Zwischen uns nur der Himmel

Autor: Laura Johnston

Verlag: dtv

Seiten: 401

Erscheinungsdatum: 23. Oktober 2015

Preis: 9,95€ als Taschenbuch und 7,99€ als Kindle eBook

Inhalt

Good girl meets bad boy

Als Austin Sienna an ihrem ersten Urlaubsabend vor einer Horde grölender junger Männer rettet, verliebt er sich Knall auf Fall in sie. Und Sienna geht es nicht anders.

Doch zwischen ihnen stehen die unterschiedlichen Welten, aus denen sie kommen, eine gewaltige Menge an Problemen und Schuldgefühlen, die Sienna mit sich herumträgt, und nicht zuletzt Austins Vergangenheit, die eine Beziehung unmöglich macht.

(Quelle: Klappentext)

Meine Meinung

Sienna gerät in eine gefährliche Situation und Austin rettet sie. Zusammen verbringen sie den Abend zusammen und verlieben sich ineinander, einziges Problem: Sienna ist vergeben. Jedoch treffen sie sich immer weiter – doch es kommen immer wieder neue Rückschläge ans Tageslicht. Werden sie es gemeinsam überstehen oder gehen sie am Ende getrennte Wege? Liest selbst 😉

Das Buch beginnt sehr holprig, sodass man sich nur schwer in die Geschichte kommt. Auch der Schreibstil tut da nichts Gutes für die Geschichte – mir hat er überhaupt nicht gefallen, ebenso wie die, meiner Meinung nach, unpassendend platzierten Perspektivwechsel zwischen Austin und Sienna.
Man erfährt, das der Vater bei einem Verkehrsunfall, bei dem auch Sienna involviert war, gestorben ist, und sich Sienna die Schuld daran gibt. Sie ist Motorradfahrern ausgewichen und verlor dabei die Kontrolle über den Wagen.
Seit dem leidet sie an plötzlichen Unmachtsanfällen, in denen sie mir ihren Vater spricht.
Die Mutter und auch der kleine Bruder Spencer leiden an unter dem Verlust, jeder auf seine eigene Art. Spencer wird unausstehlich und entwickelt Fantasien in die er flüchtet und die Mutter ist nur am Meckern und versucht Sienna ihren Willen aufzudrücken.
Als sie Austin am Abend kennenlernt, befreit sie sich für kurze Zeit aus den Fesseln ihres Lebens. Sie verbringen den Abend zusammen und Austn kauft ihr ein teures Paar Schuhe, da er sie als reiches und verwöhntes Mädchen wahr nimmt. Sie nimmt ohne zu zögern an und ich schüttle nur den Kopf…
Austin hat drei Jobs um sich über Wasser zu halten und gibt auf einmal viel Geld für Schuhe aus – und das für ein reiches Mädchen, das er gerade kennengelernt hat, was ihm so gut gefällt und von dem er weiß, das es einen Freund hat. DAS funktioniert einfach nicht für mich.

