begegnet Allie der lebenslustigen Mittfünfzigerin Marsha, die eine Horde jüngerer Leute um sich schart. Sie alle bringen ungeahnten Schwung in Allies Leben – vor allem Adam hat es ihr angetan. Doch als Allies Glück zurückgekehrt scheint, stellt die Vergangenheit nicht nur ihr eigenes Leben auf den Kopf …

(Quelle: Bloggerportal )

Meine Meinung

Zuerst möchte ich mich bei dem Bloggerportal und dem Blanvalet Verlag (Sebastian Rothfuss) für das Rezensionsexemplar bedanken 🙂

Allie flieht vor ihrem alten Leben (und auch irgendwie der Mutter, Juliet) nach Cornwall. Die Region verbindet sie mir guten Erinnerungen an ihren Vater, Ian, der die Familie vor Jahren verlassen hat – das glaubt Allie – und nun mit seiner neuen Frau und den gemeinsamen Kindern in Frankreich lebt.
In Cornwall lernt sie beim Sonnenbaden die Künstlerin Marsha kennen, sie bietet ihr Anschluss an ihre „Clique“ an. Allie ist anfangs zwiegespalten, ringt mit sich und trifft sich an einem Abend mit ihnen.
Leider fühlt sie sich in der Gruppe nicht wohl und versucht nicht als zu griesgrämig zu sein.
Im Laufe der Zeit lernt sie Adam und Marsha immer besser kennen und auch die anderen Kate, Marie, Simon und Chris gefallen Allie immer besser. Ohne es zu merken wird sie ein Teil der Gruppe.
Marsha hilft ihr über ihren Trennungsschmerz hinweg und zwischen ihr und Adam sprühen nach einiger Zeit Funken. Als sich schließlich herausstellt das Marsha Krebs hat und alle bescheid wissen, fühlt sich Allie ausgegrenzt und als Erinnerungen an eine Situation im Kindheitsurlaub in Cornwall auftauchen, in denen Marsha eine tragende Rolle spielen, wirft Allie das Handtuch und geht zurück nach London, ihre Heimatstadt…

„Die Glücksammlerin“ ist eine interessante Geschichte, die leider an manchen Stellen zu offensichtlich und leicht zu durchschauen war.
Eine junge Frau wird vom Ehemann verlassen und während die Scheidung läuft, versucht sie in Cornwall einen freien Kopf zu bekommen und trifft auf eine interessante Gruppe. Sie verliebt sich in ein Mitglied und verlässt es, nachdem eine Verbindung zwischen ihrem Vater und einer guten neuen Freundin auftaucht, die vermutlich mit der Trennung der Eltern zusammenhängt. Frau läuft weg. Mann hinterher und holt sie zurück.
Oft erscheint es als ein typischer Liebesroman, doch an einigen Stellen ist es auch wieder mehr – nur leider nicht in der kompletten Geschichte.

Insgesamt hat mir das Buch überhaupt nicht gefallen, da es mich nicht berühren konnte. Natürlich ist jede einzelne Geschichte der Personen traurig und mit Sicherheit nicht schön zu erleben, aber es hat mir bei vielen Charakteren an Tiefe gefehlt. Gute Beispiele sind Kate und Marie, man erfährt zwar so nebenbei, ganz schnell, ihre Geschichte, aber mehr auch nicht. Im Gegensatz zu Adams Vergangenheit wurde dort zu sehr gespart – seine klingt im Gegensatz zu den anderen doch noch sehr „normal“. Auch Marsha bleibt deutlich farblos, sie ist eine der Hauptpersonen und doch wird sie nur als Nebencharakter behandelt.
Viele Charaktere wurden so gut und interessant ausgearbeitet (Allie, Ian, Adam oder in Ansätzen auch Juliet) und man konnte sich auch in einigen Situationen mit ihnen identifizieren – schade das es nicht überall so sein konnte.
Der Titel „Die Glücksammlerin“ passt, meiner Meinung nach, nicht zur Geschichte. Weder Kate, noch Marie, noch Marsha oder Allie (ebenso Juliet) sind Glücksammlerinnen für mich – ich kann nicht nachvollziehen, was, bzw. wen, die Autorin mit dem Titel gemeint hat.
Auch die Erzählweise im ersten und letzten Kapitel des Buches war nicht unbedingt meins – auch der Inhalt war mehr als überflüssig. Wenn es gefehlt hätte, wäre es nicht besonders schlimm gewesen.

Leider kann ich hier nur schweren Herzens eine Leseempfehlung aussprechen – als geliehenes Buch (z.B. aus der Bücherei oder von Freunden) kann ich es Euch als Zwischendurchlektüre empfehlen (stellt nur bitte nicht zu viele Erwartungen ans Buch).
Kaufen würde ich es mir leider nicht, dazu bietet es mir zu wenig interessanten Inhalt.

Schönstes Zitat

„Die Menschen verändern sich…lernen neue Leute kennen…so ist der Lauf der Dinge.“
(Juliet, S.34)

🌟🌟 Sterne

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