Sturmgeflüster

 

Autor: Gabriella Engelmann
Verlag: Arena
Seiten: 197
Erscheinungsdatum: 01. Juni 2015
Preis: 8,99€ broschiert und 8,99€ als Kindle eBook

Inhalt

Sonne, Wind und Wellen! Für Tinka eröffnet sich eine neue Welt, als sie auf Sylt den attraktiven Kitesurfer Sven kennenlernt. Mit seinen meerblauen Augen bringt er Tinkas Herz sofort zum Kentern. Es könnt der Sommer ihres Lebens werden. Gäbe es da nicht ein dunkles Geheimnis, über das Sven und seine Clique beharrlich schweigen. Tinka fühlt sich beobachtet und weiß bald nicht mehr wem sie auf der Insel wirklich trauen kann. Es ist fast zu spät, als sie begreift, dass sie selbst eine düstere Vergangenheit wieder heraufbeschworen hat.

(Quelle: Klappentext)

Meine Meinung

Anfangs weiß Tinka noch nicht so wirklich, was sie mit dem Plan die Sommerferien bei ihren Großeltern zu verbringen, anfangen soll, zudem die beste Freundin auch noch absagt. Das Pferd und die Turniere sind wichtiger – natürlich ist auch der neue Freund schuld.
Erst ist Tinka traurig, was sich aber ändert sobald sie Insel erreicht.
Lange hat sie Oma Inken und den Opa Eycke nicht mehr gesehen – nichts hat sich auf ihrem Hof verändert und die Enkelin fühlt sich sofort Zuhause. Was natürlich auch an dem schönen Gästezimmer lag, das ihre Großeltern ihr hergerichtet haben.
Durch einen Zufall begegnet sie Sven, einem Rettungsschwimmer. Sie lernen sich kennen und gehen zusammen essen. Dort begegnet sie Sven, in den sie sich sofort verliebt. Als alle sie erblicken, werden sie blass und erahnen sofort, warum sich Sven zu ihr hingezogen fühlt.
Die beiden verbringen viel Zeit zusammen und die Exfreundin Antonia fährt die Krallen aus – sie möchte die nächste Frau an seiner Seite sein.
Doch irgendwann bekommt Tinka die andere, launische Seite von Sven zu Gesicht und sie beginnt nachzuforschen und erhält ihre Antwort, auch auf die Reaktion der Clinque. Unterdessen passieren immer wieder Kleinigkeiten wie zerstochene Reifen. Schnell hat Tinka Antonia in Verdacht, doch Sven kann es sich nicht vorstellen. Nach einem Unfall weiß das junge Mädchen nicht mehr wem sie trauen kann – und es kommt noch schlimmer…

Mich hat es sehr berührt wie selbstverständlich, vielleicht auch ab und zu mit etwas murren, sie ihren Großeltern geholfen hat. Hühner füttern, Beeren pflücken oder Blumen schneiden – Tinka war stets zur Stelle.
Ich selber bin auf dem Land großgeworden und habe auch jahrelang den Sommer bei meinen Großeltern verbracht und mitgeholfen, das war normal. Für mich ist das aber in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit mehr – was wirklich schade ist.
Vermutlich lag dies aber auch an der Aufgeschlossenheit der älteren Generation gegenüber der jüngeren. Sie lassen ihr freie Hand, möchten nur gerne wissen was sie vorhat, und auch das Internet ist ihnen nicht fremd. Sie behandeln sie ebenbürtig und unternehmen viel mit ihr, z.B. gemeinsame Buchladenbesuche oder Fahrten in größere Dörfer auf der Insel.

„Sturmgeflüster“ ist ein sehr gelungener Jugendroman mit einem großen Hauch von Thriller, der auch problemlos Erwachsene fesseln kann.
An keiner einzigen Stelle konnte man erahnen, was vielleicht als nächstes passieren könnte oder wie sich die Geschichte weiterentwickeln könnte.
Alle Charaktere waren authentisch, jeder hatte seine eigene Geschichte und Schattenseiten, und hat sich perfekt in das Gesamtbild angepasst.
Auch die typischen Sylt-Themen wie die Reichen, die dort leben, oder auch die Konkurrenz der Gastronome untereinander, bzw. die Vorteile, die man aus einer Verbindung zweier Kinder erhält, werden benannt – das macht es noch realer, sodass ich mir gut vorstellen kann, das es öfters als gedacht auf der Insel zu solchen Verbindungen kommt.

Bin selbst ein großer Fan der Insel, habe mich gleich an meine schönen Ferienaufenthalte auf Sylt erinnert, und konnte das Meer förmlich riechen – der tollen Schreib- und Erzählweise der Autorin sei dank. Sie hat es wirklich geschafft den typischen Inselcharm in dieses Buch zu transportieren. Wer nach diesem Buch nicht den Drang hat die Insel zu besuchen, dem ist nicht mehr zu helfen 😉

Klare Lese- und Kaufempfehlung!

Schönstes Zitat

„…denn ein schweres Wetter zog wieder am Abendhimmel herauf, und man konnte in der Dämmerung bemerken, wie die Wogen des Sees ihre weißen Häupter schäumend emporrichteten, als sähen sie sich nach dem Regen um…“
(S. 154)

🌟🌟🌟🌟🌟 Sterne

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