Die beiden verbringen viel Zeit miteinander, ohne überhaupt an die Folgen ihrer „Beziehung“ zu denken. Siennas Freund Kyle wird betrogen und auch ihre Mutter wird verletzt – dabei hat sie nur Angst, das es mit ihrer Tochter bergab geht, sie vollkommen geldlos wird und sich alles neu erarbeiten muss. Zwischendurch wird Sienna auch immer wieder bewusstlos und spricht mit ihrem Vater.
Eines Abends lernt Sienna zwei Freunde von Austin kennen – mit einer traumatischen Folge: Es sind die Todesfahrer.
Sie reden sich mit der Ausrede „mussten Müll ausweichen“ raus und Sienna glaubt ihnen.
Schon wieder funktioniert es wieder nicht für mich: Im Buch lernt man die beiden Freunde gut kennen: Alkohol und Drogen spielen eine große Rolle für sie, da sie aus zerrütteten Familienverhältnissen kommen.
Das ausgerechnet diese an dem Unfalltag nur ein Bier und keine Drogen konsumiert haben und einfach nur Müll ausgewichen waren und den Wagen gar nicht bemerkt haben, ist für mich unglaublich und überhaupt nicht realistisch.
Wie ich sie einschätzen würde, haben sie einfach gelogen, weil sie Angst vor der Strafverfolgung haben. Ich kann Sienna nicht verstehen, das sie einfach vergibt. Es spricht wirklich zu viel für eine Lüge.
Als Kyle sie schließlich besucht, ist das Chaos perfekt. Schließlich wird auch Turbo vergiftet – alle Anzeichen sprechen für Kyle. Viele andere Leser verurteilten ihn als „Tierquäler“ , doch für mich wirkt es eher wie ein Racheakt.
Austin hat ihm vor Jahren seine Zukunft als Footballspieler verdorben, sein wichtigstes Ziel und seine Leidenschaft. Laut Austin ist es ein unglücklicher Zufall gewesen, das Kyle sich den Arm bei einer Schlägerei gebrochen hat, aber seine Charakterzüge, besonders wenn er aufgebracht ist, sprechen eine andere Sprache, wenn man dann auch noch das Spiel davor zu Grunde legt, wirkt es leider wie pure Absicht für mich. Da ist es nur verständlich, wenn Kyle sich auf seine Art und Weise rächt, damit auch Austin merkt, wie es ist etwas zu verlieren das man liebt.
Schließlich trennt sie sich indirekt von Kyle, kann ihn aber nicht loslassen und wird von Austin verlassen.

Sienna war mir von Beginn an nicht sonderlich sympathisch, obwohl sie eine merkwürdige Beziehung zu Kyle hat, geht sie ihm fremd. Zwar nur in küssender Sicht, aber trotzdem ist es nicht die feine englische Art und zeigt wie viel Moral und Ehrlichkeit in ihr steckt – keins von beiden. Sie denkt nur an sich, alle anderen sind ihr egal.
Auch ihre ständigen Unmachtsanfälle haben mich immer mehr genervt und irgendwann konnte ich sie ihr nicht mehr abkaufen – für mich klang es zu sehr nach einem Schrei um Aufmerksamkeit, weil sie auf einmal nicht mehr im Mittelpunkt stand.

Austin verliert seinen Vater und hat nur noch seine Mutter, die viel lieber eine Tochter gehabt hätte als ihn. Als einer seiner Freunde  mit Drogen erwischt wird, schickt ihn seine Mutter mit dem Hund Turbo zu ihrer Schwester. Dort hält arbeitet er nebenbei bis er ans College nach Florida gehen kann. Als er Sienna kennenlernt und erfährt, das ihr Freund ein alter Bekannter von ihm ist, ist er davon überzeugt, das er Kyle schlecht machen muss. Wenn man die gemeinsame Geschichte und Vergangenheit kennt, dann kann man auch sagen, das er Kyle etwas heimzahlen will, da seine Mannschaft stets besser war als die von Austin. Auch er ist nicht der gute Mensch, den er nach außen zeigt, Moral hat er nicht.
Als er seinen totgeglaubten Vater dank Sienna findet, ist er glücklich. Die beiden sprechen sich aus und man merkt eine unerwartete Liebe zwischen Vater und Sohn. Schön, das er ihn bis zum Ende begleitet – da zeigt Austin endlich mal Menschlichkeit und gutes, faires Verhalten.

Leider konnte mich dieses Buch überhaupt nicht überzeugen, im Gegensatz zu vielen anderen Lesern in der Lovelybooks – Leserunde zu dieser Lektüre. Ich habe keinerlei Gefühle beim Lesen bekommen – was mir wirklich selten passiert.
Ich habe das Buch gelesen und es hat mich vollkommen kalt gelassen – einzig eine Szene konnte mich am Ende des Romans erreichen, wirklich traurig bei knappen 400 Seiten.
Viele Szenen waren einen „touch to much“ dramatisch und auch die Charaktere wirkten auf mich öfters unglaubwürdig und in ihren Handlungen gestellt. Schade, hatte mir viel mehr von dem Buch erhofft…

Schönstes Zitat

„Denk einfach daran, wie es ist, eine zweite Chance zu bekommen. Du kannst es wiedergutmachen, indem du eines Tages jemanden anderem vergibst.“
(Vater zur Sienna)

🌟 Stern

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