Das Sommerversprechen

Sommerversprechen

Autor: Elin Hildebrand
Verlag: Goldmann
Seiten: 378
Erscheinungsdatum: 20. April 2015
Preis: 9,99€ als Taschenbuch und 8,99€ als Kindle eBook

Inhalt

Seit mehr als einem Vierteljahrhundert leitet die 48-jährige Dabney die Handelskammer von Nantucket, und jeder kennt und liebt sie. Nicht nur wegen ihres Postens, sondern vor allem, weil sie die inoffizielle Heiratsvermittlerin der Insel ist: Dabney hat schon über vierzig Paare zusammengeführt. Seit ihrer Jugend erkennt sie, ob zwei Menschen zueinander passen. Doch als Dabney erfährt, dass sie Krebs und nur noch wenige Monate zu leben hat, beschließt sie, diese Zeit darauf zu verwenden, die richtigen Partner für die Menschen zu finden, die sie am meisten liebt: für ihren Ehemann, ihren Liebhaber und für ihre Tochter. Die Frage ist nur, was die drei selbst davon halten …

(Quelle: Bloggerportal )

Meine Meinung

Zuerst möchte ich mich beim Bloggerportal und dem Goldmann Verlag  (insbesondere Barbara Henning) für das Rezensionsexemplar bedanken 🙂

Leider passt der Klappentext nur in Ansätzen zur Geschichte des Buches.
Dabney leitet zwar seit langem die Handelskammer der Insel und ist die inoffizielle Heiratsvermittlerin der Insel. Viele hat sie schon zusammengeführt und auf ein paar Seiten im Buch erzählen sie ihre Story in Kurzgeschichtenform – für mich das Highlight im gesamten Buch, ohne wäre es sehr farblos gewesen.
Falsch ist allerdings die Formulierung „doch als Dabney erfährt, dass sie Krebs und nur noch wenige Monate zu leben hat, beschließt sie, diese Zeit darauf zu verwenden, die richtigen Partner für die Menschen zu finden, die sie am meisten liebt“ – dies passiert erst im letzten Teil des Buches und verläuft doch sehr seicht und nicht sonderlich aktiv.
Beim Ehemann, Box, macht sie gar nichts, erzählt ihm nur, das seine Assistentin, Miranda, in ihn verliebt ist. Nach Dabneys Tod kommt er erst selbst auf die Idee, das er sich ihn sie verliebt hat.
Die Tochter Agnes trennt sich eigenständig vom Verlobten und findet in dem Arbeitskollegen von ihrer Mutter, Riley, erst einen guten Freund und selbstständig einen Lebenspartner.
Auch ihre Affäre Clen hat keine Lust auf eine Frau nach seiner großen Liebe und bleibt ihr auch über ihren Tod hinaus treu.

Dabney wird in diesem Buch zu perfekt dargestellt – sie ist das Herz der Handelskammer und nur durch sie konnten sich die Einnahmen und der Einfluss so stark erhöhen. Natürlich bringt sie alle zusammen und schafft rosa Wolken um die Verliebten, die ein Leben lang zusammenbleiben werden (steht ja nicht zur Debatte, das sie sich trennen könnten). Und dann gibt`s noch eine junge Angestellte, die Dabney verehrt und sich wie sie kleidet.
Nicht zu vergessen ihre Erkrankung, die die Hauptperson erst als Weizenallergie und dann als „Liebeskrankheit“ diagnostiziert. Dabei zeigen die Symptome deutlich etwas anderes an – Schmerzen im Bauch und der rapide Gewichtsverlust sind ja nur „Begleiterscheinungen“.
Irgendwann wurde es mir zu viel Dabney und zu wenig Story – konstant stand sie im Mittelpunkt, da brachten die verschiedenen Erzählperspektiven (Agnes, Box, Clen) auch nichts. Alles dreht sich um die Berühmtheit der Insel. Erst als alle hinter die Affäre mit ihrer Jugendliebe kommen, beginnt der glänzende Überstern zu sinken…

Clen erhält ein paar Kapitel über sein Leben, in denen leider nur auch nicht sehr deutlich wird, das er seine große Liebe Dabney sonderlich vermisst hat. Nur ab und zu kommt etwas durch, z.B. als eine Freundin keine Perlen tragen durfte – das steht nur Dabney zu.
Box bleibt sehr farblos und wirkt wie ein hektischer Lehrer, der überall anders sein will als auf der Insel. Interesse an seiner Frau hat er kaum noch und sieht in ihr mehr ein lästiges Anhängsel.
Agnes, die Tochter, hat mehr mit sich zu tun und auch nicht das beste Verhältnis zur Mutter – nur als Box misstrauisch wird, versucht auch sie hinter das Geheimnis der Mutter zu kommen.

Hatte mir etwas komplett anderes vorgestellt, wurde sehr enttäuscht und war froh als ich das Buch zur Seite legen konnte. Dabney konnte mich nicht erreichen, was vermutlich an der Oberflächlichkeit der Geschichte lag, es ging kaum in die Tiefe und auch die Charaktere bleiben farblos. Auch die Handlungsweise (besonders im Bezug auf die Krankheit) konnte mich nicht überzeugen und wirkte teilweise wie an den Haaren herbeigezogen.

Leider kann ich das Buch nicht weiterempfehlen 😦

Schönstes Zitat

„Ich sagte, dass neue Orte einen Menschen manchmal verändern, dass neue Erfahrungen uns formen, und Dabney sagte, sie gefalle sich so, wie sie ist, und sie sei fest entschlossen, auch so zu bleiben.“
(Dr. Donegal, S. 50)

 

🌟 Stern

 

 

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